Prozesstechnologien Samsung peilt 1-Nanometer-Fertigungsprozess für 2029 an

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Großer Fertigungssprung nach vorn: Samsung hat laut lokalen Medienberichten ein Team zur Entwicklung einer 1-nm-Prozesstechnologie mit High-NA EUV-Maschinen gebildet. Die Massenproduktion soll bis 2029 anlaufen.

Derzeit geht die Samsung-Foundry-Roadmap nur bis zur geplanten Einführung des 1,4-Nanometer-Prozesses bis 2027. Nun hat der südkoreanische Halbleiterhersteller ein Entwicklungsteam gebildet, mit dem bis 2029 die Serienproduktion eines 1-Nanometer-Fertigungsprozesses gelingen soll.(Bild:  Samsung)
Derzeit geht die Samsung-Foundry-Roadmap nur bis zur geplanten Einführung des 1,4-Nanometer-Prozesses bis 2027. Nun hat der südkoreanische Halbleiterhersteller ein Entwicklungsteam gebildet, mit dem bis 2029 die Serienproduktion eines 1-Nanometer-Fertigungsprozesses gelingen soll.
(Bild: Samsung)

Samsung Foundry war zuletzt hinter TSMC bei den Fertigungsprozessen zurückgefallen, nun sollen die Pläne wieder Fahrt aufnehmen: Das Unternehmen arbeitet laut einem Bericht der Seoul Economic Daily an einem 1-Nanometer-Fertigungsprozess, der ab 2029 in die Massenproduktion gehen soll.

Dazu wurde intern ein neues Entwicklerteam aufgestellt, das die nötigen Technologien erarbeiten soll – darunter auch der Einsatz von High-NA-EUV-Belichtungsanlagen. Ob bereits entsprechende Maschinen beim Zulieferer ASML bestellt wurden, ist bislang unklar.

Der Schritt erfolgt inmitten technischer und strategischer Herausforderungen. Samsung hatte im März noch Spekulationen über die Einstellung der 1,4-nm-Entwicklung dementiert, jedoch Verzögerungen beim Projekt eingeräumt. Der Fokus liegt derzeit auf dem 2-nm-Prozess (SF2), dessen Produktionsreife bis Ende 2025 angepeilt wird. Die aktuellen Ausbeuten liegen laut Branchenschätzungen jedoch bei nur rund 30 %, was eine Volumenproduktion in diesem Jahr unwahrscheinlich macht.

Im Vergleich dazu scheint Wettbewerber TSMC bei der 2-nm-Fertigung deutlich weiter zu sein. Berichten zufolge plant TSMC, bis Jahresende 60.000 Wafer zu produzieren – bei Ausbeuten von über 60 % und Stückpreisen von bis zu 30.000 US-Dollar pro Wafer. Samsung hinkt bei der 3-nm-Technologie noch stärker hinterher. Hier wird von Ausbeuten im Bereich von 10 % gesprochen.

Vor diesem Hintergrund hat sich Samsungs Foundry-Sparte in den letzten Quartalen schwergetan. Der Marktanteil ist laut TrendForce im zweiten Quartal 2024 auf 8,2 % gefallen – gegenüber 14 % im Vorjahr. Das wirft Fragen zur künftigen Investitionsbereitschaft in führende Halbleitertechnologien auf.

Mit der Ausrichtung auf einen 1-nm-Prozess verfolgt Samsung dennoch ein klares Ziel: den technologischen Rückstand aufzuholen und im fortschrittlichen Foundry-Markt wieder eine stärkere Rolle zu spielen. Entscheidend wird sein, ob die technische Umstellung – insbesondere mit Blick auf neue Designkonzepte und High-NA-EUV-Equipment – im geplanten Zeitrahmen gelingt. Aktuell endet Samsungs offiziell veröffentlichte Technologieroadmap im Jahr 2027.(sg)

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