Gebäudetechnik Smart Home – Ein Gebäude voller Anschlusstechnik

Autor / Redakteur: Thorsten Friedrich * / Kristin Rinortner

Das Potenzial für Leiterplattenklemmen und -stecker wächst mit dem Automatisierungsgrad des Gebäudes. Je „intelligenter“ ein Gebäude ist, desto mehr Verbindungen werden benötigt.

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Smart Home: Je moderner und „intelligenter“ ein Gebäude, desto mehr muss auch die Anschlusstechnik leisten
Smart Home: Je moderner und „intelligenter“ ein Gebäude, desto mehr muss auch die Anschlusstechnik leisten
(Bild: Phoenix Contact)

Photovoltaik-, Kommunikations- und Sicherheitsanlagen sowie Gebäude- und Heizungssteuerungen sind nur einige Anwendungsbereiche für Anschlusstechnik in Gebäuden. Dieser Beitrag gibt einen Überblick zu den Verbindungsmöglichkeiten und -varianten in einem Smart Home.

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Ein ganz normaler Morgen: der Wecker klingelt, das Licht ist schon eingeschaltet, der Raum hat die richtige Temperatur, die Rollläden fahren automatisch hoch – und der Kaffee ist auch schon zubereitet. So könnte der Tag in einem automatisierten Gebäude beginnen.

Ein weiteres Beispiel ist die intelligente Steuerung von Verbrauchern: sie sorgt dafür, dass der Strom dann verbraucht wird, wenn er am günstigsten ist. Sinnvoll ist eine derartige Steuerung, wenn beispielsweise die Solaranlage eine hohe Leistung bringt oder die Energieversorger zu bestimmten Tageszeiten günstige Stromtarife anbieten. Haushaltsgeräte – etwa Geschirrspüler oder Waschmaschinen – beginnen dann zu arbeiten, wenn der Strom am wenigsten kostet. Hier bewirkt die Automatisierung mehr Komfort und mehr Sicherheit sowie hohes – auch finanzielles – Einsparpotenzial.

Sensoren sowie über das Internet bereitgestellte Wettervorhersagen liefern die Informationen, die das System für den automatisierten Betrieb benötigt. Zudem kann das System auch mittels Smartphone und entsprechender App programmiert, gesteuert und überwacht werden.

In diesem Fall spricht man von einem Gebäudebussystem. Alle Teilnehmer – Sensoren und Aktoren – sind an einer zentralen Busleitung angeschlossen. Die Bussteuerung sorgt für die entsprechende Weiterverarbeitung der Daten auf dem Gebäudebus. Auf Basis dieser Informationen werden die gewünschten Aktionen ausgelöst und die Aktoren – etwa die Steuerung der Rollläden oder die wetterabhängige Regelung der Heizungsanlage – werden in Betrieb gesetzt.

Welche Rolle spielt die Anschlusstechnik?

Alle Teilnehmer im System müssen mit der Busleitung und einer Spannungsversorgung verbunden sein (Bild 1). Daher findet sich in der Gebäudeautomatisierung die ganze Bandbreite von Leiterplattenklemmen und -Steckern – von der kleinen Klemme für die Datenkommunikation bis hin zum leistungsstarken Steckverbinder für den Anschluss von Antrieben.

Grundsätzlich teilen sich die Geräte der Gebäudetechnik, die mit Leiterplattenanschlusstechnik bestückt sind, in folgende Bereiche auf:

  • Sicherheitstechnik:Brandmeldeanlagen, Brandmelder, Zutrittskontrollsysteme, Alarm- und Videoüberwachungssysteme,
  • Beleuchtung: LED-Leuchten, Vorschaltgeräte,
  • Heizung/Klima/Lüftung: Heizkesselsteuerungen, Raumthermostate, Lüftungsanlagen und Klimageräte,
  • Aufzugtechnik: Aufzugsteuerungen, Displays, Bedien-Tableaus.

Ergänzendes zum Thema
Smart Home – was ist das eigentlich?

Im Smart Home werden einzelne Gewerke im Gebäude vernetzt. Geräte der Sicherheitstechnik wie Brandmelder, Heizungstechnik oder Beleuchtung kommunizieren untereinander und tauschen Daten aus – mit dem Ziel, den Gewinn an Komfort zu steigern und Energiekosten zu senken.

Der Datenaustausch läuft entweder über ein Funknetzwerk oder über ein Bussystem mit festinstallierter Verkabelung. Gesteuert wird das System über ein Smartphone oder ein zentrales Bedienpanel. Die Befehle werden von der Steuerung direkt auf das Bussystem oder Netzwerk gesendet, um die gewünschten Schaltzustände zu erreichen.

Ein Smart Home kann sich auf den Rhythmus der Hausbewohner einstellen. Daher spricht man auch von „intelligentem Wohnen“: die Steuerung verarbeitet die eingehenden Informationen selbstständig, ohne dass eine Person aktiv werden muss. Ein Beispiel hierfür ist die Präsenz- und Zeit-gesteuerte Einstellung der Heizkörper.

In allen Anwendungen kommt Anschlusstechnik zum Einsatz – sowohl Leiterplattenklemmen als auch Steckverbinder. Der Vorteil der Leiterplattenklemmen ist der kostengünstige Leiteranschluss mit der Leiterplatte. Steckverbinder werden überall dort eingesetzt, wo die Anlagenverfügbarkeit hoch sein muss. Da die Stecker schnell gezogen werden können, um im Bedarfsfall die Leiterplatte zu tauschen, wird die Wartungsfreundlichkeit deutlich erhöht.

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