Leiterplatten-Entwicklung

Optimiertes PCB-Tool OrCAD in der neuen Version 16.6-2015

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Mit Hilfe des Net-Scheduling lässt sich festlegen, in welcher Reigenfolge bzw. mit welcher Topologie die Empfänger miteinander im Layout verbunden werden müssen. So kann beispielsweise eine Topologie vorschreiben, dass die Signale als Daisy Chain angeschlossen werden sollen, also ein Empfänger nach dem anderen in einer bestimmten Reihenfolge.

Ergänzendes zum Thema
Originalbeitrag als ePaper oder im pdf-Format lesen

Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS 12/2015 erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Auf den Teilstücken zwischen den Empfängern gibt es meist Vorgaben über die minimalen und maximalen Leitungslängen. Hingegen müssen bei einem DDR2-Speicher die Empfänger in einer Baumstruktur alle mit gleichen Längen zwischen dem Sender, den Verästelungen an T-Punkten bis hin zu allen Empfängern miteinander verdrahtet werden. Auf Netzen, an denen sich das Signal an einem virtuellen T-Punkt teilt, können unterschiedliche Impedanzen vorgegeben werden, sodass im PCB Editor die Leiterbahnbreite automatisch angepasst wird, um diese Impedanz regelkonform einzustellen.

Virtuelle T-Punkte und Net-Scheduling finden aber nicht nur bei High-Speed-Signalen ihre Anwendung. Sogar bei Versorgungsspannungen sind T-Punkte sinnvoll, wenn Leiterbahnbreiten für unterschiedliche Stromstärken in einem Netz verwendet werden. Eine große Leiterbahnbreite ist erforderlich, um einen Spannungsabfall auf einer Zuleitung zu vermeiden.

Wird auf dem Versorgungsnetz noch eine Sense-Leitung zum Messen und Nachregeln der Spannung am Verbraucher gefordert, so kann diese Leitung, die im gleichen Versorgungsnetz liegt, sehr dünn sein. Durch ein Net-Scheduling lassen sich die Strecke Spannungsversorgung – Verbraucher (1-2) definieren und die erforderliche Breite für den hohen Strom vorgeben. Die Strecke Verbraucher – Messpunkt (2-3) muss nach dem Verbraucher angeschlossen werden und hat Regeln für dünne Leitungen.

Hierarchische Design-Regeln und ihre effiziente Verwaltung

Bei differentiellen Signalen laufen zwei Signale direkt nebeneinander, um Störungen von außen zu neutralisieren. Dabei heben sich Störeinflüsse eines differentiellen Signales nur dann auf, wenn die Signale auf beiden Leitungen eines differentiellen Paares wirklich nebeneinander laufen (also in Phase sind).

Mit der jetzt in OrCAD verfügbaren Regel für statische Phasenkontrolle wird als Online-DRC überprüft, ob die beiden Leitungen eines differentiellen Paares gleich lang sind und die vorgegebene Plus/Minus-Toleranz eingehalten wird. Ungleichlängen, die durch den Anschluss der Leitungen unter einem BGA oder Stecker entstehen, werden so erkannt.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:43392450)