Smartes Spital Siemens stattet Schweizer Krankenhaus mit IoT-Technologie aus

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Über 72 Minuten pro Schicht würde das Krankenhauspersonal sich mit der Suche nach Geräten beschäftigen. Das ist nur einer der vielen Gründe, warum das schweizerische Kantonsspital Baden (KSB) nun IoT-Technologie von Siemens verwenden will. Unter anderem werden über 7.000 IoT-Sensoren und 2.000 Smart-Tags implementiert. Diese Technologie soll das Patientenerlebnis verbessern und die Betriebsabläufe optimieren.

Kantonspital Baden soll mit Siemens das "intelligenteste Krankenhaus" werden.(Bild:  Siemens)
Kantonspital Baden soll mit Siemens das "intelligenteste Krankenhaus" werden.
(Bild: Siemens)

Die offene digitale Business-Plattform Siemens Xcelerator, die die digitale Transformation des Krankenhauses unterstützt, war hier zentrales Element. Die Plattform ermöglicht die Entwicklung, Einrichtung und Skalierung weiterer Anwendungsfälle und verbindet zahlreiche Datenströme aus dem neuen KSB-Gebäude mit seinen Nutzern. Die Eröffnung des neuen Gebäudes ist für Anfang 2025 geplant.

Per App durchs Spital navigieren, Rollstuhl per Smart Tag finden

Zur Verbesserung des Patientenerlebnisses wird ein Navigationssystem für eine eigens entwickelte App installiert. Diese Lösung erleichtert es Patienten, Behandlungsräume und andere Standorte auf dem weitläufigen Krankenhausgelände zu finden, was Wartezeiten verringern und die Behandlungskapazität steigern soll.

Darüber hinaus werden 2.000 Smart-Tags eingesetzt, die wichtigen Hilfsmitteln wie Krankenhausbetten und Rollstühlen zugeordnet sind. Diese Tags sind mit der Smart-Hospital-Plattform verbunden und ermöglichen Echtzeit-Ortungsdienste. Laut der Beratungsfirma Frost & Sullivan verbringt das Personal in Gesundheitseinrichtungen ohne solche Ortungsdienste durchschnittlich 72 Minuten pro Schicht mit der Suche nach Geräten. Die Echtzeit-Ortungsdienste sollen Transparenz schaffen und die Produktivität erhöhen, indem sie dem Personal helfen, Gegenstände schneller zu finden. Dies wirke sich positiv auf die Dauer und Qualität der Patientenversorgung aus.

Adrian Schmitter, CEO des Kantonsspitals Baden, betont die Bedeutung der Partnerschaft mit Siemens: „Im Rahmen unserer Technologiepartnerschaft arbeiten Siemens und das KSB gemeinsam daran, die digitale Transformation von Kliniken voranzutreiben und so bestmögliche Rahmenbedingungen für die Patientengenesung sowie ein attraktives Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden zu schaffen.“ Janina Beilner, Senior Vice President Healthcare bei Siemens Smart Infrastructure, ergänzt: „Unser Ansatz, der in enger Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt wurde, nutzt digitale Tools und Services zum Aufbau einer IoT-Plattform. Mit dieser können individuell angepasste Lösungen für konkrete Herausforderungen hinzugefügt und skaliert werden. Ein perfektes Beispiel dafür, wie unser Siemens Xcelerator-Ökosystem funktioniert.“

Zusätzlich greift das Kantonsspital Baden auf das Gebäudetechnik-Portfolio von Siemens zurück. Dazu zählt das Gebäudemanagementsystem Desigo CC, Desigo Room Automation sowie Brandschutz- und Automationslösungen. Der Einsatz von Building Information Modeling (BIM) hat laut Siemens den Planungsprozess effizient gestaltet. (mc)

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