Thomsons kollaborative Reichweitenverlängerung für Cobots, MovoTrak CTU, auch als „7. Achse“ bezeichnet, erweitert den horizontalen Aktionsradius auf bis zu zehn Meter und bietet intelligente Kollisionserkennung.
Roboterverlängerung: Die Movotrak CTU von Thomson lässt sich nahtlos mit Robotern unterschiedlicher Größen und Marken kombinieren.
(Bild: Thomson)
Thomson Industries, Hersteller mechanischer Antriebslösungen, bietet, so das Unternehmen, erstmals eine echte kollaborative Reichweitenverlängerung mit Kollisionserkennung für Cobots an. Die neue MovoTrak CTU (Cobot Transfer Unit), auch als „7. Achse“ bezeichnet, verfügt über eine konfigurierbare Kollisionserkennung, die entscheidende Vorteile sowohl bei der Programmierung als auch bei der Steuerung des Roboters bietet. Parallel dazu wurde eine Robot Transfer Unit (RTU) für Industrieanwendungen auf den Markt gebracht, die flexibel mit dem gewünschten Motor und Frequenzumrichter kombiniert werden kann.
Neben einem erweiterten horizontalen Aktionsradius von bis zu 10 m zeichnet sich die MovoTrak CTU durch eine intelligente Kollisionserkennung aus, die den Roboter sofort stoppt, wenn er auf ein Hindernis stößt: für eine echte Kollaboration und maximierte Produktivität.
„Mit dieser Erweiterung der kollaborativen Funktionalität entlang der 7. Achse können Produktionsunternehmen sogenannte Cobots einsetzen, um eine engere und flexiblere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu ermöglichen. Die Nutzung desselben Roboters für mehrere Arbeitsstationen steigert zudem die Produktivität und maximiert nicht zuletzt die Investitionsrendite des Roboters. Wir sind daher überaus stolz, diesen echten Game Changer in die Welt der kollaborativen Robotik einbringen zu können“, erklärt Hans Dahlen, Product Line Manager für Linearsysteme bei Thomson.
Kollaborative Robotik neu definiert
Die auch als Reichweitenverlängerung bezeichnete Thomson MovoTrak CTU verfügt über einen Kollmorgen-Servomotor sowie Führungsschienen mit Lineareinheiten, um eine Cobot-Baugruppe zwischen mehreren Bearbeitungsstation zu bewegen. Allerdings enthält die MovoTrak CTU im Unterschied zu allen anderen 7. Achsen eine Kollisionserkennung ähnlich der eines Cobot-Gelenks. Während des Setups müssen die Anwender lediglich die Empfindlichkeit der Kollisionserkennung auf einem Bedientablet einstellen – der Motor-Frequenzumrichter übernimmt anschließend zusammen mit der digitalen E/A die Kollisionsüberwachung und das Stoppen des Cobots.
Darüber hinaus überwacht das Kollisionserkennungssystem kontinuierlich die Stromaufnahme, um Positionsfehler im Motor sofort zu erkennen und auf diese Weise einen wirksamen Kollisionsschutz entlang der gesamten 7. Achse zu bieten. Außerdem fährt das System nach dem Stopp einige Millimeter zurück, um ein Einklemmen zu verhindern.
Die Movotrak CTU lässt sich nahtlos mit Robotern unterschiedlicher Größen und Marken kombinieren, beispielsweise Universal Robots (UR). Bei dieser Marke lässt sich die gesamte Programmierung direkt über eine URCap-Schnittstelle auf dem zugehörigen UR-Einlerngerät vornehmen. Und da sämtliche Kollisionsüberwachung und Sicherheitslogik im Thomson-Frequenzrichter abläuft, bleibt die Bandbreite für die UR-Steuerung annähernd unangetastet.
Einfaches Anlernen
Ähnlich dem Freedrive von Cobot-Gelenken ermöglicht die Freilauf-Funktionalität der MovoTrak CTU das manuelle Setzen von linearen Wegpunkten während der Programmierung. Die Anwender schieben den Roboter manuell entlang der 7. Achse an die gewünschten Punkte in einer Sequenz, die sie dann einfach per Knopfdruck speichern. Ein Praxisbeispiel für diese Funktion ist die Aufgabe eines Flugzeugqualitätsprüfers, der wiederholt Bilder desselben Bereichs benötigt. Ein weiteres wäre ein Schweißer, der an mehreren Stellen vordefinierte Schweißvorgänge durchführen möchte.
Robust, äußerst flexibel und für die größten Cobots geeignet
Die MovoTrak CTU basiert auf zwei Lineareinheiten, die für eine außergewöhnliche Momentbelastbarkeit und Steifigkeit des Systems sorgen. Dieses Konzept soll selbst bei vollständig ausgefahrenem Roboterarm durchgehend höchste Leistung bieten und so neue Maßstäbe der Zuverlässigkeit setzen. Hinzu kommt eine unübertroffene Flexibilität: Da die 7. Achse horizontal, überkopf oder in einer Wandkonfiguration integriert werden kann, bietet sie eine hochflexible Lösung für verschiedenste Anwendungsszenarios. Zudem ist die MovoTrak CTU dank ihrer technischen Ausstattung selbst mit den größten Cobots wie dem UR20 und UR30 kompatibel, was den besonderen Anforderungen der Kunden entspricht.
Stand: 08.12.2025
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Eine Alternative zur schnellen Integration von Industrierobotern
Für Anwender, die einen Servo-/Hilfsachsenmotor mit Frequenzrichter bevorzugen, bringt Thomson außerdem eine neue Industrie-RTU auf den Markt. Mit ihr lassen sich Robotersysteme schnell mit einer 7. Achse ausstatten. Im Lieferumfang enthaltenen ist ein Thomson RediMount-Motoradapterkit, sodass die Anwender ihren Motor in weniger als einer Minute anbauen und ihre eigene Robotersteuerung verwenden können, um die Vorteile der RTU zu nutzen. Die Industrie-RTU ist ebenfalls mit zahlreichen Robotermarken und -größen kompatibel. Sie nutzt dasselbe Design mit zwei Lineareinheiten und Schlitten inklusive aufgeschraubter Montageplatte wie die Movotrak CTU. Somit bietet sie dieselbe optimale Präzision für unterschiedlichste Anwendungen.
Die ab sofort erhältliche Movotrak CTU von Thomson wird als Komplettsatz einschließlich Lineareinheiten, Getriebe, Motor, Frequenzrichtern, Steuereinheit, Software, Endlagenschaltern und Kabelmanagement geliefert. Die ebenfalls erhältliche Industrie-RTU von Thomson umfasst zwei Lineareinheiten, ein Getriebe, einen Motoranbau-Adaptersatz, eine Montageplatte sowie Endlagenschalter und Kabelmanagement. (mk)