Perfekt Präsentieren und Referieren - Teil 3 So bringen Sie Spannung und Unterhaltung in Ihre Präsentation
Egal ob Projektstatus- oder Technikbericht - jede Präsentation kann spannend aufgebaut und vorgetragen werden, behauptet Michael Moesslang. Im dritten Teil seiner Beitragsreihe zeigt der Experte für Wirkung und Präsentation, wie Sie durch die Dramaturgie und Vortragsweise Ihrer Präsentation verhindern, dass Ihre Zuhörer abschalten.
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„Tell them, what you gonna tell them, tell it, tell what you’ve told.“ – „Erzähle Ihnen, was Du erzählen wirst, erzähle es, erzähle, was Du erzählt hast.“ ist eine Regel, die Sie so oder ähnlich vielleicht schon einmal gehört haben. Vergessen Sie sie! Sie erzeugt Langeweile. Hans Sändner, Ingenieur bei einer IT-Beratung in München, hat erlebt, wie wichtig es ist, Langeweile zu vermeiden. Denn früher ist ihm oft passiert, was vielen passiert: Teilnehmer werden unkonzentriert, führen Nebengespräche oder lesen E-Mails. Hans wollte wissen, was er dagegen tun kann und ließ sich von mir beraten. Die Antwort ist einfach: Spannung erzeugen.
Nicht jedes Thema erscheint spannend, zugegeben. Finanzbericht, Projekt-Status oder trockene Technik. Und doch: jede Präsentation kann kann spannend aufgebaut werden. Ein Beispiel, das Hans immer wieder passiert ist. Er hat irgendwann mal gelernt, dass es wichtig ist, eine Agenda zu zeigen, damit die Teilnehmer wissen, was sie erwartet („Tell them, what you gonna tell them …“). Eine Gliederung hilft tatsächlich einigen Teilnehmern, das Präsentierte in den Gesamtzusammenhang zu bringen.
Gliederung: Die bessere Alternative zur Folie mit dem Inhalt
Doch Hans hat die Gliederung auf eine Folie geschrieben und dann zu jedem Inhaltspunkt zwei, drei Sätze gesagt, wie viele das machen. So sind zum einen einige wertvolle Minuten Zeit verloren, zum anderen gibt es rund zwei Drittel der Teilnehmer, die das nicht nur wenig interessiert, sondern sogar nervt. Sie schalten vor Langeweile ab. Eine bessere Möglichkeit ist, die Gliederung auf ein Blatt auszudrucken und jedem Teilnehmer auf den Platz zu legen oder sie auf ein Flipchart-Blatt zu schreiben und an die Wand zu hängen.
Hans liest die Gliederung nicht mehr vor oder spricht darüber, die Teilnehmer können schließlich selbst lesen. Wer die Gliederung braucht, kann jederzeit einen Blick darauf werfen und wen sie nicht interessiert, der beachtet sie eben nicht.
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