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Zählt man noch die bis zu 28 möglichen PWMs, die bis zu 62 CapSense Taster/Schalter Buttons und die QVGA-LCD-Schnittstelle dazu, ergibt sich ein äußerst leistungsfähiges System – insbesondere in einer Preisklasse im einstelligen Dollarbereich je Chip.
Digitale Blöcke
Je nach PSoC-Typ stehen 20 bis 24 universelle digitale Blöcke (UDBs) zur Verfügung, mit denen alle bekannten Logikfunktionen wie AND, NAND, OR, NOR, XOR etc., Buffer, D-Flipflops, Multiplexer, De-Multiplexer, oder auch Look-Up-Tables erzeugt werden können. Eine UDB besteht aus einem digitalen Logikblock, der aus ALU, zwei 12C4-PLD-Blöcken sowie Steuerungs- und Datenmodul besteht.
Im Prinzip die Basis einer kleinen 8-Bit-MCU, aus der sich PWMs, Timer, Zähler, Schieberegister, Decoder, UARTs, SPI oder CRCs aufbauen lassen. Viele der genannten Einheiten sind bereits fest vorverdrahtet, sie können als Bibliothekselement aufgerufen werden und benötigen lediglich eine schaltungsgemäße Parametrisierung.
Wer benötigt PSoC 5?

PSoC 5 mit seinem 32-Bit-ARM-Core eignet sich für alle Applikationen mit erhöhten Anforderungen an die Rechenleistung. Vor allem im Bereich der genauen Messung von Analogsignalen, verbunden mit Filterung, also einer Nachbearbeitung des Signals, um ein Nutzsignal sichtbar zu machen und zu linearisieren. Alle industriellen Anwendungen wie induktive und kapazitive Sensorik, Messbrücken, Metering, Kartenleser, Sicherheitstechnik, Medizintechnik oder Weiße Ware stehen im Vordergrund. Auch der Bereich der batteriegetrieben Geräte gehört dazu, wie kleinere Handheld- oder Analyse-Messgeräte, Pedometer und Blutwerte-Messgeräte, die dann nur noch mit einem einzigen Controller als Hauptprozessor auskommen können.
Vor allem die PSoC-5-Bausteine werden auch mit CAN/LIN-Busschnittstelle in Automotiv-Qualität angeboten (AEC Q100 bis 85 oder 125 °C). Applikationen sind hier im Bereich der Body-Elektronik (Licht-, Klima-, Fenster-, Durchfluss- und Kleinmotorensteuerung) und der Benutzerschnittstellen (kapazitive Sensorik über CapSense und TouchScreen).
Preiswerter als gedacht
Addiert man alle diskreten Einzelpreise der analogen Komponenten in der maximalen Ausbaustufe, so ergibt sich ein Wert von gut 10 US-$. Dazu kommt im digitalen Bereich der Ersatz eines kleinen CPLDs/FPGAs von ca. 2 US-$, der ARM Core mit 1,50 US-$ sowie Anteile and Kommunikation und Power Management zu ca. 2 US-$. Durch die Einsparung an Platinenfläche, Bestückungs- und Lötpunkten sowie vor allem bei der Entwicklungsdauer ergibt sich ein Gesamgegenwert von bis zu ca. 20 US-$ für diese Schaltungslösung.
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