Batteriefertigung Tesla plant bis zu drei neue Gigafactories

Sebastian Gerstl

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Tesla rechnet mit einem enormen Bedarf an Batteriespeichern und sucht derzeit nach potentiellen Standorten für zwei, möglicherweise drei neue Gigafactories. Das gab das Unternehmen in einem Brief an seine Aktionäre zum Jahresbericht 2016 bekannt. Die Produktion des Elektroautos Tesla 3 liege demnach auch voll im Plan und soll bis September 2017 in Serie anlaufen.

In der derzeit im Ausbau befindlichen Gigafactory 1 werden seit Januar Akkus für Energierspeicher wie Teslas Powerwall gefertigt. Derzeit ist das Unternehmen auf der Suche nach bis zu drei weiteren Standorten für potentielle Gigafactories.(Bild:  Tesla)
In der derzeit im Ausbau befindlichen Gigafactory 1 werden seit Januar Akkus für Energierspeicher wie Teslas Powerwall gefertigt. Derzeit ist das Unternehmen auf der Suche nach bis zu drei weiteren Standorten für potentielle Gigafactories.
(Bild: Tesla)

Der Elektroautobauer Tesla hält am ehrgeizigen Zeitplan für seinen Angriff auf den Massenmarkt fest. Musk verspricht Anlegern den ersten vollintegrierten und nachhaltigen Energiekonzern der Welt. Ein wichtiger Teil der langfristigen Strategie ist auch die riesige Batteriefabrik "Gigafactory" in Nevada, die Tesla im vergangenen Sommer eröffnete. Im Januar begann dort die Zellfertigung, das Projekt ist der Schlüssel, um einmal in großem Stil Elektroautos für den Massenmarkt zu fertigen zu können.

Tesla rechnet mit einem stark steigenden Bedarf an Energiespeichern; so will das Unternehmen nicht nur die Produktion von Elektroautos hochfahren – in der ersten Jahreshälfte plant Tesla die Auslieferung von 47.000 bis 50.000 Model S und Model X – sondern setzt mit der Übernahme von SolarCity auch auf verstärkt auf umweltfreundliche Energiegewinnung. In einem Brief an die Aktionäre kündigte Tesla nun an, nach Standorten für bis zu drei neue Gigafactories zu suchen.

"Die Installation von Model-3-Fertigungsanlagen wird derzeit in Fremont und in Gigafactory 1 umgesetzt, wo wir im Januar mit der Produktion von Batteriezellen für Energiespeicherprodukten begonnen haben, die denselben Formfaktor besitzen, wie er im Model 3 verwendet wird," heisst es in dem Schreiben. "Für später in diesem Jahr rechnen wir damit, Örtlichkeiten für Gigafactories 3, 4 und 5 festzulegen. (Gigafactory 2 ist die Tesla Solaranlage in New York)." Bei diesen Zellen handelt es sich um den sogenannten Typ 21700. Die Akkus besitzen einen 21 mm großen Durchmesser und eine Länge von 70 mm.

Es ist interessant, dass Tesla von einer existierenden Gigafactory 2 spricht. Derzeit baut das Unternehmen, im Rahmen der Übernahme des Solarzellenfertigers SolarCity, in Buffalo im Bundesstaat New York eine Fabrik, wo in Zusammenarbeit mit Panasonic Solarpanele und Solarzellen gefertigt werden sollen. Gegenüber den Aktionären hat diese Anlage nun nachträglich den Titel "Gigafactory 2" erhalten. Teslas angekündigte Solarziegel sollen voraussichtlich ab n der zweiten Jahreshälfte 2017 dort gefertigt werden.

Serienfertigung des Model 3 liegt "im Plan"

Hinsichtlich der Produktion des heiß erwarteten Elektroautos "Tesla Model 3" zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich: Man sei auf Kurs, die Produktion des ersten Mittelklasse-Stromers im Juli anlaufen zu lassen, teilte das Unternehmen des Tech-Milliardärs Elon Musk ebenfalls in dem Schreiben mit. Im September solle das "Model 3" dann in die Serienfertigung gehen.

Musk geht mit dem ersten Elektroauto von Tesla, das sich mit einem Preis von rund 35.000 Dollar an die breite Masse wendet, ein hohes Risiko ein. Mit Hilfe des "Model 3" soll die Jahresproduktion bis 2018 auf mehr als 500.000 – 10.000 Fahrzeuge pro Woche – und bis 2020 auf eine Million Wagen steigen. Im vergangenen Jahr fertigte das Unternehmen knapp 84 000 Fahrzeuge.

Um seine ambitionierten Ziele zu erreichen, nimmt Musk mit Tesla viel Geld in die Hand und rote Zahlen in Kauf. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Verlust im vierten Quartal aber immerhin von 320,4 auf 121,3 Millionen Dollar (114,7 Mio Euro). Das Unternehmen liegt dennoch weiter voll im Wachstum: Die Umsätze wuchsen überraschend stark um 88 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar.

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