Mixed-Signal-Oszilloskop Tektronix mit Serie 4 B: bis 1,5 GHz und sechs analoge Kanäle

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 3 min Lesedauer

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Mit der Oszilloskopfamilie Serie 4 B bietet Tektronix speziell für Embedded-Entwickler ein Messgerät mit bis zu sechs analogen Eingängen und einer Bandbreite von bis zu 1,5 GHz. Das Gerät verfügt unter anderem über einen 12-Bit-A/D-Wandler. Eine spezielle Software unterstützt die Spektralanalyse.

Mixed-Signal-Oszilloskop: Mit der Seriie 4 B bietet Tektronix eine spezielle Oszilloskop-Serie für Embedded-Entwickler.(Bild:  Tektronix)
Mixed-Signal-Oszilloskop: Mit der Seriie 4 B bietet Tektronix eine spezielle Oszilloskop-Serie für Embedded-Entwickler.
(Bild: Tektronix)

Zuwachs bei den Mixed-Signal-Oszilloskopen von Tektronix: Mit der Serie 4 B will der Messtechnik-Spezialist vor allem Embedded-Entwickler ansprechen. Es bietet die gleiche Signaltreue wie die Vorgängerversion der Serie 4 mit Bandbreiten von 200 MHz bis 1,5 GHz, Echtzeitabtastung mit 6,25 GS/s und eine vertikale Auflösung bis 16 Bit. Darüber hinaus verfügt das Oszilloskop über die gleiche Benutzeroberfläche, allerdings mit einem verbesserten Prozessorsystem.

Das MSO der Serie 4 B ist mit bis zu sechs Eingangskanälen erhältlich und eignet sich daher hervorragend für die dreiphasige Leistungsanalyse. Die Spectrum-View-Software für die Messgeräte von Tektronix bietet eine mehrkanalige Spektralanalyse, die mit den Signalen im Zeitbereich synchronisiert ist. Das aktualisierte Prozessorsystem beschleunigt nicht nur die Bedienung über das Bedienfeld, sondern auch den Fernzugriff. Das MSO der Serie 4 B kann über einen einfachen Webbrowser, die spezielle PC-Software TekScope oder ein benutzerdefiniertes Skript über eine Programmierschnittstelle ferngesteuert werden.

Das bietet die Software Spectrum View:

  • Fehlerbehebung von elektronischen Schaltungen,
  • Designüberprüfung von elektronischen Systemen,
  • EMI-Tests und
  • Signalcharakterisierung.

Die wichtigsten Spezifikationen der Serie MSO 4 B.(Bild:  Tekronix)
Die wichtigsten Spezifikationen der Serie MSO 4 B.
(Bild: Tekronix)

Die Serie 4 B verkürzt die Reaktionszeit auf über 25 serielle Dekodierungspakete für Inter-Chip-, Automobil-, Energie-, Luft- und Raumfahrt- und andere Busse. Darüber hinaus beschleunigt sie Algorithmen und Darstellungen, die in proprietären Softwarepaketen für Leistungsmessungen verwendet werden, Analyse von Motorantrieben und Doppelpulstests verwendet werden. Der Hersteller bietet in der Serie MSO 4 B zwei Modelle: MSO44B und MSO46B. Sie unterscheiden sich durch vier analoge Eingänge beim MSO44B sowie sechs analoge Eingänge beim MSO46B.

Das MSO der Serie 4 B verfügt über ein 13,3''-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln mit optischer Verklebung. Die vertikale Auflösung wird über einen A/D-Wandler mit 12 Bit garantiert.

Anwendungsfelder für die Serie MSO 4 B

Mit der Serie 4 B spricht Tektronix vor allem die Embedded-Entwickler an, die elektronische Systeme entwickeln und debuggen. Dazu gehören:

  • Serielle Daten dekodieren und suchen,
  • Histogramme analyiserien das Timing von Signalen,
  • Leistung von Leistungswandlern messen,
  • Einphasige und dreiphasige Systeme messen,
  • Bode-Diagramme erstellen,
  • Multi-Domain-Analyse,
  • Anzeige mehrerer Spektrogramme und
  • HF-Messungen und NFC-Decodierung.

Oszilloskope für ein breites Anwendungsfeld

Moderne Mixed-Signal-Oszilloskope werden in verschiedenen Anwendungen benötigt. Hintergrund sind zunehmend komplexere elektronische Systeme, die Oszilloskope erfordern, die Signale präzsie erfassen und analysieren:

  • Es werden mehrere Stromversorgungsschienen, Stromversorgungsschaltungen und Stromumwandlungsstufen verwendet. Dadurch wird die Fehlersuche und -behebung komplizierter. Es werden Oszilloskope mit mehreren Eingangskanälen benötigt. Außerdem sollten die Geräte in der Lage sein, Signalformen aufzuzeichnen und zu analysieren.
  • In einem einzigen System kommen mehrere Prozessoren, Mikrocontroller und FPGAs zum Einsatz. Das erschwert die Fehlersuche und -behebung bei Softwareproblemen und erfordert Oszilloskope, die Signale von mehreren Prozessoren und Bussen triggern und erfassen können.
  • Komplexe Zeitsteuerung und Synchronisierung. Das führt zur Verwendung mehrerer Takte und serieller Busse in einem einzigen System. Das erschwert wiederum die Fehlersuche und -behebung bei Timing-Problemen. Oszilloskope müssen in der Lage sein, Signale von mehreren Takten und Bussen auszulösen und aufzuzeichnen.
  • Mehr Ein- und Ausgabemöglichkeiten eines elektronischen Systems und damit der Einsatz von mehr Sensoren, Schaltern, Motoren und Aktoren in einem einzigen System. Das erschwert die Fehlersuche und -behebung bei Sensor- und Aktorproblemen. Oszilloskope müssen die analogen und digitalen Signale aus einer Vielzahl von Quellen erfassen und analysieren.

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