KI in der autonomen Logistik Siemens integriert Operations Copilot in AGVs und AMRs

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Der Operations Copilot von Siemens soll künftig auch mobile Roboter und fahrerlose Transportsysteme betreiben können. Die Schnittstelle soll als Brücke zwischen Mensch, Maschine und KI-Agenten dienen und Inbetriebnahme wie Betrieb der Fahrzeuge vereinfachen.

Softwarelösung Safe Velocity ermöglicht, die Geschwindigkeit selbstfahrender Fahrzeuge fehlersicher zu überwachen.(Bild:  Siemens)
Softwarelösung Safe Velocity ermöglicht, die Geschwindigkeit selbstfahrender Fahrzeuge fehlersicher zu überwachen.
(Bild: Siemens)

Siemens erweitert seinen industriellen KI-Assistenten: Der Operations Copilot, bisher vor allem als Interface zur Bedienung und Wartung von Maschinen bekannt, soll künftig auch autonome mobile Roboter (AMRs) und fahrerlose Transportsysteme (AGVs) ansteuern. Damit erweitert Siemens die Einsatzmöglichkeiten des Operations Copilot im Produktionsumfeld. Anwender können Transportroboter über die gleiche Benutzeroberfläche konfigurieren und instruieren, mit der sie bereits andere Maschinen bedienen. Die Steuerung erfolgt zunehmend über spezialisierte KI-Agenten. Dabei handelt es sich um Softwaremodule, die bestimmte Aufgaben übernehmen und über die Schnittstelle mit dem Menschen kommunizieren.

KI-Agenten helfen bei Inbetriebnahme und Betrieb

Ein wesentlicher Anwendungsfall ist die Inbetriebnahme: Dabei müssen AGVs in bestehende IT- und OT-Netzwerke integriert und an individuelle Gegebenheiten wie Fahrwege oder Übergabestationen angepasst werden. Der Operations Copilot nutzt die Sensorik und Kameras der Roboter, um sich ein Bild der Umgebung zu verschaffen und mithilfe der Agenten auf Echtzeitdaten sowie technische Dokumentation zuzugreifen.

"Mit der Erweiterung des Operations Copilot um physische und virtuelle KI-Agenten schaffen wir eine neue Ebene der Interaktion zwischen Mensch, Robotik und KI", sagt Rainer Brehm, CEO Factory Automation bei Siemens. "So ermöglichen wir unseren Kunden, autonome Transportsysteme schneller in Betrieb zu nehmen, effizienter zu betreiben und sicherer zu gestalten – ein weiterer Schritt auf dem Weg zur autonomen Fabrik."

Erweiterung des Operations Copilot um KI-Agenten für mobile Transportroboter.(Bild:  Siemens)
Erweiterung des Operations Copilot um KI-Agenten für mobile Transportroboter.
(Bild: Siemens)

Die Agenten lassen sich sowohl auf einzelne Fahrzeuge als auch auf ganze Flotten anwenden. Sie erkennen Fehlerbilder, schlagen Optimierungen vor und erleichtern die laufende Wartung, da sie auf alle relevanten Daten der verbauten Komponenten zugreifen können.

Safe Velocity bringt Sicherheits-Know-how in die Agentenwelt

Zudem soll der Copilot künftig auch sicherheitskritische Funktionen übernehmen, indem zukünftig die neue Softwarelösung Safe Velocity integriert wird. Sie überwacht die Geschwindigkeit autonomer Transportsysteme und passt die Sicherheitszonen der Laserscanner dynamisch an. Die TÜV-zertifizierte Lösung funktioniert herstellerübergreifend und spart Platz im Fahrzeug, da zusätzliche Safety-Hardware obsolet wird. Die sicherheitsrelevante Steuerungslogik wird softwarebasiert abgebildet, wodurch der Schutz bei gleichbleibend hohem funktionalem Sicherheitsniveau gewährleistet bleibt. (mc)

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