electronica 2008 Steckverbinder der Zukunft: SUYIN präsentiert Designstudien zu „My Private Robot“
Der taiwanische Steckverbinderhersteller SUYIN stellt einen Teil seines diesjährigen electronica-Auftrittes unter das Motto: „My Private Robot“. Das ist eine multivisionell gestaltete Präsentation einer Reihe ausgewählter Designstudien, die die zukünftigen Anforderungen an elektromechanische Komponenten, insbesondere Steckverbinder, aufzeigen.
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Die Designstudie „My Private Robot“ wurde beauftragt und finanziert vom Steckverbinderspezialisten SUYIN und vom Abschlusssemester des Studienganges Industrial Design der Fachhochschule Joanneum, Graz/Österreich unter der Leitung von Prof. Gerhard Heufler sowie zweier Gastdozenten erarbeitet.
Zukünftige Anforderungen an elektromechanische Komponenten
Ziel der Designstudien zu „My Private Robot“ ist es, neben der „eye-catcher“-Funktion auf der Messe eine Diskussion anzustoßen. Welche Anforderungen können in Zukunft auf elektromechanische Komponenten, und hier ganz speziell auf elektrische Steckverbinder, zukommen? Neue Formfaktoren, erhöhte Stoß- und Vibrationsfestigkeit, Unterwassertauglichkeit oder EMV-Festigkeit sind dazu nur wenige Stichworte.
Roboter: Interessanter Markt nicht nur für Zukunftprojekte
Neben diesen Zukunftsaspekten ist bereits heute der Markt für Komponenten, die in Robotern eingesetzt werden, bei Industrierobotern sehr interessant und dürfte in Zukunft durch den verstärkten Bedarf an „privaten“ Robotern noch attraktiver werden. So arbeiteten nach Angaben des IFR Statistical Departments im Fachverband VDMA Robotik + Automation Ende 2007 rund 1 Mio. Industrieroboter in den Fabriken weltweit.
Nach ersten Ergebnissen für 2007 wurden im letzten Jahr weltweit rund 118.000 Industrieroboter - und damit 5% mehr als im Vorjahr - neu installiert. 2006 wurde ermittelt, dass zwischen 2007 und 2010 etwa 35.000 Serviceroboter für den professionellen Bereich (Militärroboter, Überwachungs- und Sicherheitsroboter, Melkroboter, Unterwasserroboter, Medizin-Roboter für Operationen oder Therapien) und 3,6 Mio. für den privaten/persönlichen Gebrauch (Unterhaltungs- und Spielzeugroboter, Staubsaugerroboter, Rasenmäherroboter, Roboter für die Unterstützung von behinderten und alten Menschen) verkauft werden.
Auf lange Sicht, in etwa zehn Jahren, und unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und der fortschreitenden Technologie werden Roboter zur Unterstützung von behinderten und alten Menschen sicher zu einer Schlüsselanwendung in der Service-Robotik. Bedeutende Forschungsinstitute konzentrieren sich auf die Entwicklung von Prototypen dieser Roboter.
Idee und Ausführung zu „My Private Robot“

Die Idee zum Projekt „My Private Robot“ stammt vom Geschäftsführer der SUYIN-Europazentrale, Tibor Kovacs: „Nachdem wir bereits auf der electronica 2006 mit der FH Joanneum in Graz, einer der führenden FHs für Industrial Design in Europa, erfolgreich zusammengearbeitet haben und mit den Designstudien zum „Notebook 2011“ auf reges Interesse seitens der Messebesucher und unserer Kunden gestoßen sind, haben wir uns ein weiteres reizvolles Thema überlegt, das uns in Zukunft sicher weit mehr beschäftigen wird, als wir es uns heute vielleicht vorstellen können.
Einen Trigger dazu hat auch eine Meldung aus dem eigenen Hause gesetzt“, so Kovacs weiter, „in der es heißt, dass in einem unserer neuen Geschäftsfelder wie Optronics CMOS-Kamera-Module für Notebooks, Sicherheitstechnik und Mobiltelefone gefertigt werden. Die Kernkompetenz liegt hier in der kundenspezifischen Produktentwicklung, im Werkzeugbau und in der Produktion, in der anstatt üblicher Montagelinien immer mehr die schnell und flexibel umrüstbaren Produktionsroboter zum Einsatz kommen. Warum also sollte es in Zukunft keine Roboter für die private Verwendung geben?“
Experimentelle, provozierende Denkansätze
Gefragt waren nicht Entwürfe der reinen Vernunft, getreu dem alten Gestalterleitsatz „form follows function“. „Die Roboter mussten in jedem Fall ihre eigene Emotion haben“, erläutert der FH Joanneum-Absolvent und Gastdozent Marc Ischepp ein wichtiges Ziel des Projekts, „denn das Thema geht über bloße, heute technisch bereits realisierbare Roboterfunktionen weit hinaus.“ Wie weit, das war den Designstudenten überlassen. Dazu Gastdozent Marek Simko: „Erwartet wurden weniger sofort umsetzbare Lösungsvorschläge, sondern eher das Experimentelle, mit überraschenden oder sogar provozierenden Denkansätzen.“
Auch für den Sponsor lag darin der besondere Reiz. „Wir in der Steckverbinder-Industrie“, so Kovacs, „haben zwar enormes Fachwissen und Lösungen für alle derzeitigen Anforderungen parat. Studenten gehen dagegen unbelastet an ein solches Projekt heran und können uns auf kommende technische Herausforderungen aufmerksam machen.“

Am Ende wurde eine bemerkenswerte Vielfalt von Ideen präsentiert, die es den Juroren sichtlich schwer machte, aus den Entwürfen der insgesamt 17 Studenten des Abschlusssemesters diejenigen auszuwählen, die dann zur electronica 2008 in der „Future Zone“ auf dem SUYIN-Stand einem breitem Fachpublikum vorgestellt werden. Das sind „Amphibia“ von Alexander Hesse, „i.go“ von Markus Cäsar (Bild 2), „Botan“ von Johannes Diem sowie „Pushya Pullya“ von Paul Grader (Titelbild). Anzuschauen in Halle B4, 614 in der „Future Zone“ bei Suyin.
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