Projekt Ichiban Roboter spielen „Ich sehe was, was du nicht siehst“ an Bord der Internationalen Raumstation

Von basierend auf Materialien des DLR 2 min Lesedauer

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Die Roboter CIMON der DLR und Int-Ball2 des japanischen Pendants JAXA haben an Bord der ISS über eine Partie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ erstmals miteinander kommuniziert. Die Systeme sind nicht darauf ausgelegt, dies zu können: Die hohen Sicherheitsstandards der ISS erlauben normalerweise nicht, über die Grenzen verschiedener Netzwerke in den unterschiedlichen Modulen hinweg zu kommunizieren.

Die beiden Roboter CIMON der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und Int-Ball2 der japanischen Raumfahrtagentur JAXA an Bord der ISS haben im Experiment ICHIBAN erstmals miteinander kommuniziert. ICHIBAN ist japanisch und steht für das Erste, also für das erste Experiment dieser Art im All. Das Besondere: Die beiden Systeme sind nicht darauf ausgelegt, dies zu können. Daher mussten neue Standards entwickelt werden um diese Lücke zu schließen. Im Experiment wurde Int-Ball2 über CIMON gesteuert und suchte Gegenstände, die im Kibo-Modul versteckt waren. im Grunde spielten die Roboter also „Ich sehe was, was du nicht siehst“(Bild:  DLR/ESA/JAXA/NASA)
Die beiden Roboter CIMON der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und Int-Ball2 der japanischen Raumfahrtagentur JAXA an Bord der ISS haben im Experiment ICHIBAN erstmals miteinander kommuniziert. ICHIBAN ist japanisch und steht für das Erste, also für das erste Experiment dieser Art im All. Das Besondere: Die beiden Systeme sind nicht darauf ausgelegt, dies zu können. Daher mussten neue Standards entwickelt werden um diese Lücke zu schließen. Im Experiment wurde Int-Ball2 über CIMON gesteuert und suchte Gegenstände, die im Kibo-Modul versteckt waren. im Grunde spielten die Roboter also „Ich sehe was, was du nicht siehst“
(Bild: DLR/ESA/JAXA/NASA)

Roboter spielen „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – was sich zunächst kurios anhört, hat einen wichtigen Hintergrund. Die beiden Roboter CIMON der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Int-Ball2 der japanischen Raumfahrtagentur JAXA an Bord der Internationalen Raumstation ISS haben im Experiment ICHIBAN erstmals miteinander kommuniziert. ICHIBAN ist japanisch und steht für das Erste, also für das erste Experiment dieser Art im All.

Das Besondere: Die beiden Systeme sind nicht darauf ausgelegt, dies zu können. Daher mussten neue Standards entwickelt werden um diese Lücke zu schließen. Eine weitere Hürde war, dass die Roboter an unterschiedliche Netzwerke der ISS angebunden sind. Zudem wurde das Experiment von zwei Raumfahrtagenturen über mehrere Sprachen hinweg gemeinsam entwickelt.

ICHIBAN: Fangenspiel im Weltall

Während des Experiments hat der Astronaut Takuya Ōnishi im europäischen Columbus-Modul mit CIMON gesprochen. Über seine Sprachbefehle steuerte er die fliegende Kamera Int-Ball2 im japanischen Kibo-Modul. Nachdem der Astronaut sich mit der Steuerung von Int-Ball2 vertraut gemacht hatte, lokalisierte er eine Reihe von Gegenständen innerhalb des Kibo-Moduls und fotografierte sie. Die Gegenstände wurden zuvor hier versteckt. Dazu gehörten ein Zauberwürfel und Standardwerkzeuge an Bord der ISS wie Hämmer und Schraubenzieher sowie Int-Ball1, der Vorgänger des aktuellen Int-Ball2. Hierzu wurde das Kamerabild von Int-Ball2, das normalerweise nur auf der Erde im japanischen Kontrollzentrum zu sehen ist, auf das Display von CIMON gestreamt.

Was zunächst einfach klingt, ist eine Premiere im All. Hierzu mussten nicht nur zwei Systeme miteinander interagieren, die niemals dafür designt wurden, sondern auch die hohen Sicherheitsstandards der ISS erfüllen. Sie erlauben normalerweise nicht, über die Grenzen der verschiedenen Netzwerke in den unterschiedlichen Modulen der ISS hinweg zu kommunizieren.

„Die ICHIBAN-Demonstration auf der ISS in Kooperation mit unseren Kolleginnen und Kollegen bei der JAXA stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Weltraumrobotik dar. Die erstmalige Kommunikation zwischen den unabhängig entwickelten Systemen CIMON und Int-Ball2 weist den Weg für die Vernetzung von künstlicher Intelligenz und Robotik in der Exploration. Diese Leistung wird die Unterstützung für Astronautinnen und Astronauten maßgeblich verbessern“, sagt Dr. Christian Rogon, ICHIBAN-Projekteiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.

Bessere Experimente im All

Beide Systeme könnten in Zukunft zusammenarbeiten, um Experimente zu unterstützen und sie fotografisch zu dokumentieren. Zudem könnten sie das Innere der ISS mit einer Kamera auf Defekte untersuchen. Außerdem könnten sie frei schwebende Objekte aufspüren, die eine Gefahr für die Besatzung und die Experimente an Bord darstellen könnten.(sg)

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