Chip-Design Siemens plant Excellicon-Übernahme zur Optimierung von Timing-Constraints

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Siemens Digital Industries Software plant die Übernahme von Excellicon, um deren führende Software für die Entwicklung, Überprüfung und Verwaltung von Timing-Constraints in das EDA-Portfolio zu integrieren. Vor allem System-on-a-Chip-Designer sollen davon profitieren.

Siemens hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Excellicon getroffen, um das EDA-Portfolio von Siemens um die Software für die Entwicklung, Verifikation und das Management von Timing-Constraints für das IC-Design zu ergänzen.(Bild:  Siemens Digital Industries Software)
Siemens hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Excellicon getroffen, um das EDA-Portfolio von Siemens um die Software für die Entwicklung, Verifikation und das Management von Timing-Constraints für das IC-Design zu ergänzen.
(Bild: Siemens Digital Industries Software)

Timing-Constraints sind im Chip-Design kritische Vorgaben, die festlegen, wie Signale zwischen verschiedenen Komponenten eines integrierten Schaltkreises zeitlich koordiniert werden müssen. Sie definieren präzise, wie schnell Daten fließen dürfen, wann Signale ankommen müssen und wie viel Zeit für Verarbeitungsprozesse zur Verfügung steht.

Bei modernen Chips mit Milliarden von Transistoren und Taktraten im Gigahertz-Bereich können selbst minimale Abweichungen zu Fehlfunktionen führen. Die korrekte Verwaltung dieser zeitlichen Beschränkungen ist also entscheidend für die Leistungsfähigkeit, Energieeffizienz und Zuverlässigkeit des Chips. Ohne robuste Timing-Constraints-Verwaltung wäre die Entwicklung komplexer Systeme wie Prozessoren für KI-Anwendungen, Smartphones oder autonome Fahrzeuge praktisch unmöglich.

An dieser Stelle kommt das Unternehmen Excellicon ins Spiel, dessen Hauptprodukt eine EDA-Software für die Entwicklung, Verifizierung und Verwaltung von Timing-Constraints darstellt. Weil die Verwaltung der zeitlichen Beschränkungen eine entscheidende Rolle spielt, hat Siemens Digital Industries Software am 19. Mai 2025 das Interesse am Kauf von Excellicon bekundet.

Diese Akquisition soll SoC-Designern (System-on-a-Chip) helfen, die Leistung, den Energieverbrauch und die Größe von Chips zu optimieren, den Designprozess zu beschleunigen und Produktivitätslücken zu schließen. Durch die Einbindung von Excellicons Technologie wird Siemens sein Angebot insbesondere im Timing-Constraints-Management verbessern. Dies ist entscheidend, um die komplexer werdenden Anforderungen an SoC-Designs zu bewältigen. Die Integration wird die bestehenden Siemens-Produkte wie Questa, Tessent, Aprisa und PowerPro ergänzen und stärken. (sb)

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