Arbeitswelt im Wandel „Unternehmen in einer schnelllebigen Zeit zukunftsfähig machen“

Das Gespräch führte Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 5 min Lesedauer

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Die Arbeitswelt ist in einem permanenten Umbruch: Schlagworte wie Digitalisierung, Komplexität oder Disruption schrecken viele auf. In der Eröffnungskeynote der Power of Electronics gehen wir auf das Thema Zukunftsfähigkeit ein. Kommen Sie mit uns ins Gespräch!

Arbeit im Wandel: Wie kann man mit zu viel Arbeit und zu vielen gleichzeitigen Projekten umgehen?(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Arbeit im Wandel: Wie kann man mit zu viel Arbeit und zu vielen gleichzeitigen Projekten umgehen?
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Elektronikentwickler sind dann erfolgreich, wenn sie ihre Fähigkeiten und Arbeitsweisen schnell dem Markt anpassen. Dazu braucht es nicht nur gute Ideen, sondern auch einen Veränderungswillen, der zur Organisationskultur passt. Das klingt erst einmal logisch. Doch der Alltag in den Firmen sieht anders aus.

Auf dem Fachkongress „Power of Electronics“ am 17. und 18. Oktober bieten wir in diesem Jahr nicht nur technische Vorträge zu Leistungselektronik, Stromversorgung und Wärmemanagement. In der Eröffnungskeynote am 17. Oktober wird unser Referent Fabian Biebl am Beispiel von zwei Personas aufzeigen, wie Unternehmen ihre Arbeit managen. Es geht um den immer wieder gleichen Interessenskonflikt: Paul ist Elektronikentwickler und will nur seinen Job erledigen. Doch stattdessen klagt er über neue Aufgaben und verliert Zeit durch wechselnde Aufgaben. Seine Chefin Carla spürt den Druck von Kunden und Mitbewerbern und muss immer mehr Projekte gleichzeitig starten.

Knowhow und Networking-Event für Leistungselektronik- und Stromversorgungsexperten

Power of Electronics am 17. und 18. Oktober 2023 in Würzburg

Power of Electronics
(Bild: VCG)

Das Elektronikevent für Entwickler und Ingenieure bündelt sechs Spezialkonferenzen, die sich angefangen von der effizienten Stromversorgung über die intelligente Nutzung von elektrischer Leistung, effektiver Elektronikkühlung, neuester Relaistechnik, bis hin zur geordneten Abführung der überschüssigen Energie erstrecken.
Buchen Sie ein Ticket und erhalten Sie die Möglichkeit, die Vorträge aller sechs Veranstaltungen zu besuchen.

Zukunftsfähigkeit, Organisationsentwicklung und Agilität

Im Rahmen der „Initiative Zukunftsfähigkeit“ berichtet die ELEKTRONIKPRAXIS über Wissenswertes, Trends und gibt praxisnahe Einblicke, wie Unternehmen ihre Arbeit gestalten und die Herausforderungen der Digitalisierung meistern können, um sich zukunftsfähig aufzustellen.

Auf der Power of Electronics können Sie am Gemeinschaftsstand der ELEKTRONIKPRAXIS und Colenet mit unserer Redaktion und unseren Experten von Colenet zu Themen wie Zukunftsfähigkeit, Organisationsentwicklung und Agilität ins Gespräch kommen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, an einer interaktiven Simulation unseres Partners Colenet teilzunehmen und wir laden Sie ein, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

Wir werden Sie über das Thema „Initiative Zukunftsfähigkeit“ nach dem Kongress weiter informieren. Deshalb sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen. Erzählen Sie uns, wie Sie in Ihrem Unternehmen mit den Themen Digitalisierung und Komplexität umgehen. Haben Sie genügend Zeit für das Projektgeschäft, sind Sie lieferfähig oder sind Sie zu sehr ausgelastet? Wir werden in der ELEKTRONIKPRAXIS 2024 vier Themenschwerpunkte dazu ins Heft nehmen und Sie auch weiter in unserem Newsletter informieren.

Keynote und Simulation

Neben der Keynote "Cool(ing) im Kopf! - Mehr Wertschöpfung mit weniger Arbeit" bieten wir Ihnen zu dem Thema auf dem Kongress Power of Electronics am zweiten Tag eine Simulation.
Die Teilnehmer bekommen spielerisch die Thematik durch die Simulation von Arbeitssystemen vermittelt und erleben ein Verständnis für optimale Auslastung und Erhöhung der Lieferfähigkeit. Richtig angewandt, wird so die Menge zeitgleicher Arbeit optimiert und Stress reduziert. Neun bis zwölf aktive Teilnehmer und bis zu fünf Beobachter sind möglich. Bei großem Interesse wird die Simulation ein zweites Mal angeboten.

Herr Biebl, in Ihrer Eröffnungskeynote heißt es „Mehr Wertschöpfung durch weniger Arbeit“. Was ist darunter zu verstehen und was bedeutet das im Alltag für einen Elektronikentwickler auf der einen Seite und der Führungskraft auf der anderen Seite?

„Mehr Arbeit bedeutet nicht gleichzeitig auch mehr Ergebnis“, sagt Fabian Biebl von Colenet.(Bild:  Colenet)
„Mehr Arbeit bedeutet nicht gleichzeitig auch mehr Ergebnis“, sagt Fabian Biebl von Colenet.
(Bild: Colenet)

Unternehmen müssen es schaffen, ihren Kunden möglichst viel Wert zu liefern, denn damit verdienen sie ihr Geld. Ich beobachte aber viele unterschiedliche Strategien, die nicht immer optimal sind. Aus dem Bauch heraus neigen Manager dazu, neue Projekte so früh wie möglich zu starten. Zum einen, weil der Kunde Druck macht, zum anderen, weil sie glauben, dass mehr Arbeit gleichzeitig auch mehr Ergebnis bedeutet. Das führt auf der Entwicklerseite zu Splitterkapazitäten, die beispielsweise nur zu 20 Prozent in einem Projekt sind, oder zu erhöhten Taskwechselaufwänden.

Neudeutsch führt das zu Waste in der Entwicklung, also zu Aufwand, der nicht in die Wertschöpfung einfließt. Darunter leiden die Entwickler, weil sie sich eigentlich auf ein Projekt konzentrieren und es zu Ende bringen wollen. Gleichzeitig leidet auch das Unternehmen, denn alles, was zusätzlich in die Hand genommen wird, verzögert auch alles andere. Die Wahrheit muss im Einzelfall ermittelt werden, aber das können die wenigsten Unternehmen. Hier braucht es noch viel Sensibilität für dieses Thema und Werkzeuge zur Optimierung.

Die Elektronikbranche ist eine hochdynamische Umgebung. Produkte müssen schnell und mit hoher Qualität geliefert werden. Wie können vor allem kleine und mittelständische Unternehmen profitieren?

Ich wünsche mir, dass diese Unternehmen lernen, ihre Arbeitsabläufe systemisch zu verbessern, um sich auf das Liefern zu konzentrieren. Dazu gehört, das Gesamtsystem zu visualisieren, die Kommunikation zu strukturieren, die Leistung zu bemessen und gezielt zu verbessern. Und das alles mit Blick auf die Menschen und die Kultur. Man kann von den Konzernen lernen, die schon mehr Erfahrung mit Agilität haben, ohne deren Schwerfälligkeit und Bürokratie zu erben. Leichtgewichtig und flexibel sein und dabei ein hohes Maß an Lernbereitschaft haben. Erfolgreiche Digitalisierung setzt optimal ausgerichtete Arbeitsweisen voraus. Wer dies meistert, ist fit für die Zukunft.

Was können unsere Teilnehmer aus der Keynote lernen und was für Möglichkeiten haben sie auf dem Kongress noch?

Es geht mir vor allem darum, Sensibilität für dieses Thema aufzubauen und es besprechbar zu machen. Alle reden immer darüber, WAS getan werden soll. Dabei ist das WIE etwas getan werden soll genauso wichtig. Die Arbeit und nicht die Menschen managen. Und sich auf das Fertigwerden konzentrieren. Ich hoffe, die Teilnehmer etwas inspirieren zu können und wünsche mir, dass sie die Zeit und den Raum finden, ihr Optimum zu ermitteln und damit mehr Wertschöpfung durch weniger Arbeit (gleichzeitig) schaffen können.

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