Personalie Omron stellt Europaspitze neu auf

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Der japanische Automatisierungsspezialist Omron wechselt seine Führungsspitze für die EMEA-Region aus. Seit 1. April lenkt Virendra Shelar die Geschäfte von den Niederlanden aus. Er folgt auf den langjährigen Chef Fernando Colás.

Neuer Europa-Chef: Virendra Shelar übernimmt als President und CEO die Führung der EMEA-Geschäfte von Omron.(Bild:  Omron)
Neuer Europa-Chef: Virendra Shelar übernimmt als President und CEO die Führung der EMEA-Geschäfte von Omron.
(Bild: Omron)

Pünktlich zum Start des neuen Geschäftsjahres am 1. April 2026 hat Virendra Shelar das Steuer bei der europäischen Niederlassung des Technologiekonzerns Omron übernommen. Als neuer President und Chief Executive Officer der Omron Europe B.V. lenkt er nun die strategischen und operativen Geschicke für den gesamten Wirtschaftsraum Europa, den Nahen Osten und Afrika, in der Wirtschaft meist als EMEA-Region zusammengefasst. Der neue Geschäftsführer bezieht sein Büro am europäischen Hauptsitz des Unternehmens im niederländischen Hoofddorp.

Die Personalie bringt dabei eine organisatorische Besonderheit mit sich: Shelar fungiert nicht nur als oberster Chef für die EMEA-Märkte, sondern übernimmt gleichzeitig als Senior General Manager globale Verantwortung in der übergeordneten Sparte für industrielle Automatisierung und weltweite Service-Dienstleistungen.

Generationenwechsel nach vier Jahrzehnten

Der Führungswechsel markiert für das Technologieunternehmen das Ende einer Ära in Europa. Shelar tritt die Nachfolge von Fernando Colás an, der sich aus dem operativen Tagesgeschäft verabschiedet. Colás prägte die Entwicklung von Omron auf dem europäischen Kontinent maßgeblich mit: Bereits im Jahr 1985 trat er in das Unternehmen ein und begleitete den Aufstieg des Konzerns über beinahe vierzig Jahre hinweg in verschiedenen regionalen Management-Positionen, bevor er schließlich die alleinige Spitzenposition in Europa übernahm.

Nun übergibt er den Staffelstab an Shelar, der seinerseits ein fundiertes internes Netzwerk und weitreichende internationale Management-Erfahrung in die neue Rolle mitbringt. Dass die Wahl der japanischen Unternehmensspitze auf ihn fiel, deutet darauf hin, dass Omron einen nahtlosen Übergang wahren und gleichzeitig neue Impulse für das angestrebte Wachstum in einem wirtschaftlich herausfordernden Marktumfeld setzen möchte.

Europa als Schlüsselmarkt für zukünftiges Wachstum

Die personelle Neuaufstellung geschieht vor dem Hintergrund ambitionierter finanzieller Konzernziele. Unter dem internen Strategieprogramm, das Omron als "SF2030 2nd Stage" betitelt, soll Europa noch stärker in den Fokus der Japaner geraten: Der Konzern betrachtet den europäischen Kontinent als zentralen Wachstumsmotor für die kommenden Jahre. Entsprechend hoch legen die Verantwortlichen die betriebswirtschaftliche Messlatte: Omron peilt in Europa eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beim Umsatz von acht Prozent an.

Um diese Vorgabe in die Tat umzusetzen, muss Shelar die Marktpräsenz des Automatisierungsanbieters weiter ausbauen und vor allem das Dienstleistungsgeschäft stärken. Die Industrie durchläuft aktuell einen tiefgreifenden Wandel hin zu flexibleren und stark datengetriebenen Produktionsprozessen. In seiner globalen Zusatzrolle für den Service-Bereich dürfte der neue CEO genau hier ansetzen, um das bestehende Hardware-Portfolio rund um Robotik, Sensorik und Steuerungstechnik noch enger mit weltweiten und profitablen Servicestrukturen zu verknüpfen. (mc)

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