OTA-Test Realistische Satellitenverbindungen im Labor emulieren

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Im Rahmen einer Kooperation soll die HF-Messtechik von Anritsu dazu verwendet werden, im Labor realistische Satellitenverbindungen nach 3GPP-Standards zu emulieren. Interessant ist das für Satelliten im Low Earth Orbit.

Der MT8821C von Anritsu unterstützt ein breites Frequenzspektrum und ermöglicht stabile und hochperformante HF-Tests für LTE-, LTE-Advanced-, Cat-M1- und NB-IoT-Terminals.(Bild:  Anritsu)
Der MT8821C von Anritsu unterstützt ein breites Frequenzspektrum und ermöglicht stabile und hochperformante HF-Tests für LTE-, LTE-Advanced-, Cat-M1- und NB-IoT-Terminals.
(Bild: Anritsu)

Die Microwave Vision Group (MVG) und Anritsu präsentieren eine Testlösung für die Over-the-Air-(OTA-)Validierung von Non-Terrestrial-Network-(NTN-)Kommunikationen für Mobil- und IoT-Geräte. Um in einem Laborumfeld realistische Satellitenverbindungen gemäß den Anforderungen von 3GPP zu emulieren, hat MVG seine Multi-Probe-OTA-Systeme mit den Funktionen des Anritsu Radio Communication Analyzer MT8821C ausgestattet.

Da NTN-Einsätze durch LEO-Satellitenkonstellationen, also Satelliten auf einer niedrigen Umlaufbahn, an Dynamik gewinnen, müssen mobile und IoT-Geräte unter Bedingungen, die sich stark von terrestrischen Operationen unterscheiden, robuste Leistungen zeigen. Dazu gehören Doppler-Effekte durch Satellitenbewegungen, größere Signalverzögerungen durch lange Distanzen, komplexe Netzselektionsmechanismen zwischen Satelliten- und Bodennetzwerken sowie Roaming über verschiedene Regulierungsgrenzen hinweg. Die Fähigkeit, diese Parameter präzise im Labor zu simulieren, ist entscheidend, um die Einsatzbereitschaft der Geräte sicherzustellen und Feldversuche zu minimieren.

Wichtige Metriken bei Satelliten-Testbedinungen

MVG hat seine OTA-Systeme sowie die SG-Systeme und StarLab so konfiguriert, dass der MT8821C von Anritsu das zentrale Signalgenerierungs- und Analysemodul darstellt. Der MT8821C bietet dazu HF- und Protokollfähigkeiten in MVGs gesteuerte OTA-Messumgebungen. Dadurch können Hersteller entscheidende Metriken wie die Total Radiated Power (TRP), die Total Isotropic Sensitivity (TIS) und die Empfängerempfindlichkeit unter satellitenähnlichen Testbedingungen evaluieren.

Sebastien Gaymay, OTA-Produktmanager bei MVG: „Durch die Anpassung unserer Testkammern für den Betrieb mit dem MT8821C bieten wir F&E-Teams die Möglichkeit, Schlüsselkomponenten der NTN-Kommunikation direkt im Labor zu emulieren.“ Dadurch wird die Fehlersuche vorverlegt und die Entwicklungszyklen für satellitenfähige Mobil- und IoT-Geräte beschleunigt.

Realistische NTN-Bedingungen

Der MT8821C unterstützt ein breites Frequenzspektrum und ermöglicht stabile und hochperformante HF-Tests für LTE-, LTE-Advanced-, Cat-M1- und NB-IoT-Terminals. Innerhalb des MVG-Systems erlaubt die WaveStudio-Software synchronisierte Messungen, sodass Testingenieure die Geräteleistung unter realistischen NTN-Bedingungen gemäß 3GPP TS 36.521-4 simulieren und bewerten können.

Dier Test eignet sich besonders für OEMs und Integratoren, die an globalem Asset-Tracking, Remote-Monitoring und industriellen IoT-Anwendungen arbeiten, bei denen NTN-Netzwerke zur Erweiterung der Abdeckung von entscheidender Bedeutung sind. Zudem erleichtert sie das Testen gegen Netzspezifikationen von Anbietern wie Skylo und hilft Herstellern so, die Leistung und Einsatzbereitschaft für kommerzielle NTN-Dienste zu überprüfen. (heh)

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