Displays in der Luftfahrt Robuste Displays für einen Hubschrauber
Vibrationen durch Rotoren, Turbulenzen und ruckartiges Aufsetzen: Monitore im Hubschrauber müssen einiges aushalten. Entscheidend ist neben Kundenwünschen auch die Langzeitverfügbarkeit.
Anbieter zum Thema

In Fluggeräten werden gerade an die Bord-elektronik ganz besondere Anforderungen gestellt. Dabei ist das Herzstück ein Multifunktionsdisplay, das Schnittstelle zwischen Pilot und Maschine ist. Kann der Pilot das Display nicht mehr ablesen, droht Gefahr. Die Anzeige muss deshalb dauerhaft zuverlässig funktionieren, auch bei ständiger Vibration oder ruckartigen Erschütterungen durch Turbulenzen oder unsanfte Landemanöver. Zugleich muss das Display ausreichend hell sein, so dass es bei direkter Sonneneinstrahlung abzulesen ist. Auf Nachtflügen darf das Display wiederum den Piloten nicht blenden. Deshalb ist neben der Helligkeit ein großer Dimmbereich notwendig. Für Nachtflüge müssen die Displays zusätzlich eine NVIS- (Night Vision Imaging System-)Funktionalität unterstützen. Spezielle Filter vor dem Display erlauben es, dass der Pilot Nachtsichtbrillen tragen kann.
Wechselvolle Geschichte des "Falken"

Er war der erste in Polen entwickelte und gebaute Helikopter. Seit 1989 wird der Hubschrauber in zahlreiche europäische und asiatische Länder exportiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Einsatzgebiete reichen von der Seenotrettung über die Brandlöschung mit einem Unterrumpftank bis hin zu verschiedenen wissenschaftlichen Aufgaben.

Worauf es bei einem Display unter rauen Bedingungen ankommt
Da die Displayvariante zudem eine hohe Helligkeit lieferte, bot sie ideale Ausgangsvoraussetzungen für die Helikopteranwendung. Damit war der passende Display-Baukasten „Rugged Line“ gefunden und i-sft entwickelte anhand des Anforderungsprofils die maßgeschneiderte Lösung für den Kunden. Als Kernkompetenz entwickelt C.O.P.S. TFT-Systeme für kundenspezifische Anforderungen: von der Luftfahrt über Schiffsbau, Industrieanlagen bis zu Digital Signage. Voraussetzung für den Erfolg in diesem spezialisierten Geschäftsfeld sind Partner, die sich nicht auf die Lieferung von Standardprodukten beschränken, sondern ebenfalls bereit sind, ihre Technologie an Projektspezifikationen anzupassen. Das Geschäftsmodell von i-sft fängt dort an, wo das Display-Standardgeschäft aufhört. Kunden und Interessenten können aus dem Display-Baukasten die Geräte jederzeit modifizieren. Die vorliegenden Spezifikationen benennen lediglich eine Variante aus dem Display-Baukasten, die offen für Änderungen ist. Was nach intensiver Absprache mit dem Kunden dann entwickelt und letztlich gefertigt wird, ist also stets eine kundenspezifische Lösung auf Basis eines offenen Display-Baukastens.
Robuste Displays für militärische und zivile Einsätze

Die Helligkeit von 1000 cd/m² bei einer Dimmbarkeit von 1:1000 wird ermöglicht durch die Hinterleuchtung mit e³-Plasmalampen, die sich aufgrund ihrer geringen Bauhöhe an die Form der Applikation anpassen lassen. Die Patente an den Niederdruck-Entladungslampen hält die Firmengruppe Wammes & Partner, zu der i-sft gehört. Sie sind weniger temperaturempfindlich als andere Leuchtmittel und erleichtern die thermische Optimierung der Applikation für einen erweiterten Einsatztemperaturbereich von -10 bis 60 °C. Das Technologiekonzept funktionierte bei Schocks von bis zu 35 g und Vibrationen von bis zu 3 g (10 bis 20.000 Hz) einwandfrei. Somit bestand die kundenspezifische Displaylösung neben dem Funktionstest in einer Flughöhe von 10.000 Fuß auch die Abnahme nach MIL-Standard. Durch die Zertifizierung der eingesetzten Komponenten kann der Hubschrauber bei den Streitkräften eingesetzt werden.
Von der Simulation des Displays bis zum Endprodukt

Trotzdem haben sich die Produkte seit 2004 verändert. Alle Kunden sollen von der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Technologiekonzepte und Display-Baukästen profitieren. Deshalb kommt ein differenziertes Lifecycle-Management zum Tragen. Das stellt sicher, dass Kunden zum frühestmöglichen Zeitpunkt über geplante De-signänderungen informiert werden und diese in ihren eigenen Produkten rechtzeitig berücksichtigen können.
* Klaus Wammes ist Geschäftsführer des Display-Spezialisten i-sft in Gundersheim.
(ID:34623440)