Qualitätsprozesse Qualitätsmanagement in der Elektronikfertigung – zeitgemäß organisiert
Gewachsene IT-Landschaften ziehen mitunter einen hohen Aufwand für die Qualitätssicherungs-Prozesse nach sich. Der Elektronikfertiger Ihlemann entschloss sich daher, ein CAQ-System einzuführen.
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Bei Kunden-Audits konnte der Braunschweiger EMS-Anbieter Ihlemann stets auf gute Qualitätskennzahlen verweisen. Aber der Aufwand für das Qualitätsmanagement beispielsweise bei Reklamationen oder für die Dokumentation war sehr hoch.
Eine heterogene IT-Systemlandschaft ohne einheitliche Unterstützung der QS-Prozesse führte zu einem hohem manuellen Aufwand. Immer kürzere Produktzyklen, häufigere Änderungen und kleinere Lose erhöhten die Anforderungen nochmals. Ein neues CAQ-System (CAQ: Computer-aided Quality Assurance) sollte Abhilfe bringen.
Viel Technik-Know-how in der Elektronikfertigung und langjährige Prozess-Erfahrungen im Qualitätsmanagement sorgten beim Elektronikfertiger Ihlemann mit einer Reklamationsquote von 0,8 Prozent für gute Qualitätskennzahlen. Statusberichte wie die Erstellung eines außerplanmäßigen 8D-Reports zum Reklamationsmanagement eines Kunden lösten allerdings höchste Betriebsamkeit aus.
Die Daten zu den acht obligatorischen Prozessschritten bei der Bearbeitung einer Reklamation mussten aus zahlreichen Excel-, Word- und PDF-Dateien der einzelnen Bereiche extrahiert werden. Auch Prüfungsvorbereitungen sorgten regelmäßig für nennenswerten Mehraufwand. War einer der Know-how-Träger nicht verfügbar, dann waren zeitaufwendige Recherchen programmiert.
Redundante Datenhaltung und fehlende Verknüpfungen mit dem ERP-System erhöhten zudem das Risiko veralteter und fehlerhafter Daten. „Die QM-Prozesse waren zu ineffektiv, intransparent und unflexibel. Deshalb haben wir uns für die Neuorganisation auf der Basis eines zentralen und zeitgemäßen CAQ-Systems entschieden“, berichtet Andreas Monke, Leiter Qualitätsmanagement bei Ihlemann.
Anforderungen an Qualitäts-management-Software
CAQ-Systeme (Computer-aided Quality Assurance) für die rechnerunterstützte Qualitätssicherung gibt es sehr viele. Für Ihlemann war bei der Auswahl eines Anbieters wichtig, dass dieser über Verständnis und Erfahrungen im Elektronikbereich verfügte.
Die Besonderheiten komplexer elektronischer Baugruppen, Lean-Prozesse sowie spezielle Serviceanforderungen wie die Verarbeitung spezifischer Fehlercodes sollten sich im CAQ-System widerspiegeln. Darüber hinaus waren fünf Anforderungen an ein CAQ-System maßgeblich:
- Die Software soll die Prozesse schneller und sicherer machen und in allen Unternehmensbereichen eingesetzt werden.
- Die gesamte Wertschöpfungskette soll erfasst werden – bei Vermeidung von Reibungsverlusten und Doppelarbeiten.
- Das System soll modular aufgebaut sein und zunächst mit den wichtigsten Bereichen starten. Weitere Module sollen später integrierbar sein.
- Alle Module sollen auf die gleiche Datenbasis zugreifen. Außerdem ist eine Verknüpfung mit dem ERP-System erforderlich.
- Der Anbieter soll durch seine Größe, Unternehmensausrichtung und Kundenbasis zukunftssicher aufgestellt sein.
Ihlemann entschied sich für die Lösung von IBS, einem seit 30 Jahren am Markt etablierten Anbieter mit Standorten und Referenzen in Europa, Amerika und Asien. Auch das geforderte Wissen und Erfahrungen in der Elektronikbranche waren vorhanden, so dass nicht nur die etablierten Prozesse 1:1 übernommen werden konnten, sondern auch Best-Practice-Lösungen umgesetzt wurden.
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