Personalie Rohms CEO Matsumoto wird ersetzt – wegen niedriger Profite?

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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In einer kurzen Mitteilung an die Investoren haben die Verantwortlichen von Rohm einen anstehenden Führungswechsel bestätigt. Der bisherige President und CEO des Unternehmens Isao Matsumoto wird zum 1. April 2025 von Board-Mitglied und Senior Managing Executive Officer Katsumi Azuma abgelöst.

Isao Matsumoto wurde im September 2020 zum CEO von Rohm benannt und wird zum 31. März 2025 von diesem Posten zurücktreten.(Bild:  Rohm)
Isao Matsumoto wurde im September 2020 zum CEO von Rohm benannt und wird zum 31. März 2025 von diesem Posten zurücktreten.
(Bild: Rohm)

Am 17. Januar 2025 hat Rohm mitgeteilt, dass das Board of Directors von Rohm beschlossen hat, den Geschäftsführer und President, der als repräsentativer Direktor fungiert, auszutauschen. Bis zum 31. März 2025 wird diese Position noch von Isao Matsumoto besetzt; zum 1. April 2025 wird er dann von Katsumi Azuma ersetzt.

Azuma ist Mitglied des Boards, Senior Managing Executive Officer, verantwortlich für Qualität, Produktion, „General Purpose Device“-Geschäft und Modulgeschäft sowie Präsident von Rohm Apollo Co, Ltd. Bei Rohm Apollo handelt es sich um den SiC-Halbleiterstandort in Chikugo, Japan. Azuma ist im Jahr 1989 zum Unternehmen gekommen, seit Sommer 2013 konstant ein Mitglied des Boards und wurde im Juni 2023 zum Präsident von Rohm Apollo berufen.

Wirtschaftliche Unzufriedenheit?

Gerüchteweise könnte der Wechsel am Ruder von Rohm bedeuten, dass man unzufrieden mit den generierten Profiten ist. Tatsächlich sehen die öffentlich einsehbaren Zahlen für das erste Halbjahr des Fiskaljahres 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gar nicht so schlecht aus – bis man bis zur Zeile mit dem Nettogewinn gelangt. Der lag im FY2024 1H nämlich mehr als 70 Prozent unter den anvisierten 7,5 Milliarden Yen und fast 95 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Standen im FY2023 1H runde 37,7 Milliarden Yen im Nettogewinn, waren es im FY2024 1H magere 2 Milliarden.

Insbesondere im industriellen Sektor, dem drittstärksten Markt des Unternehmens, musste Rohm Federn lassen; die Verkäufe sind nahezu um ein Drittel gesunken. Im Consumer-Bereich sieht es ähnlich aus, wenngleich die Verkäufer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 4,1 Prozent gesunken sind. Dafür, dass die Automobilindustrie knietief in einer Krise steckt, ist das Automotive-Geschäft von Rohm, das stärkste Segment, ziemlich stabil, und im Bereich Computer & Storage kam es zum Wachstum.

Allerdings hilft das nicht ganz so stark, denn der größte Umsatzmarkt ist für Rohm Japan, und ausgerechnet der ist in den Bereichen Automotive und Industrial am schwächeln – die Nachfrage ist vorwiegend bei ICs und diskreten Bausteinen gesunken. Die Zugewinne im Bereich Computer & Storage, die primär in den Amerikas zu verzeichnen waren, können die Verluste auf dem heimischen Markt nicht abfangen. Entsprechend mussten mit dem Bericht aus dem ersten Halbjahr des Fiskaljahres 2024 die Erwartungen nach unten korrigiert werden. Die Ankündigung zum Geschäftsführerwechsel lässt vermuten, dass sich die Profite mit Blick auf das gesamte Fiskaljahr 2024 nicht spürbar erholt haben. Genauere Informationen wird es um den 31. März geben, wenn das Fiskaljahr 2024 für Rohm abgeschlossen sein wird. (sb)

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