Wickelgüter Stets gut auf Draht
Spätestens seit die erweiterte Energiemanagement-Verordnung EN ISO 50001 in Kraft ist, wird die Energieoptimierung in Betrieben groß geschrieben. Sowohl für weltweit vernetzte Konzerne als auch für kleine und mittelständische Unternehmen kann das richtige Energiemanagement neben der Ressourcenschonung auch Kostentransparenz und -ersparnis bedeuten. Daher wird an der Energieeffizienz von Antrieben gefeilt. Die jedoch kommt ohne Wickelgüter nicht aus.
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In der elektrischen Antriebstechnik ist Energieeffizienz das Gebot der Stunde: Der drohende globale Klimawandel und die Endlichkeit der fossilen Energieträger zwingen zum Handeln. In der Industrie sind Antriebe der bedeutendste Umsetzer elektrischer Energie: Sie wandeln die elektrische Energie in mechanische um, die dann für die unterschiedlichsten Produktions-, Materialtransport- und Infrastrukturprozesse bereitsteht. Hierzulande verbraucht die Industrie ungefähr die Hälfte des gesamten erzeugten Stroms, und davon entfallen wiederum zwei Drittel auf elektrische Antriebe.
Für Friedrich-Wilhelm Niermann befindet sich die Antriebsbranche derzeit in einer sehr spannenden Phase. Der Geschäftsführer von Aumann aus Espelkamp setzt auf die „vielen kreativen Menschen, die neue energieeffiziente Elektromotoren entwickeln und bauen“. Die Ansprüche an die Entwicklung von Bauteilen für Elektromotoren wachsen kontinuierlich, weil die Anforderungen an die Energieeffizienz zunehmen. Daher sind maßgeschneiderte Lösungen zum Entwickeln der entsprechenden prozesssicheren Anlagen unabdingbar.
Und es kommt noch ein weiterer wichtiger Aspekt zum Tragen: Wie lassen sich Rohstoffe sparen und gleichzeitig höhere Füllfaktoren erreichen? „Die Auswahl des richtigen Wickelverfahrens eröffnet den Weg zu stabilen Prozessen und einer hohen Qualität bei komplexen Fertigungsanlagen“, liefert Niermann die Antwort.
Aumann entwickelt im engen Dialog mit dem Kunden vollautomatisierte Anlagen für die Drahtlackier-und Wickeltechnik. „Autoheizung, Motorsäge oder Waschmaschine – überall steckt irgendwo ein kleinwenig Aumann drin“, ist sich Niermann sicher. Mit den von Aumann maßgeschneiderten Anlagen produzieren Kunden aus der Automobil-, Elektro- oder Mobilfunkindustrie, wie auch Hersteller von IT- und Medizintechnik zum Beispiel Kupferspulen, die in Elektromotoren eingebaut werden und diese zum Laufen bringen.
Kleinere Wickelkörper mit bis zu 30 Prozent Kupfereinsparungen können die Anlagen realisieren. Die Optimierung der Produkteigenschaften – und damit die Einsparung rarer und wertvoller Rohstoffe wie Kupfer – sind das Ziel. Hier konnte Aumann gemeinsam mit diversen Kunden beachtliche Erfolge in diversen Projekten vorweisen. Auch auf Drahtlackiertechnik, also auf Maschinen für die Herstellung von Drähten, ist das Unternehmen spezialisiert.
Immer gut gewickelt
Immer komplexer werden Anforderungen an die Konstruktion elektrischer Geräte und erfordern somit immer komplexere Lösungen auf der Produktseite. Speziell im Bereich des Elektro-Isoliersystems werden Leistungssteigerungen, die Reduzierung von Betriebstemperaturen und die Baugrößenreduzierung immer bedeutsamer. Hier bietet der Systemspezialist Synflex durch ein breites Sortiment an runden und flachen Wickeldrähten, Flächenisolierstoffen, Press- und HF-Litzen sowie Imprägniermittel individuelle Lösungen für die gestiegenen Anforderungen des Marktes.
„Unsere langjährige Erfahrung in der Wickelindustrie, die enge Kooperation mit namhaften Produzenten aus der Branche sowie der Rückgriff auf die Erfahrung der Gruppen-internen Fertigung runder und flacher Kupferlackdrähte ermöglichen uns einen tiefen und fundierten Einblick in die Anforderungen und Entwicklungen der Branche“, erläutert Ernst-Michael Hasse, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmen Synflex und Schwering & Hasse Elektrodraht und betont: „Kaum eine Kundenanforderung gleicht in diesem Bereich der anderen und neben der reinen Produktauswahl spielen auch Faktoren wie die Verarbeitungsbedingungen oder aber auch Maschinenparameter eine entscheidende Rolle, um ein reibungsloses Produktionsergebnis zu erhalten.“
Elektroisoliersysteme sind der tägliche Begleiter der Wickelindustrie. Als Elektroisoliersystem wird die Einheit bekannter Kombinationen von Materialien in elektrischen Geräten bezeichnet, welche bei einer angegebene Temperaturklasse betrieben werden. Die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit eines Elektroisoliersystems ist eng mit der Isoliertechnik verknüpft. Unerwünschte chemische Wechselwirkungen innerhalb des Elektroisoliersystems können zu einem frühzeitigen Abbau der elektrischen Festigkeit der eingesetzten Isoliermaterialien führen. Folgen hiervon können Brände, Kontakt mit stromleitenden Teilen und im schlimmsten Fall Personenschäden sein. Einen besonderen Schwerpunkt im Zuge des Systemansatzes legt Synflex daher auf den Bereich UL. Underwriters Laboratories (UL) ist eine amerikanische Organisation, die unterschiedlichste Produkte hinsichtlich ihrer Sicherheit untersucht und zertifiziert.
Mit Test- und Zertifizierungseinrichtungen in über 100 Ländern hat sich UL inzwischen zu einem Global Player entwickelt. Über 70.000 Unternehmen lassen ihre Produkte durch UL testen und zertifizieren. Im Bereich der Elektroisoliersysteme ist Synflex seit vielen Jahren ein enger Partner von UL, um Kunden dadurch eine schnelle, reibungslose und effektive Prüfung und Zertifizierung von Elektroisoliersystemen zu ermöglichen. Durch die langjährige Erfahrung der Synflex als UL-Agent können die komplexen Prozesse und Strukturen, mit denen man als Kunde bei der Zertifizierung eines Elektroisoliersystems konfrontiert ist, deutlich beschleunigt werden. Als Systemlieferant in der Wickelindustrie umfasst das Sortiment nicht nur Produkte für die Herstellung von Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren, es erweitert sich durch zahlreiche Produktvarianten, die das Unternehmen veredelt.
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