Stromversorgung

RECOM hat sich gut aufgestellt im Wachstumsmarkt Spannungswandler

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Wie lässt sich angesichts sinkender Preise und unzähliger Wettbewerber mit Wandlern noch Geld verdienen?

Dies ist in der Tat eine stetige Herausforderung. Denn für Pin-Belegung und Bauform haben sich Industriestandards etabliert, sodass sich Wandler unterschiedlicher Hersteller von außen oft gleichen wie ein Ei dem anderen. Wir können mit dieser Situation gut leben, weil wir durch die Produktion sehr großer Stückzahlen einen Wettbewerbsvorteil haben. Und Wettbewerb belebt bekanntlich das Geschäft. Für manche Kunden wurde der Einsatz fertiger Module erst interessant, als es Alternativen gab. Gut gemachte Kopien sind kein Problem. Der Markt ist groß genug für viele Spieler und der Kunde weiß, woher die Ware kommt. Problematisch wird es erst, wenn Fälschungen in den Markt geschleust werden. Also Wandler mit unserem Logo und den offiziellen Prüfzeichen.

Was können Sie gegen Produktpiraten unternehmen?

Das Problem ist, dass wir zunächst ja gar nicht merken, wenn gefälschte Produkte auf den Markt kommen. Und wenn wir es merken, ist es im Prinzip schon zu spät, weil wir zwar in manchen Fällen herausfinden, wer die Teile produziert und geliefert hat – aber nicht an wen. Und selbst wenn wir dann in China viele Monate später mal einen juristischen Erfolg verbuchen, macht neben der geschlossenen „Garage“ eine neue auf. Merken können es eigentlich nur die Kunden selbst! Zum Beispiel, wenn RECOM-Wandler aus einer neuen Lieferquelle plötzlich schneller und billiger verfügbar sind als über die etablierten Distributionswege. Dann lohnt sich zumindest ein exakter, optischer Vergleich mit dem Original. Unsere Produkte haben in der Regel eine Lasergravur, während Fälschungen bedruckt sind.

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Auch sitzen Logo und Typenbezeichnung meist nicht exakt an derselben Stelle. Aber auf den ersten Blick fällt das nicht auf. Deshalb bieten wir Kunden an, Muster aus einer verdächtigen Charge kostenlos zu überprüfen. Spätestens der Blick durchs Röntgenmikroskop zeigt woran man ist. Da haben wir schon tolle Sachen erlebt. Zum Beispiel Wandler mit relativ hoher Isolationsspannung, bei denen die Sekundärwicklung direkt auf der Primärwicklung lag. Das kann böse ins Auge gehen, denn von solch einem Wandler hängt zum Beispiel die Zuverlässigkeit einer Werkzeugmaschine ab.

In den letzten Jahren ist RECOM auch mit Mini-Netzteilen aktiv geworden. Wie sehen die Zukunftspläne aus?

AC/DC-Wandler sind schon sehr lange in unserem Programm, haben aber durch die ECO-Design-Richtlinie insbesondere im Standby-Bereich einen wichtigen Impuls bekommen. Deshalb haben wir unser Programm an hocheffizienten Mini-Netzteilen stark ausgebaut. Und weil der Appetit bekanntlich beim Essen kommt, machen wir da weiter und bringen schon zur electronica weitere AC/DC Netzteile für neue Marktnischen. Beispielsweise eine Familie von DIN Rail-Netzteilen, die wir ganz gezielt auf maximale Lebenserwartung getrimmt und mit 7 Jahren Garantie ausgestattet haben. „Fit and Forget“ ist da die Devise. Oder eine Familie medizinischer Netzteile, die besonders gut isoliert und trotzdem noch vergleichsweise preisgünstig sind.

Auch werden wir in Kürze für preissensitive Applikationen eine Serie von hochwertigen Open-Frame-Netzteilen auf den Markt bringen. Wir werden also im AC/DC-Bereich zukünftig sehr viel aktiver werden – ein Nebeneffekt unserer Lighting-Aktivitäten. Und dabei beschränken wir uns nicht mehr auf die untere Leistungsklasse bis 60 Watt.

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