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Modulbaukasten als intelligente Vorleistung
Zugenommen hat die Zahl von erweiterten und intelligenten Vorleistungen im Bereich Halbfertigprodukte. Mit diesen Modulbaukästen lassen sich schnell und mit geringem Aufwand Lösungen für Kunden erstellen, wodurch die Wertschöpfung deutlich gesteigert wird.
Kennzahlensysteme, Zielvereinbarungen, Zertifizierungen, Lieferantenmanagement sowie web-basierte, interne Informationsverbreitung sind durchgängig vorhanden und werden laufend weiter ausgebaut. Deutlich zugenommen hat die IT-Unterstützung aller Geschäftsprozesse – auch die IT-technische Vernetzung mit Lieferanten und Kunden.
Reagierte die Branche in der Vergangenheit auf ihre Kunden, so handelt sie heute viel vorausschauender. Nicht mehr die Frage „was war gestern und was hätten wir besser machen können?“ steht im Vordergrund, sondern „was wird morgen sein und wie können wir diese Herausforderungen erfolgreich bewältigen?“. Dieses Herangehen führt zu völlig neuen Erkenntnissen.
EMS-Anbieter ist wertvoller Partner für NPI
Zunehmend gelingt es den Firmen als „Problemlöser“ von den OEM nachgefragt und eingesetzt zu werden. Ein Beispiel ist die Industrialisierung – die Überführung des Prototypen in die Serienfertigung der NPI-Prozess (NPI: New Product Introduction). Viele EMS-Anbieter haben sich als wertvolle Partner in der Produkteinführungsphase etabliert und bewährt. Mit fortschreitender Zeit steigen die Kosten für notwendige Designänderungen.
Im NPI-Prozess wird mit Design vor Exzellenz-Maßnahmen ein über den gesamten Produktlebenszyklus kostenoptimierter Prototyp entwickelt, der sich zügig und nahtlos in die Serienfertigung überführen lässt und einen schnellen Markteintritt ermöglicht. Das spart Zeit, Geld und erhöht die Qualität der Produkte.
Im Entwicklungsprozess werden bereits 80 % der späteren Kosten eines Produktes festgelegt. Obwohl sich die Entwicklung in der Prototypenphase auf die Funktion des Produktes konzentriert, werden zu diesem Zeitpunkt weitreichende Entscheidungen getroffen, welche die späteren Fertigungskosten enorm beeinflussen können. So wird in dieser Phase das Layout der Leiterplatte, die Art der Bestückung sowie die Testbarkeit definiert.
NPI bedeutet reif für die Serie
Die Auswahl standardisierter Komponenten oder Entscheidung für Vorzugslieferanten kann die Komplexität senken und die Volumen pro Bauelement erhöhen. Vorzugstypen oder die Bestimmung von adäquaten Ersatzbauteilen innerhalb eines Designs reduzieren sich nicht nur die Rüst- und Lagerkosten, sondern stellen die Verfügbarkeit des Produktes über dessen Lebenszyklus sicher.
Je früher der EMS als Spezialist für die Baugruppenfertigung in den Produktentwicklungsprozess involviert ist, umso besser ist das Design für den späteren Fertigungsprozess optimiert und umso schneller steht ein serienreifes Produkt zur Verfügung. Im idealen NPI-Prozess ist die Serie, wie der Prototyp und der NPI-Prozess, abgeschlossen, wenn das erste Volumenprodukt unter Serienbedingungen gefertigt ist
Die 5 Erfolgsfaktoren im EMS-Geschäft
- hochgradige Verknüpfung von Technik und Betriebswirtschaft d.h. technisch und wirtschaftlich sicher beherrschte Fertigungsprozesse mit IT-Unterstützung, Prozess- und Kostencontrolling sowie professionelles, umfassendes Risikomanagement;
- Beherrschung der logistischen Abläufe im Zusammenspiel mit Kunden und Lieferanten; hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bzgl. der Lieferanforderungen der Kunden; strategische Partnerschaften mit Distributoren auf logistischer und/oder technischer Ebene;
- hoch entwickelte Fähigkeiten in der Mitarbeiterführung mit Leistungsmessung und Leistungsanreizen sowie sehr gut ausgebildete Mitarbeiter;
- geschickte Marktpositionierung durch hohe Kompetenz in der Technologie-, Prozess- und/oder Produktentwicklung sowie alternativ durch gezieltes Verfolgen profitabler Nischen;
- Kundenorientierung und Aufnahme der zunehmend differenzierten Kundenbedürfnisse, systematische Kundenauswahl und Marktbearbeitung sowie ausgewogene Kundenstruktur
* Claudia Mallok ist freie Fachjournalistin und seit dem Jahr 2001 Mitglied der Jury des E²MS-Award
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