Flexibler und modularer Vektorsignalgenerator R&S SMW200A bietet alle Mobilfunk-Standards von GSM über LTE-A bis TETRA
Im April hat Rohde & Schwarz seinen Vektorsignalgenerator R&S SMW200A vorgestellt. Wir haben mit Roland Steffen, Leiter des Geschäftsbereichs Messtechnik und Mitglied der Geschäftsleitung bei Rohde & Schwarz, über das Gerät gesprochen.
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Welche Zielgruppe spricht Rohde & Schwarz mit dem Vektorsignalgenerator an?
Bei dem Vektorsignalgenerator handelt es sich um ein Produkt für die Mobilfunkindustrie. Dazu zählen beispielsweise die Hersteller von Basisstationen, Endgeräten, Komponenten oder Chipsets. Mit dem R&S SMW200A bekommen Entwickler ein Gerät an die Hand, dass ihnen hilft ihr Produkt in Übereinstimmung mit den jeweiligen Mobilfunkstandard zu realisieren. Weiterhin gehören Anwender in der Zertifizierung zu den Nutzern, die Produkte auf Übereinstimmung mit den Standards prüfen. Der Hauptmarkt für den R&S SMW200A liegt sicherlich nicht im Einsatz in der Produktion.
Der Signalgenerator ist in enger Zusammenarbeit mit unseren Schlüsselkunden entstanden, die wir regelmäßig nach ihren Wünschen und Anforderungen befragen. Ausgehend von den Funktionen eines bestehenden Gerätes werden neue Produkteigenschaften definiert und dann in neuer Hard- und Software implementiert.
Allgemein gilt bei der Umsetzung von Funktionen: Was schreibt der Standard vor? Was will der Netzbetreiber in seinem Mobilfunkprodukt? Und was benötigt schließlich mein Kunde, der Hersteller und Entwickler eines Mobilfunkproduktes? Aus diesen drei Fragen lässt sich das Grundgerüst des Gerätes definieren.
Nicht alles was im Standard definiert wurde wird allerdings in der Praxis auch benötigt. Der Standard ändert sich zudem ständig oder wird erweitert, sodass das Gerät schnell durch Softwareerweiterung an die Marktbedürfnisse anpassbar sein muss.
Der R&S SMW200A ist flexibel und modular aufgebaut. Was bedeutet das für den Kunden?
Es bedeutet, dass der Kunde nur das bezahlt, was er wirklich benötigt. Muss ein Kunde nur GSM testen, dann kauft er nur eine GSM-Option und erhält die entsprechenden Softwarelizenzen. Das gleiche gilt für die anderen Standards wie LTE, TETRA oder WLAN. Viele der Funktionen unserer Produkte werden über Software gesteuert, die beispielsweise auf einem FPGA gespeichert ist.
Dank des modularen Aufbaus kann der Kunde sein Gerät nach seinen Bedürfnissen anpassen. Reicht die Leistung eines FPGA nicht aus, dann lässt sich das Modul austauschen. Dabei gehen wir davon aus, dass unsere Geräte im Entwicklungseinsatz über eine durchschnittliche Lebenszeit von sieben bis zehn Jahren verfügen.
Oft ist das ohne Hardwareupgrade möglich, manchmal muss je nach Anwendungsfall ein Modul ersetzt oder hinzugefügt werden. Natürlich entwickelt sich die Technologie ständig weiter, sodass irgendwann ein weiteres Upgrade zwar technisch noch möglich wäre, wirtschaftlich aber auch für den Kunden keinen Sinn mehr macht.
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