Akkutechnologien Solarstrom sucht Speicher
Eigengenutzter Solarstrom wird immer beliebter. Damit steigt die Nachfrage nach Speichern. Doch welcher ist der richtige? Future Energy Solutions führt durch den Speicherdschungel.
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Angesichts reduzierter Einspeisevergütung erlangt der Eigenverbrauch selbst gewonnener Energie neue Popularität. Doch wohin mit dem tagsüber generierten Strom bis zum Verbrauch am Abend und in der Nacht?
Future Energy Solutions (FES) berät Kunden etwa zu Sonnen- und Windenergie, Smart Metering und Energy Harvesting, aber auch zu Invertertechnologie oder Energiespeicher. In den weltweiten System-Design-Centern werden Speicherprojekte mit und ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz vorangetrieben. Dominierend sind derzeit Solarstromprojekte, aber auch Anforderungen nach Hybrid-Lösungen mit kleinen Windturbinen werden nachgefragt.
Verschiedene Lösungsansätze abwägen
Bei der Begleitung von Kundenprojekten gilt es, die unterschiedlichen Lösungsansätze zur Energiezwischenspeicherung mit verfügbaren Technologien, Kosten und Risiko-Nutzenanalysen gegeneinander abzuwägen. Im allgemeinen positionieren sich Solarthermie, Pumpspeicher und verschiedene Batteriemodelle als mögliche Speichertechnologien für regenerativ gewonnene Energie.
Thermieprojekte können heute Ökostrom noch nicht effizient speichern und ebenso bilden Pumpspeicheranlagen erst mittelfristig eine Alternative. Durch neue Ansätze bei den Batterietechnologien empfiehlt sich dieser Lösungsansatz für Speicheraufgaben. Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus stellen durch eine Kombination von Vorteilen schon heute die zukunftsträchtigste Technologie für Hersteller von Solarenergiespeichern dar.
Rosige Zeiten für Hersteller von Batteriespeichern
Zwischen 10% und 30% tragen heute Batteriespeicher zu den Gesamtkosten eines Photovoltaiksystems bei. Der Markt für zuverlässige Energiezwischenspeicher ist laut Analysten groß. Weltweit soll er bis 2018 einen Wert von 2 Mrd. US-$ betragen.
Bis ins Jahr 2015 sollen bereits bis zu 40% der Photovoltaikanlagen mit einem Speicher ausgestattet sein. Beflügelt werden könnte dieser Wachstumsmarkt noch durch die Vorteile, die Stromanbieter und Behörden in der Nutzung dezentraler Systeme für das öffentliche Stromnetz sehen.
Heute sind Batterien zum Speichern von privat gewonnener Energie noch sehr teuer. Fördergelder könnten einen Nachfrageschub nach solchen Speichersystemen auslösen. Deutschland nimmt dabei im europäischen Vergleich seit dem 1. Mai 2013 eine Vorreiterrolle ein.
Mit der Einführung von zinsverbilligten Darlehen zur Finanzierung der Installation von Batterien für Photovoltaikanlagen und einem Zuschuss in Höhe von 30% der Batteriekosten werden Anreize für neue Anlagen in Privathaushalten und Sonnenfarmen mit bis zu 30 kW Kapazität geschaffen.
Private Zwischenspeicherung von Energie
Die private Zwischenspeicherung von Energie leistet ebenfalls einen Beitrag zur Stabilität des Stromnetzes. In Summe bilden die Tausende von kleinen Batterieanlagen eine Stromversorgung, die das öffentliche Smart Grid ideal ergänzt und entlastet, da Angebot- und Nachfragespitzen entschärft werden können. Der in Deutschland gewählte Weg, die Nachfrage durch Zuschüsse anzuschieben, fördert die Investition der Hersteller in die Entwicklung fortschrittlicher Speichersysteme.
Bei Energiespeichern zeichnen sich bedeutsame technologische Neuerungen am Horizont ab. Bis diese einen wettbewerbsfähigen Kostenpunkt erzielen, dürften Bleiakkus noch bis Ende der Dekade ihre Vormachtstellung bewahren. Allerdings zeigt die Solarbranche schon heute ein wachsendes Interesse daran, Lithiumtechnologie zum Speichern von Sonnenstrom auszubauen.
Bis zum Jahr 2018 wird den Lithiumbatterien ein weltweites Marktvolumen von 235 Mio. US-$ prognostiziert. Aufbauend auf ihrer Expertise im Konsumgüterbereich sind es chinesische Firmen, die diesen Markt vorantreiben.
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