Reichle & De-Massari RJ45-Stecker für Cat.-6A-Kupferverkabelung für Hochleistungs-Datennetze
Reichle & De-Massari hat auf der Ineltec im September ein RJ45-Anschlussmodul vorgestellt, das den Standard Cat.-6A nach ISO/IEC erfüllt. Cat-6A-Komponenten garantieren wesentlich höhere Bandbreiten und Übertragungsqualität als Komponenten gemäß 6A.
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Ein Kundenevent in Fürth bildete den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen, die die Vorzüge von Cat.6A-Komponenten darlegen sollen, die ab Anfang 2010 zu beziehen sind. „Wir wollen die Nummer 1 für Layer 1 bei Verkablungssystemen werden und eine unlimitierte Kommunikation möglich machen“, erklärt Martin Reichle, Geschäftsführer bei R&M, die Vision des Unternehmens am 5. November 2009 auf dem ersten Kundenevent zu Cat.-6Ain Fürth. Derzeit sei der Flaschenhals bei Kommunikationsnetzwerken immer noch die Verkabelung samt Steckverbindern. Das löse sich jetzt mit dem neuen ISO/IEC-Standard 11801.
„Wir sind die ersten, die mit einem Cat-6A RJ45-Steckverbinder auf den Markt kommen. Viele sagen, sie hätten dies bereits im Portfolio, aber hinsichtlich der elektrischen Werte wie NEXT und Return Loss müssen sie dies erst noch beweisen“, erklärt Reichle. Derzeitiger Fokus mit der neuen Entwicklung sei die Verkabelung von Gebäuden und Rechenzentren. Man könne sich aber durchaus vorstellen, auch in Marktnischen wie Energie und Umwelt – hier zum Beispiel die Vernetzung von Windgeneratoren – vorzudringen. Gabriel Bogdan, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung, schließt auch zukünftige verstärkte Aktivitäten im Industriebereich, wo Cat.-6Awahrscheinlich erst in 2 bis 3 Jahren gefordert wird, nicht aus.
Der Verkauf des RJ45-Moduls soll Anfang 2010 beginnen. Bis Dezember will Reichle bewusst keine Preisangaben machen, die Preise dürften sich jedoch knapp auf das Doppelte bisheriger Komponenten belaufen.
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Leistungs- und Sicherheitsreserven durch Cat.-6A
Die strukturierte Verkabelung für Rechenzentren, Gebäude und Unternehmensstandorte gewinnt durch Cat.6A-Komponenten Leistungsfähigkeit und Sicherheitsreserven für die Signalübertragung sowie großzügigen Spielraum für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich bis zu einer Bandbreite von 500 MHz bzw. 10 Gigabit Ethernet (10 GBit/s) Geschwindigkeit.

Das RJ45-Modul, an dem 1,5 Jahre entwickelt wurde, soll Anfang 2010 auf den Markt kommen und bietet volle Cat.-6A-Komponentenleistungsfähigkeit bei Abmessungen von 15,5 mm × 15,5 mm und 48 Ports auf einer HE. „Das ist wahrscheinlich das Engste, was Sie machen können“, erklärt Projektleiter Mathias Gerber.
Das Bauteil besteht aus vier Teilen: der Buchse, Kabelführung, Kabelbinder und Schirmung, die ein einfaches Handling gewährleisten. Eine präzise Aufschalttechnik sorgt für gleichbleibende Impedanzverhältnisse, eine gut sichtbare Farbkodierung für Verwechslungssicherheit. Das Modul ist mittels Adapter rückwärtskompatibel zu bestehenden Lösungen. Die Pyramidenform am Buchsenteil erzwingt eine Paartrennung (paargeschirmter Aufschaltbereich). NEXT- und Reflexionswerte entsprechen den in der Norm geforderten Anforderungen.
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