Hagemeyer und Resulf Patentiertes elektrochemisches Reinigungs-Verfahren haucht alten Akkus neues Leben ein

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Hagemeyer Deutschland und Resulf machen lahme Akus wieder mobil. Statt wegwerfen lässt sich mit dem patentierten Resulf-ECC-Verfahren bares Geld sparen. Defekte und beschädigte Zellen werden dabei fachmännisch ausgetauscht. Jeder Akku wird sowohl auf Funktion als auch auf Last geprüft und gemessen. Dieses Verfahren kann laut Anbieter bei mechanisch unbeschädigten Akkus sogar mehrmals angewendet werden.

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Alkaline Batterien sind Einweg-Energiekonserven: Wenn sie leer sind, müssen sie entsorgt werden. Akkus hingegen sind aufladbar – bis sie teilweise wegen des Memory-Effekts nicht mehr ladefähig sind. Dann wandern sie in den Müll. Das muss aber nicht sein, denn die Akkus können regeneriert werden und sind dann wieder einsatzfähig. 80 bis 90% der handelsüblichen Akkus lassen sich mit Resulf wieder regenerieren.

Fast alle Akkus lassen sich regenerieren

Chemische Prozesse im Akku führen zu einer Leistungsreduzierung und die Kapazität lässt nach. In langjähriger Forschungsarbeit ist es dem deutschen Unternehmen Resulf gelungen mit dem ECC-Verfahren (Electrical Chemical Cleaning) die Ursache des Akkuproblems zu lösen.

Behandeln lassen sich mit dem Verfahren Nickel-Cadmium-, Nickel-Metallhydrid-, Lithium-lonen- und bedingt auch Blei-Akkus. Sollte bei einem Akku eine mechanische Beschädigung oder ein Zellenschluss vorliegen, ist eine zusätzliche Reparatur im Regenerationspreis mit enthalten.

Akkus werden wieder leistungsfähig

Basis des ECC-Verfahrens ist ein elektrochemischer Vorgang, bei dem die im Akku-Betrieb entstehende Oxidationsschicht in der Akkuzelle abgebaut wird. So erhalten die Ladungsträger die optimale Struktur und der Innenwiderstand des Akkus wird signifikant reduziert – was auch die Erwärmung beim Laden und Entladen mindert.

Mit dem elektrochemischen Reinigungsverfahren von Resulf kann Hagemeyer rund 98% aller Akkus regenerieren (Archiv: Vogel Business Media)

Mit Computer- und Steuerungstechnik werden so die elektrochemischen Schädigungen der Akkus behoben und Folgeschäden verhindert. Dem Verfahren liegen zahlreiche Patente zugrunde und seine Funktionsfähigkeit wurde über ein Gutachten der Technischen Universität Wien nachgewiesen und attestiert.

Leistung rauf, Kosten runter

Die Vorteile des Regenerierens: Nutzungsdauer, Leistung und Lebensdauer des Akkus werden um ein Vielfaches gesteigert. Dies gilt sogar für neue Akkus, die vor dem ersten Gebrauch mit dem ECC-Verfahren behandelt werden. Für die Nutzer von Akku-betriebenen Geräten ergibt sich daraus vor allem ein riesiges Einsparpotenzial, da die Kosten für das Regenerieren deutlich unter dem Anschaffungspreis für einen neuen Akku liegen. Außerdem profitiert auch die Umwelt, weil wesentlich weniger Akkus frühzeitig in den Sondermüll wandern.

Das Patent trägt sein wichtigstes Kundenbindungsinstrument in sich selbst, weil jeder Kunde „am eigenen Akku“ nachvollziehen kann, dass es tatsächlich funktioniert. Dies Erfolgsmeldung des jungen Unternehmens Resulf sind eindrucksvoll: Seit etwas mehr als zweieinhalb Jahren auf dem Markt, findet das ECC-Verfahren mittlerweile bei 10.000 bis 12.000 Akkus pro Monat seine Anwendung.

Akku-Interessenten aus allen Bereichen

Zu den Kunden zählen zum Beispiel namhafte deutsche Großunternehmen Handwerker, Feuerwehren, Polizei und Bundeswehr. Mehrere Vertriebspartner sorgen mit über 1000 Annahmestellen in ganz Deutschland für den Service.

Das Regenerierzentrum in Deutschland betreut auch direkt Benelux, Österreich, Ungarn, Tschechien und die Slowakei. Die Ländervertretungen für Frankreich, UK, Skandinavien, Italien, Spanien, Portugal und Polen sind in Vorbereitung.

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