Displays in der Industrie

TFT in einem eingebetteten System ansteuern

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Die Chancen für DisplayPort als Standard-Schnittstelle

Als DVI-D-Variante hat sie im professionellen Umfeld eine gewisse Verbreitung gefunden, konnte sich aber bislang bei der Anzahl der Applikationen nicht gegen VGA durchsetzen. HDMI wiederum stellte eine Erweiterung von DVI-D um digitales Audio- und HDCP-Content-Verschlüsselung dar, konnte sich allerdings aufgrund der systemimmanenten Nachteile (Lizenzgebühren für Geräte und nicht verriegelbare Steckverbinder) für industrielle Applikationen nicht durchsetzen.

Auch DVI-D wird weiterhin von allen Varianten der LCD-Controllerboards der eMotion-ST-Serie unterstützt, so dass hier die langfristigen Produktlebenszyklen von Kundenapplikationen Berücksichtigung finden.

Digitale Schnittstellen wie SDI und HD-SDI finden, abgesehen von Nischenapplikationen im Broadcasting- oder Medizinbereich, im industriellen Umfeld kaum Verwendung. Mit den gestiegen Anforderungen an mögliche Auflösungen in Verbindung mit Kopierschutz durch Verschlüsselung und Audioübertragung wurde bereits 2006 von der VESA (Video Electronics Standards Association) die erste Spezifikation von DisplayPort-Schnittstelle veröffentlicht.

Das letzte Update des Standards erfolgte 2010 mit der Version 1.2. Zwei Varianten der eMotion ST Ansteuerboards bieten bereits DisplayPort-Schnittstellen. Die eMotion ST1:3 stellt mit einem DisplayPort-1.1-Interface, das durch VGA-Analog und DVI-D ergänzt wird, ein vielseitiges und kostengünstiges Einstiegsprodukt für den Übergang zum DisplayPort dar.

Die eMotion ST3:4 unterstützt DisplayPort 1.2 mit Audio und HDCP und bietet einen DisplayPort-Ausgang, um das Daisy Chaining von mehreren TFTs sowie die Ansteuerung von neuen, hochauflösenden 4k-Displays zu ermöglichen. Darüber hinaus können HDMI-, DVI-I-, FBAS- und S-Video-Signale verarbeitet werden. Die DisplayPort-Schnittstelle ist lizenzfrei implementierbar und kann mit Übertragungsraten bis 17,28 GBit/s (DisplayPort 1.2) hochauflösende Displays mit einem Kabel ansteuern.

Zudem wird HDCP und digitale Audioübertragung unterstützt und für die Steckverbinder sind grundsätzlich Verriegelungen vorgesehen. Die Hersteller von CPUs und Chipsätzen, wie Intel und AMD, setzen auf DisplayPort. Mit den steigenden Anforderungen an Signalqualität bei hohen Auflösungen hat DisplayPort erstmals die Chance, VGA nach über 25 Jahren als Standard-Schnittstelle für Videodaten abzulösen.

* Oliver Merfels ist Produktmarketing-Manager bei Data Modul in München.

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