Gebäudetechnik

Smart Home – Ein Gebäude voller Anschlusstechnik

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Anschlusstechnik in Smart-Home-Anwendungen

Anschlusstechnik muss zum einen schnell anschließbar sein, denn jede zusätzliche Minute für die Verdrahtung kostet Geld. Ausgegangen wird von einem Richtwert von circa einem Euro pro Minute Installationszeit. Gegenüber dem Schraubanschluss kann mit dem Federanschluss bis zu 75% an Zeit – und somit auch Kosten – gespart werden.

Um die Installationszeit so gering wie möglich zu halten, bieten sich Klemmen in Direktstecktechnik an. Dabei wird der Leiter lediglich abisoliert und dann werkzeuglos in die Klemmstelle gesteckt. Klemmen mit Direktstecktechnik lassen sich – im Vergleich zu konventioneller Schraubtechnik – deutlich schneller anschließen. Da viele Anwender diese Anschlusstechnik wegen der Kostenspareffekte schätzen, geht der Trend in diese Richtung. Dabei wird der Leiter über eine Schenkelfeder oder Zugfeder geklemmt und gegen einen Strombalken gepresst. So fließt der Strom direkt zur Leiterplatte.

Durch automatisierte THR(Through Hole Technology)- oder SMT(Surface-mounted Device)-Lötprozesse und schnellen Federanschluss ergibt sich bei der Bestückung der Leiterplatten ein Kostenvorteil für den Hersteller sowie beim Leiteranschluss ein Zeitvorteil für den Anwender. Außerdem muss die Anschlusstechnik optisch zum Gerät passen, da sie häufig ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Geräte-Designs ist. Das gilt für die Farbe als auch für die Form der Anschlussklemmen.

Die Möglichkeiten von Pinstrip-Stiftleisten

Für ein gelungenes Design in der Anschlusstechnik steht die PTDA-Serie von Phoenix Contact, dafür sprechen ihre technischen Daten sowie ihr Aussehen. Im Sichtbereich des Gerätes passt sich diese Klemme optimal an runde Gehäuseformen an (Bild 2). Erhältlich ist die PTDA-Serie als feste Leiterplattenklemme sowie als flexibler Stecker in den Rastermaßen 3,5 und 5,0 mm.

Der Stecker wird auf sogenannte Pinstrip-Stiftleisten gesteckt. Die auf den ersten Blick einfache Stiftleisten-Form findet sich häufig in Geräten für Smart Home-Anwendungen. Pinstrip-Stiftleisten eignen sich hier besonders, weil in diesem Anwendungsbereich weder Verschmutzung noch große Vibrationen zu erwarten sind, die sonst den Einsatz umschlossener Stiftleisten erforderlich machen.

Das Unternehmen aus Blomberg bietet Pinstrip-Stiftleisten im Raster 3,5 und 5,0 mm. Die Stiftleisten sind THR-lötfähig und können auf Kundenwunsch im Gurt mit dem sogenannten „Pick’n place“-Pad bestellt werden.

Farbige Stiftleisten mit farblich passenden Steckern

Stiftleisten in diversen Farben erleichtern dem Anwender die Stecker-Stiftleisten-Zuordnung, alle Farben können im THR-Prozess verarbeitet werden (Bild 3).

Zu den farbigen Stiftleisten gibt es auch die Steckverbinder in den dazu passenden Farben – wahlweise mit schnellem Federanschluss oder mit bewährtem Schraubanschluss.

Für den Anschluss von zweischaligen Elektronikgehäusen – zum Beispiel bei Raumthermostaten – bieten sich Stecker für Pinstrips an, die mit der Gehäuseschale verrastet werden.

Ergänzendes zum Thema
Verbindungstechnik für Smart Home

Der Trend, Gebäude zu automatisieren, wird sich weiter verstärken. Zum einen beflügeln steigende Energiepreise die intelligente Gebäudetechnik. Aber auch der Zugewinn an Lebensqualität spielt eine Rolle. Dabei geht es nicht nur um Neubauten, auch zum Nachrüsten gibt es interessante Lösungen, die sich in die elektrische Hausinstallation einfügen. Für den mitwachsenden Bedarf an Leiterplattenklemmen und -Steckverbindern hält Phoenix Contact für nahezu jedes Gerät die passende Lösung bereit.

Der Stecker wird dann zuerst mit der Hausinstallation verbunden und danach wird die Leiterplatte mit der Elektronik aufgesteckt. Bis die Installation während der Bauphase abgeschlossen ist, werden die elektronischen Komponenten Staub- und Diebstahl-geschützt gelagert, bevor sie endgültig montiert werden.

Durch die Rastfüße sowie der Möglichkeit des Überkopfsteckens eignet sich die Produktfamilie PT 1,5 Clip besonders für zweischalige Elektronikgehäuse.

* Thorsten Friedrich arbeitet im Produktmarketing Leiterplattenanschlusstechnik bei Phoenix Contact in Blomberg.

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