Traceability So lässt sich Traceability in der Elektronikfertigung umsetzen
Traceability wird für Hersteller, Lieferanten und Kunden immer wichtiger. Handke Industrie Software gibt Tipps zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit nach dem ZVEI-Leitfaden.
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Sinnvoll für Unternehmen bei der Umsetzung von Traceability ist es, Rückverfolgbarkeit Schritt für Schritt zu verwirklichen. Der Einstieg sollte mit den etwas weniger komplexen Maßnahmen erfolgen, beispielsweise der Erfassung von Materialdaten als Voraussetzung für die Produkt-Traceability.
Erst in der zweiten Phase widmen sich die meisten Unternehmen der Prozess-Traceability und gehen dabei von Test- und Prüfdaten zu weiteren Maschinenparametern über. Der letzte wichtige Baustein ist dann schließlich die automatisierte Prozessverriegelung auf Basis aktueller Traceability-Daten.
Elektronikfirmen profitieren von Traceability
Ein frühzeitiger Einstieg in das Thema lohnt sich auf jeden Fall, denn Elektronikunternehmen, die bei der Rückverfolgbarkeit eine konsequente Strategie verfolgen, können in Zukunft gleich dreifach profitieren:
- Qualitätssteigerung in der Fertigung
- Reduktion von Produktionsfehlern
- Transparenz in der Lieferkette.
Das Thema Traceability hat für die Elektronikbranche in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung gewonnen. Viele Kunden erwarten heute von ihren Lieferanten, dass sie über Systeme verfügen, die eine eindeutige Identifikation und Rückverfolgung jedes beliebigen elektronischen Bauteils ermöglichen. So lassen sich im Mängelfall die möglichen Fehlerquellen schneller eingrenzen und ganz gezielte Rückrufaktionen auslösen.
Erfassung von Produkt- und Logistikdaten im Wareneingang
Auch die Hersteller selbst können von der durchgängigen Traceability profitieren: Die höhere Transparenz ist der Schlüssel zu nachhaltigem Kostenmanagement und Prozessoptimierung im eigenen Unternehmen. Zusammen mit dem Leitfaden wurde eine neue Kennzeichnungsmatrix zur Datenweitergabe entwickelt.
Ziel dieses ZVEI-Labels ist es, die Materialkennzeichnungen der unterschiedlichen Hersteller zu standardisieren und so die Erfassung von Produkt- und Logistikdaten im Wareneingang zu vereinfachen. Außerdem hat die Traceability-Initiative eine Empfehlung zur Anbindung von Equipment über eine einheitliche Kommunikationsschnittstelle erarbeitet.
Dafür stehen Konfigurationsdateien im XML-Format zur Verfügung, die mit vorhandenen Softwaresystemen verknüpft werden können und so den Integrationsaufwand erheblich reduzieren.
Unterschiedliche Ausprägungen von Traceability

Eine saubere Traceability-Kette ermöglicht dabei die Fehlersuche in zwei Richtungen: Vom Endprodukt zurück zur Fehlerursache (Forward Tracking), und vom Fehler zum Endprodukt (Backward Tracking). Wenn es um die konkrete Umsetzung von Lösungen zur Rückverfolgbarkeit geht, wird meist zwischen Produkt- und Prozess-Traceability unterschieden.
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