Der europäische Anbieter von Speicherprodukten, Sicherheits- und Embedded-IoT-Lösungen hat eine strategische Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Burlywood für die Konzeption anwendungsoptimierter Rechenzentren-SSDs getroffen.
Neuland: Gemeinsam mit seinem neuen Partner Burlywood will Swissbit hochwertige SSDs für Datacenter anbieten, die sich genau auf die jeweils kundenspezifische Workload-Situation abstimmen lassen.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)
Swissbit expandiert in das Marktsegment Datacenter. Für die Erweiterung seines Memory-Portfolios ist der europäische Anbieter von robusten Speicherprodukten, Sicherheits- und Embedded-IoT-Lösungen eine strategische Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Datacenter-SSD-Spezialisten Burlywood eingegangen. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung leistungsoptimierter SSDs, die spezifisch auf die Anforderungen und Anwendungsprofile von Rechenzentren wie Big Data, Video-Streaming und Machine Learning angepasst sind.
Mit dem Schritt folgt Swissbit seinem Marktansatz, qualitativ hochwertige und maßgeschneiderte Produkte für anspruchsvolle Applikationen mit bestem Kunden- und Anwendungssupport zu vereinen. Dem Angebot an industriellen NAND-Speichermedien, das bisher die Schlüsselmärkte Industrie, NetCom und Automotive umfasst, fügt Swissbit damit eine weitere starke Säule hinzu.
Die ursprünglich propagierte Performance herkömmlicher SSDs bricht im realen, sehr fordernden Betrieb in Rechenzentren schnell ein. Mit spezieller, auf die spezifischen Workloads angepasster Firmware erreicht die Swissbit-SSD (blaue Linie) durchgehend hohe Schreib-/Lese-Durchsätze und kurze Zugriffzeiten.
(Bild: Swissbit)
Die erste, speziell für Datacenter entwickelte SSD N4200 hat Swissbit auf der Branchenmesse electronica vorgestellt. Laut Hersteller wurde die N4200 speziell für typische Arbeitslasten in Rechenzentren entwickelt und optimiert. Sie soll eine 2- bis 5-mal bessere Leistung im stabilen Zustand liefern mit gleichbleibender Latenz und Ausdauer über die gesamte Lebensdauer unter realen, komplexen Workloads ohne jegliche Host-Modifikationen.
Die U.3 SSD im 2,5-Zoll-Format basiert auf Enterprise Grade 3D-TLC-NAND (eTLC), ist abwärtskompatibel zu U.2 und verfügt über eine 4-Lane-PCIe-Schnittstelle nach PCIe-4.0-Spezifikation für eine Bandbreite von bis zu 8.000 MB/s in beide Richtungen. Die Speicherkapazitäten liegen bei 7,68 TByte bzw. 15,4 TByte.
Flash-Management-Architektur analysiert Anwendungsverhalten auf Controller-Ebene
Moderne Rechenzentren sehen sich angesichts immer neuer Cloud-Anwendungen und einer stetig steigenden Komplexität mit großen Herausforderungen konfrontiert. Denn oftmals stehen diesen gestiegenen Anforderungen SSDs gegenüber, die auf Standard-HDD-Konzepten basieren und für komplexe Workloads nicht ausgelegt sind. Die Folgen sind nicht selten ein rapider Leistungsabfall nach kurzer Zeit oder frühzeitige Ausfälle der Laufwerke. Durch den frühzeitigen Austausch der SSDs und zusätzlichen Serviceaufwand entstehen erhöhte Kosten, die sich negativ auf die Rentabilität der Rechenzentren auswirken.
Hier setzt die strategische Partnerschaft zwischen Swissbit und Burlywood an. Gemeinsam entwickeln beide Unternehmen zukünftig SSDs, die für ausgewählte Datacenter-Anwendungen und Arbeitsprofile passgenau optimiert sind, um die Performance über die gesamte Lebensdauer der SSD auf gleichbleibend hohem Niveau zu halten.
Swissbit bringt dafür seine jahrelange Erfahrung und das Know-how in der Entwicklung industrieller Speichermedien ein, die sich durch Zuverlässigkeit und Langlebigkeit auch in harschen Betriebsumgebungen auszeichnen. Bereichert wird diese Expertise durch die von Burlywood entwickelte Flash-Management-Architektur, die das Anwendungsverhalten auf Controller-Ebene analysiert und auf dieser Basis die Leistung des SSD-Laufwerks perfekt auf die Anwendung abstimmt.
Der Swissbit Optimierungsprozess
Swissbit stimmt das SSD-Flash-Management individuell ab, so dass das Verhältnis zwischen Performance und Endurance auf die reale Arbeitslast der Kundenanwendung optimiert wird. Diese Feinabstimmung der Flash-Parameter ermöglicht eine 2- bis 5-mal bessere Steady-State-Performance und eine bis zu 2-mal höhere Lebensdauer im Vergleich zu Mainstream-SSDs für Rechenzentren.
Dazu wird zunächst das kundenspezifische Workload-Profil genau bestimmt – meist passt es in ein vordefiniertes Workload-Cluster. Swissbit stellt basierend auf dem Ergebnis eine maßgeschneiderte Firmware bereit. Diese übertrifft nach eigenen Angaben herkömmlichen aktuelle SSD-Lösungen in den Kriterien Performance, Latenz, Endurance/ Gesamtlebensdauer und Kosten über die gesamte Lebensdauer.
„Mit Burlywood haben wir einen Partner gefunden, der sowohl den SSD-Markt als auch die realen Anforderungen von Rechenzentrumsanwendungen im Detail kennt. Mit diesem Wissen haben wir gemeinsam einen einzigartigen Lösungsansatz entwickelt, der die Profitabilität und Performance von Datacentern nachhaltig steigern kann. Die strategische Partnerschaft mit Burlywood ist bei unserem Schritt in das neue Marktsegment Datacenter deshalb die beste Ausgangsposition“, kommentiert Matthias Poppel, CSMO der Swissbit AG.
Stand: 08.12.2025
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„Swissbit ist für uns der ideale Partner, um den Markt für Datacenter-SSDs zu revolutionieren. Die langjährige Erfahrung, das Produktions-Know-how und der exzellente Kunden- und Anwendungssupport sind in dieser Form einzigartig. Gemeinsam sind wir somit in der Lage, eine anwendungsoptimierte und anpassungsfähige Speicherlösung anzubieten, die mit verbesserter Leistung, Latenz und Zuverlässigkeit überzeugt“, ergänzt Tod Earhart, CTO und Gründer von Burlywood. (me)