42 Mio. Euro Investition OLEDWorks verdoppelt die Produktionskapazität in Aachen

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Kommt jetzt der Durchbruch der OLED-Technik im Fahrzeug? OLEDWorks investiert an seinem Standort in Aachen knapp 42 Mio. Euro. Dabei helfen soll auch die eigens spezialisierte Automobil-Marke von OLEDWorks.

Unter der Marke Atala entwickelt und produziert OLEDWorks maßgeschneiderte OLED-Lichtpanels, die speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Automobilbranche zugeschnitten sind. Am Standort Aachen investiert das Unternehmen jetzt knapp 42 Mio. Euro.(Bild:  OLEDWorks)
Unter der Marke Atala entwickelt und produziert OLEDWorks maßgeschneiderte OLED-Lichtpanels, die speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Automobilbranche zugeschnitten sind. Am Standort Aachen investiert das Unternehmen jetzt knapp 42 Mio. Euro.
(Bild: OLEDWorks)

OLEDWorks hat ein Investitionsprojekt in Höhe von 46 Mio. US-Dollar (ca. 42 Mio. Euro) angekündigt, um die Produktionskapazität seiner OLED-Beleuchtungspanels am Standort Aachen zu verdoppeln. Grund für die Erweiterung ist insbesondere der stark gestiegene Bedarf im Automobilsektor, wo OLEDWorks zuletzt wichtige strategische Fortschritte erzielte.

Mit den Mitteln will OLEDWorks die bestehende Fertigungsinfrastruktur, einschließlich Produktionslinien und Gebäude modernisieren und erweitern. Konkret sollen Produktionstaktzeiten deutlich reduziert und betriebliche Effizienz gesteigert werden. Das resultierende Produktionsvolumen liegt nach Abschluss bei rund 40.000 Quadratmetern OLED-Lichtpanels pro Jahr. Der Startschuss für die Arbeiten fällt sofort, die Fertigstellung und Inbetriebnahme der erweiterten Kapazität ist bis spätestens Januar 2028 geplant.

Einen Großteil der Investitionssumme in das Aachener Werk finanziert OLEDWorks durch gezielte Förderungen: Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von 30 Mio. Euro bereit, hinzu kommt eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 4 Mio. Euro aus dem Regionalen Wirtschaftsförderprogramm. Gemeinsam decken diese Förderungen rund 34 Mio. Euro der gesamten Investitionssumme ab.

Automobil-Branche treibt das Wachstum

Die OLED-Technologie gewinnt besonders im Automobil zunehmend an Bedeutung. Begonnen hatten unter anderem Audi mit dem TT und A8 sowie im M4 GTS. Alles Modelle aus dem Premiumsegment. Ein aktuelles Modell ist der 2025er Audi A6 Sedan sowie die neuen Audi-Modelle A5 und S5. Erst im Dezember 2024 startete OLEDWorks die zweite Generation seiner digitalen OLED-Lichtplattform Atala, die speziell auf die Anforderungen moderner Fahrzeugbeleuchtung abgestimmt wurde.

Die zweite Generation der digital steuerbaren OLED-Technik „Digital OLED 2.0“ bietet bis zu 128 individuell adressierbare OLED-Segmente pro Panel (bisher maximal 10). Fahrzeughersteller können so verschiedene Funktionen gezielt implementieren:

  • Umfassende Individualisierung von Form, Größe und Segmentierung
  • Dynamische und präzise Symbolik für effektive Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X)
  • Unsichtbare Symbole durch variable Segment-Abstände, sichtbar erst bei Aktivierung
  • Integration markenspezifischer Designs und klarer Logos

Erste Anwendung der Digital OLED 2.0-Technologie erfolgte durch Audi im Modelljahr 2024 beim Audi Q6 e-tron, dessen sechs OLED-Rücklichtmodule jeweils 60 individuell adressierte Segmente aufweisen.

OLED-Technik zunehmend auch im Display-Sektor

Parallel zu Lichtanwendungen investiert OLEDWorks auch in OLED-Displaytechnik und hier speziell bei den OLED-Mikrodisplays. In diesem Kontext kündigte Japan Display im Februar 2025 eine strategische Beteiligung an OLEDWorks an. Zusammen planen beide Unternehmen den Aufbau einer OLED-Display-Produktionslinie in den USA.

Mit dem Ausbau in Aachen positioniert sich OLEDWorks klar als zentraler Player und wichtiger Zulieferer hochwertiger OLED-Lösungen für anspruchsvolle Beleuchtungs- und Display-Anwendungen in zukunftsstarken Märkten. (heh)

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