Embedded SoC Qualcomm bringt Smartphone-SoC-Reihe Snapdragon in den Embedded-Markt

Sebastian Gerstl

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Qualcomm, vorrangig für seine SoC-(System-on-Chip)-Prozessoren im Smartphone-Markt bekannt, führt seine bewährte Snapdragon-Reihe nun auch im Embedded-Spektrum ein. Den Anfang machen die für Low- und mid-end-Anwendungen bestimmten Modelle 410E und 600E; ein High-End-Ableger der 800er-Familie ist ebenfalls in Planung.

Mit den Bausteinen Snapdragon 410E und 600E möchte SoC-Spezialist Qualcomm seine bewährte Smartphone-Prozessorenreihe auch im Embedded-Markt etablieren.(Bild:  Qualcomm)
Mit den Bausteinen Snapdragon 410E und 600E möchte SoC-Spezialist Qualcomm seine bewährte Smartphone-Prozessorenreihe auch im Embedded-Markt etablieren.
(Bild: Qualcomm)

Qualcomm ist bestrebt, seine mobile Expertise mit den Snapdragon-Prozessoren nun auf dem Embedded-Markt einzusetzen. Die Modelle Snapdragon 410E und 600E sind speziell auf Embedded-Anwendungen wie digitale Verifizierung, Set-Top-Boxen, Medizintechnik, Point-of-Sale-Systeme, Industriautomatisierung und IoT-Applikationen abgestimmte Variationen ihrer im Smartphone-Markt seit Jahren weit verbreiteten Gegenstücke.

Anders als im Smartphonemarkt setzt Qualcomm dabei auch auf eine Partnerschaft mit Dritten. So werden die Embedded-Modelle 410E und 600E auch über Distributoren wie beispielsweise Arrow vertrieben. Zudem verspricht Qualcomm bei den SoCs eine Langzeit-Verfügbarkeit von wenigstens 10 Jahren, was für das Unternehmen eine Premiere darstellt.

Kernstück des Snapdragon 600E ist eine 1,5 GHz Quad-Core Krait-300-CPU von Qualcomm, die auf einer ARMv7-A-Architektur basiert. Der SoC integriert zusätzlich die hauseigene Adreno 320 GPU sowie die Hexagon-DSP für komplexe Audio- und Videoverarbeitung. Ebenfalls enthalten ist schnurlose Kommunikation wie Bluetooth 4.0/LE (Low Energy) & 3.x, 802.11 a/b/g/n/ac sowie GPS. Der Snapdragon 600E kann zudem um Schnittstellen wie SATA, SD3.0, DDR-Speicher, eMMC-Speicher, HDMI. LVDS, HSIC und PCIe erweitert werden.

Der mehr auf das lower end abzielende Snapdragon 410E besitzt einen auf 1,2 GHz getakteten Quadcore-Prozessor, ebenfalls aus der Krait-Familie. Der etwas schwächere Prozessor sowie eine energieeffizientere Adreno 306 GPU richten sich an Anwendungen mit niedrigeren Energieanforderungen. Der vorrangig auf IoT-Anwendungen abzielende SoC unterstützt Bluetooth 4.1/LE (Low Energy), 802.11 b/g/n und GPS.

Um schnell und einfach mit der Entwicklung beginnen zu können, vertreibt Arrow unter anderem das DragonBoard 410c. Das Board wurde anhand der standardisierten Open-Source-Vorgabe der Linaro-Community 96boards entwickelt, die es sich zur Vorgabe gemacht hat, kostengünstige und leistungsfähige Entwicklungsboards zu erstellen, von der Makerszene und Entwickler industrieller Embedded-Produkte gleichermaßen profitieren sollen. Demgemäß setzt auch das DragonBoard 410c auf eine offene Hardwarespezifikation mit einer Reihe vorgefertigter Module aus Seiten der Linaro-Community, mit der schnell Anwendungen erstellt werden können.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Herstellers: www.qualcomm.com.

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