Induktive Ladetechnik Puls übernimmt Wiferion nach 3 Monaten von Tesla

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Das Münchener Unternehmen Puls, das elektronische Stromversorgungslösungen produziert und anbietet, hat zum 1. Oktober 2023 das Start-up Wiferion für induktive Ladesysteme übernommen – nur drei Monate, nachdem Tesla zuvor zugegriffen hatte.

Wiferion wurde zum 1. Oktober 2023 von Puls übernommen.(Bild:   / CC0)
Wiferion wurde zum 1. Oktober 2023 von Puls übernommen.
(Bild: / CC0)

Tesla ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich auf Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Energieprodukte spezialisiert hat. Bekannt für innovative Technologie, hat Tesla einen maßgeblichen Einfluss auf die Elektroautomobilbranche und erneuerbare Energiesysteme.

Wenig verwunderlich war es da, als im Juni 2023 bekannt wurde, dass die Verantwortlichen von Tesla Interesse am Freiburger Spezialisten für induktive Ladetechnik, Wiferion, hätten.

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Ende Juli 2023 wurde die Übernahme abgeschlossen und Wiferion agierte ab dem Zeitpunkt unter dem Namen Tesla Engineering Germany GmbH – so lässt es sich in den Einträgen der Wayback-Machine von Archive.org finden. Schließlich vergisst das Internet nie. Zudem wurde der Name im Handelsregister eingetragen. Doch nun gab's eine weitere Änderung.

Übernahme durch Puls

Wiferion ist seit dem 1. Oktober 2023 wieder Wiferion, und im Impressum steht nun nichts mehr von Tesla Engineering Germany. An diese Stelle ist nun das Münchener Unternehmen Puls gerückt. Wie die Entscheider beider Firmen im Rahmen von Pressemitteilungen (Wiferion und Puls) vom 10. Oktober 2023 mitgeteilt haben, wurde Wiferion von Puls übernommen. Puls hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von elektronischen Stromversorgungslösungen für die Automatisierungsindustrie spezialisiert. Wiferion und Puls, das sieht nach einem guten Match aus.

Die Rolle von Tesla

Branchenbeobachter hatten im Sommer zuversichtlich über die Tesla-Übernahmen geurteilt und gemutmaßt, dass der Konzern eine Lösung für das Laden von Elektroautos ohne Kabel vorbereitet, wenngleich Wiferions Expertise mehr bei der induktiven Ladetechnik fahrerloser Transportsysteme, autonomer, mobilen Robotern und Flurförderfahrzeugen liegt.

Das Interesse an induktiver Ladetechnologie könnte vonseiten Teslas weiterhin da sein. Denn zwar übernimmt Puls laut der Wiferion-Pressemitteilung „alle bestehenden Verträge, Markenrechte und Patente“. Es wird im selben Text auch betont, dass für die Wiferion-Kunden am operativen Geschäft nichts ändert, und dass das bisherige operative Team von Wiferion als Business Unit PULS Wireless in Freiburg erhalten bleibt. Doch fehlt da nicht etwas?

Einer Quelle mit Nähe zu Tesla zufolge, so die Autoren von The Robot Report, bleiben die Ingenieure von Wiferion bei Tesla, denn die Übernahme umfasse die Mitarbeitenden nicht.

Julian Seume, ehemals CSO von Wiferion, der gemeinsam mit Matthieu Ebert das Management Team der Puls Wireless Business Unit bildet, dazu: „Puls beschäftigt mehr als 100 der besten Entwickler der Branche und verfügt über weltweite Produktions- und Vertriebsstandorte, die unsere Ladetechnologie und Skalierbarkeit auf ein neues Niveau heben. Insbesondere im Bereich Produktneuentwicklung und Application Support sind wir nun deutlich stärker aufgestellt und können unseren Kunden einen noch besseren Service bieten." (sb)

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