Inertialsensor erfasst Bewegungen Sensor liefert Daten in Echtzeit bei dynamischen Bewegungen

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Der Inertialsensor BHI385 erfasst dynamische Bewegungen wie Schläge, Sprünge und Schwünge mit bis zu ±28 g. Außerdem kann er Gesten ohne Cloud-Training erlernen. Motion AI Studio und Open SDK unterstützen Entwickler dabei, individuelle Projekte umzusetzen.

Schnelle Bewegungen mit dem Inertialsensor BH385 erfassen: Er erfasst präzise und in Echtzeit Bewegungen mit Beschleunigungen von ±28 g.(Bild:  Bosch Sensortech)
Schnelle Bewegungen mit dem Inertialsensor BH385 erfassen: Er erfasst präzise und in Echtzeit Bewegungen mit Beschleunigungen von ±28 g.
(Bild: Bosch Sensortech)

Ein kraftvoller Aufschlag, ein Golfschwung oder eine schnelle Wende beim Laufen. Es sind vor allem die intensiv-dynamischen Sportarten, bei denen herkömmliche Inertialsensoren oft an ihre technischen Grenzen stoßen. Elektronikentwickler kennen das Problem: Die theoretische Messgenauigkeit endet bei realen Belastungen oftmals überraschend früh. Genau hier schafft Bosch Sensortec mit seinem Bewegungssensor BHI385 jetzt Abhilfe. Der Sensor erfasst präzise und in Echtzeit Bewegungen mit außergewöhnlich hohen Beschleunigungen von bis zu ±28 g.

KI trifft MEMS-Technologie direkt im Sensor

Der BH385 vereint ein MEMS-Gyroskop, ein Beschleunigungssensor sowie eine integrierte KI auf einem 32-Bit-Prozessor.(Bild:  Bosch Sensortech)
Der BH385 vereint ein MEMS-Gyroskop, ein Beschleunigungssensor sowie eine integrierte KI auf einem 32-Bit-Prozessor.
(Bild: Bosch Sensortech)

Technisch vereint der BHI385 ein MEMS-Gyroskop, einen leistungsstarken Beschleunigungssensor und eine integrierte KI auf einem stromsparenden 32-Bit-Prozessor. Dadurch analysiert der Sensor Bewegungsmuster direkt und ohne externe Cloud-Anbindung. Somit lässt sich in Echtzeit ein Feedback am Handgelenk, im Golfschläger oder in Virtual-Reality-Headsets geben. Besonders hervorzuheben ist die selbstlernende zyklische Gestenerkennung, die wiederkehrende Bewegungsmuster individuell erfasst und bewertet. Damit lassen sich Bewegungen im Sport oder in der Reha erfassen und bewerten.

Dank seines kompakten 20-Pin-LGA-Gehäuses mit den Maßen 2,5 mm x 3,0 mm x 0,95 mm sowie eines Stromverbrauchs von weniger als 500 µA im typischen Betrieb mit 50 Hz bei der Sensorfusion oder unter 50 µA bei einfachen Beschleunigungsalgorithmen eignet sich der Sensor für tragbare Always-on-Anwendungen. Die im Sensor integrierte KI erkennt dabei zyklische Bewegungsabläufe und spezifische Gesten zuverlässig und individualisiert. Mit diesen Eigenschaften ist er für Anwendungen in personalisierten Trainingsprogrammen oder professionellen Bewegungsanalysen geeignet.

Individuelle Modelle schnell integrieren

Elektronikentwickler profitieren gleich doppelt: Bosch stellt mit dem Motion AI Studio und einem Open SDK praxisnahe Tools zur Verfügung, mit denen individuelle Modelle schnell in eigene Anwendungen integriert werden können. So können Entwickler nicht nur Sensoren verbauen, sondern deren sportliches Potenzial sogar selbst in der Praxis testen.

„Mit dem BHI385 heben wir Wearables auf die nächste Entwicklungsstufe – mit intelligenter Bewegungsanalyse und integrierter Interpretation direkt im Sensor, ganz ohne Cloud-Anbindung“, sagt Dr. Stefan Finkbeiner, Geschäftsführer von Bosch Sensortec. (heh)

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