Neuigkeiten von der CES 2024 Platz ist kostbar: Bosch stellt die kleinsten MEMS-Beschleunigungssensoren vor

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Wearables und Hearables müssen für die meisten Nutzer primär eines sein: klein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben die Ingenieure und Entwickler von Bosch Sensortec die eigenen Angaben zufolge weltweit kleinste MEMS-Beschleunigungssensoren kreiert, die auf der CES 2024 vorgestellt wurden.

Bosch Sensortec präsentiert die MEMS-Beschleunigungssensoren BMA530 und BMA580, die kleinsten ihrer Art.(Bild:  Bosch Sensortec)
Bosch Sensortec präsentiert die MEMS-Beschleunigungssensoren BMA530 und BMA580, die kleinsten ihrer Art.
(Bild: Bosch Sensortec)

Während es in anderen Bereichen der Consumer-Elektronik meistens heißt: „Je größer, desto besser“, gilt bei Wearables und Hearables eher das gegenteilige Prinzip. Nicht ohne Grund überbieten sich einige Hersteller auf der Messe CES 2024 in Las Vegas in diesen Tagen mit den coolsten Smart-Ringen.

Damit solche kleinen Wearables und auch Hearables funktionieren, benötigen Hersteller die Technik, die das Schrumpfen der Geräte überhaupt erst erlaubt. An dieser Stelle kommen unter anderem die Ingenieure und Tüftler von Technologiekonzern Bosch ins Spiel. Auf der CES 2024 wurden der eigenen Angaben nach die weltweit kleinsten MEMS-Beschleunigungssensoren von Bosch Sensortec vorgestellt, die die Bezeichnungen BMA530 und BMA580 tragen. Die Maße: 1,2 × 0,8 × 0,55 mm³.

Kompakt und clever

Die Sensoren sind nicht nur kompakt, sondern lassen sich wohl ohne große Probleme in dem Produkt verbauen. Denn darauf wurde bei der Entwicklung laut Bosch Wert gelegt: „In Hearables, Smartwatches und anderen tragbaren Geräten ist Platz kostbar und erfordert kompakte Komponenten. Gleichzeitig suchen OEMs nach Plug-and-play-Schrittzählern und Sensoren mit integrierten Funktionen, die eine einfache Implementierung ohne spezifisches Anwendungswissen ermöglichen.“

Die Sensoren kommen also beide mit integrierten Funktionen. Der BMA530 ist mit seinem Schrittzähler für Wearables optimiert, während der BMA580 mit Sprachaktivierungserkennung für den Einsatz in Hearables ausgelegt ist. Die beiden Sensoren bieten im Vergleich zum Vorgängermodell BMA253 eine um 76 Prozent reduzierte Grundfläche. Das ist durch ein Wafer Level Chip Scale Package möglich. 

Flexible Stromversorgungsmodi

Des Weiteren bietet der BMA580 eine weitere Besonderheit. Statt permanent aktivierter Mikrofone nutzt der Sensor die Knochenleitung, um Schwingungen der Stimme zu erkennen und darauf basierend das Mikrofon zu aktivieren. Zudem enthält die Software des Sensors einen Algorithmus, der zwischen einmaligem, zweimaligem und dreimaligem Antippen unterscheidet, und sich entsprechend für die Nutzerinteraktion zum Annehmen oder Beenden von Anrufen eignet.

Der Beschleunigungssensor, der im BMA530 zum Einsatz kommt, erkennt Stürze sowie Gesten. Damit eignet er sich nicht nur für Wearables, sondern ebenfalls Spielzeuge mit Gestenerkennung oder für Funktionen wie das Auslösen von Energiesparfunktionen, wie das Versetzen eines unbewegten Gegenstands (etwa eines Smartphones) in einen Ruhezustand. „Beide Sensoren bieten verschiedene Stromversorgungsmodi, um die Batterielaufzeit zu maximieren, und flexible Anschlussmöglichkeiten, darunter eine I3C-Schnittstelle“, so Bosch. Die Sensoren werden noch im ersten Quartal 2024 verfügbar. (sb)

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