Autonome Systeme Sechs coole Beispiele für Roboter-Fortbewegung ohne Beine

Peter Koller

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Auch wenn humanoide Roboter nach dem Vorbild des Menschen als Maß aller Dinge erscheinen: In vielen Fällen ist es für autonome Systeme besser, sich nicht auf zwei Beinen fortzubewegen. Sechs Beispiele für alternative Fortbewegungsmöglichkeiten bei Robotern.

gelbe Bälle statt Geröll: Der Sandfishrobot bei der Erprobung im Labor(GerorgiaTech)
gelbe Bälle statt Geröll: Der Sandfishrobot bei der Erprobung im Labor
(GerorgiaTech)

1. Durch Geröll schlängeln: Sandfishrobot

Sandfishrobot nennen die Forscher des Georgia Insitute of Technology ihren für Such- und Rettungsausgaben konzipierten Roboter, der eine Echsenart namens Sandfish Lizard nachahmt.

Das Ziel der Wissenschaftler ist ein Roboter, der sich etwa durch das Geröll eines eingestürzten Hauses nach einem Erdbeben zu verschütteten Überlebenden durchwühlen kann.

Der Sandfishrobot besteht aus sieben von Servomotoren angetriebenen Segmenten.

Als ganz entscheidend hat sich dabei das Design des Kopfelements herausgestellt: "Wir haben herausgefunden, dass auch schon geringe Veränderungen der Kopfform oder des Kopf-Neigungswinkels große Auswirkungen auf die Effizienz der Fortbewegung in granularem Material haben," so Daniel Goldman, Assistant Professor an der Georgia Tech School of Physics.

2. Explosive Purzelbäume schlagen: GoQBot

De GoQBot ist aus weichem  Silikon, um sich leicht zusammenrollen zu können(Foto:  Tufts University)
De GoQBot ist aus weichem Silikon, um sich leicht zusammenrollen zu können
(Foto: Tufts University)

Ebenfalls an einem Tier, nämlich einer Raupe, orientiert sich der GoQBot der Tufts University.

Manche Raupenarten haben die Fähigkeit, sich in Sekundenschnelle zusammenzurollen und von einem Angreifer wegzukatapultieren. Dieses sogenannte Ballistic Rolling ahmen die Tufts-Forscher bei dem GoQBot nach.

Der rund 10 Zentimeter lange Robo besteht aus weichem Silikon und wird durch eine Art Spiralfedersystem angetrieben. Er erzielt Geschwindigkeiten von mehr als einem halben Meter pro Sekunde.

Damit ist er anderen Robotersystemen, die sich kriechend fortbewegen, an Geschwindigkeit weit überlegen, ohne die Fähigkeit zu verlieren, in schwer zugängliche Areale vorzudringen.

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