Unternehmensfusion Schaeffler und Vitesco: Verschmelzungsvertrag in trockenen Tüchern

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Der Verschmelzung der Unternehmen Schaeffler und Vitesco steht nicht mehr viel im Weg. Am 13. März 2024 haben beide Firmen mitgeteilt, dass die Aufsichtsräte einen Verschmelzungsvertrag abgeschlossen haben. Damit sind die Bedingungen der Fusion rechtsverbindlich festgelegt.

Der Verschmelzungsvertrag zwischen Schaeffler und Vitesco wurde von den jeweiligen Aufsichtsräten geschlossen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der Verschmelzungsvertrag zwischen Schaeffler und Vitesco wurde von den jeweiligen Aufsichtsräten geschlossen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Als die Schaeffler AG im Oktober 2023 überraschend ein freiwilliges, öffentliches Erwerbsangebot an die Vitesco AG stellte, bekundete Schaeffler damit auch die Absicht, die Position als großer Name im Automotive-Bereich zu festigen. Denn schließlich konzentrieren sich die Entwicklung und Produktion von Vitesco auf Antriebstechnologien.

Die damals vonseiten Schaefflers geäußerten Pläne umfassten die Erschaffung einer führenden Motion Technology Company mit den vier Sparten E-Mobility, Powertrain & Chassis, Vehicle Lifetime Solutions sowie Bearings & Industrial Solutions.

In der Folgezeit versuchte der Vorstand von Vitesco einen besseren Preis pro ausstehender Vitesco-Aktie herauszuschlagen, und schließlich konnte Schaeffler mit Ablauf der Annahmefrist des Erwerbsangebots fast zwölf Millionen Vitesco-Aktien einsammeln. Die Fusion beider Unternehmen machte damit einen guten Schritt voran. Und inzwischen wurden mittels eines Verschmelzungsvertrags die rechtsverbindlichen Bedingungen dafür festgelegt, wie sowohl Schaeffler als auch Vitesco am 13. März 2024 meldeten.

Zustimmung der Hauptversammlungen ausstehend

Im Rahmen des Verschmelzungsvertrags, der von den Aufsichtsräten beider Unternehmen unterzeichnet wurde, wird unter anderem das Umtauschverhältnis von Vitesco- in Schaeffler-Aktien festgelegt. Wer Aktien an Vitesco hält, wird im Verhältnis 5 zu 57 Schaeffler-Wertpapiere erhalten, wie verbindlich festgelegt wurde. Das entspricht einer Menge von 11,4 Schaeffler-Aktien pro Vitesco-Papier. Die Angemessenheit, so wird bestätigt, wurde von einem gemeinsamen Bewertungsgutachter und dem gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfer bestätigt.

Inzwischen steht nur noch die Zustimmung der Hauptversammlungen beider Unternehmen aus, die Ende April 2024 stattfinden. Bei den Veranstaltungen werden der Verschmelzungsvertrag, der gemeinsame Verschmelzungsbericht, das Bewertungsgutachten des gemeinsamen Bewertungsgutachters, der Prüfungsbericht des gerichtlich bestellten Verschmelzungsprüfers sowie die anderen nach dem Gesetz erforderlichen Unterlagen für die Aktionäre zur Verfügung gestellt. Der vollständige Abschluss der Transaktion und der Integration von Vitesco in Schaeffler wird weiterhin fürs vierte Quartal 2024 erwartet. (sb)

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