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Was unterscheidet das HF-System von National Instruments von dem von Rohde & Schwarz?
Beide Systeme erreichen ihre Funktionalität über die Software. Allerdings zielen die HF-Lösungen von NI nach unserem Verständnis eher auf die Produktion ab und nicht auf die Entwicklung. Wir liefern mit dem R&S SMW 200A ein modulares, aber schlüsselfertiges Messgerät, das sich mit einem proprietären System besser als mit einem offenen System realisieren lässt. Unsere Kunden aus der Entwicklung erwarten für ihre Anwendungen ein stabiles, sofort einsetzbares System, das ihre Anforderungen erfüllt.
Suchen Kunden allerdings nach einer Lösung für einfache Messaufgaben, die sich mit einem Standardgerät allein nicht erfüllen lässt ,bei der also noch etwas dazu gebaut werden muss, ist eine modulare Lösung gegebenenfalls auf Basis von selbst programmierten FPGAs unter Umständen besser geeignet. Nach unseren Recherchen bevorzugen die Anwender in der Regel jedoch Lösungen mit Modulen eines Herstellers. Dann ist die Zuständigkeit bei Support und im Garantiefall eindeutiger zu klären. Es geht also weniger darum, aus einer möglichst großen Anzahl von Lieferanten wählen zu können, sondern für den Fall, dass ein Standardgerät die Messaufgabe allein nicht lösen kann, sich mit wenig Aufwand eine Lösung selbst zu erstellen.
Auch nicht zu unterschätzen ist die Kalibrierung. Bei einem klassischen Messgerät geht man dazu einfach zum Hersteller. Bei einem modularen System mit vielen einzelnen Komponenten ist das nicht ganz so einfach. Darüber hinaus sehen wir in einem modularen PXI- oder VXI-System noch weitere Nachteile. Hier sei die maximal zulässige Wärmeentwicklung genannt, die bei modularen, standardisierten Lösungen vorgegeben ist. Solche Lösungen schränken uns da stark in der entwicklerischen Freiheit ein, worunter die Performance der Geräte leidet oder was negative Auswirkungen auf den Preis hat. Für hochkomplexe Lösungen sind daher unsere Lösungen besser geeignet, da wir uns selbst keine Steine in den Weg legen, und Hardware sowie Software bis zum Letzten ausreizen können.
Wenn man alles zusammenrechnet, den höheren Aufwand an Mechanik für ein modulares System, benötigte Reserven an Rechen- und Netzteilleistung, Entwicklungsaufwand für den eigenen FPGA-Code, die Integration der Modulkomponenten, sowie die Wartung über die Lebensdauer haben, dann halten wir klassische Messgeräte für wesentlich kosteneffizienter.
Wir setzen deshalb auf Standardmessgeräte, die sich auf die Hauptanwendungen konzentrieren, sich durch eine gewisse Modularität von uns an Kundenbedürfnisse anpassen lassen und so den größten Teil des HF-Messtechnikmarktes abdecken. Lösungen, bei denen der Kunde seine Messalgorithmen selbst schreiben muss, passen nicht zu unserem Businessmodel und dem Selbstverständnis als Messtechnikhersteller.
Nennen sie 3 wesentliche Vorteile des R&S SMW200A
Der R&S SMW200A ist ein kompaktes System, das sowohl Fading als auch MIMO beherrscht. Das ist in diesem Formfaktor einzigartig. Wir bieten also Komplexität und Funktion in kleinem Volumen. Bei der Verfügbarkeit von Standards in unserem Gerät sind wir ebenfalls führend, und das bereits mit Produktlaunch. So bieten wir die volle Breite der Mobilfunkstandards in einem Gerät von GSM über LTE und LTE Advanced bis zum Behördenstandard TETRA. Das ist nicht überall so.
Viele Kunden sind begeistert von dem konstanten Pegel über die gebotene Modulationsbandbreite. Verzerrungen werden durch diese Flatness vermieden. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus die besonders einfache, intuitive Bedienung des Gerätes.
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