cms electronics Österreichischer EMS-Anbieter hat Umsatz in fünf Jahren Eigenständigkeit verdreifacht
Im Februar 2003 war die cms electronics gmbh in Klagenfurt/Österreich im Rahmen eines MBO des Bereiches Baugruppenfertigung der ehemaligen AIK Electronics, davor Philips Printed Circuits, hervorgegangen. Seitdem hat sich der Umsatz auf knapp 29 Mio. € verdreifacht. cms hat sich in der Reihe der EMS-Anbieter für das Automotive-, Industrie- und Medizintechnik-Segment aufgestellt.
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Auf die Frage, worauf cms in den vergangenen fünf Jahren der Eigenständigkeit besonders stolz ist, antwortet Harald Schiemann, Leiter Vertrieb & Marketing bei cms electronics gmbH: „Die nachhaltige Implementierung von cms electronics im Markt der EMS-Provider als anerkannter Partner im Automotive-, Industrie- und Medizintechnik-Segment.“ Der Erfolg spiegelt sich in der Umsatzentwicklung. Im Gründungsjahr 2003 erwirtschaftete der Elektronikdienstleister noch 8,8 Mio € Umsatz; 2007 waren es schon 29,3 Mio. €.
cms ist ein EMS-Komplettanbieter. Von der Elektronikentwicklung über das Design, Musterfertigung, Materialeinkauf, Bestücken und Testen von Baugruppen bis zur Endgerätemontage wird alles aus einer Hand angeboten einschließlich Systemlösungen bei der Produktentwicklung und den nachgelagerten Prozessen wie z.B. Fertigungsautomatisierungen, Entwicklung und Bau von Testkonzepten und -systemen sowie die Produkt-Neuentwicklung und -nachentwicklung.

Pro Jahr werden ca. 20 Mio. Baugruppen produziert mit typischen Losgrößen zwischen 200 und 20.000 Stück. Gefertigt wird in den Werken in Klagenfurt mit 85 Mitarbeitern sowie seit dem Jahr 2005 im ungarischen Fonyod. Im Standort in Ungarn sind 95 Mitarbeiter beschäftigt. Schwerpunkt sind hier die manuelle Bestückung und Gerätemontage.
cms electronics ist zertifiziert nach ISO 9001:2000 sowie ISO 14001. Die Zertifizierung nach ISO TS 16949 soll Ende 2008 abgeschlossen sein. Aufgrund der geografischen Lage an der Grenze zu Osteuropa konzentriert sich cms neben Österreich, Deutschland und die Schweiz auf die osteuropäischen Nachbarländer. Die Stärken von cms seien die umfassende, langjährige, internationale Erfahrung (ehemals Philips) auf dem Gebiet der Elektronik.

Aber auch die Möglichkeit, Gesamtpaketlösungen von der Entwicklung über das Design, Muster, den Materialeinkauf, das Bestücken von Baugruppen inkl. Testen bis zur Endgerätemontage aus einer Hand zu bieten, grenzt den Dienstleister vom reinen Auftragsfertiger ab. Hinzu kommt die Systemlösungskompetenz bei der Produktentwicklung und Entwicklungskompetenz für kundenspezifische Lösungen insbesondere für den Automotive-Bereich, d.h. integrierte Fertigungsprozesse bis hin zum automatisierten bzw. teilautomatisierten Endtest und zur Weiterverarbeitung, dem geeigneten Verpacken von Baugruppen sowie die Komplettgerätefertigung.
Im Jahr 2006 war Baubeginn für die Erweiterung der Klagenfurter Produktion durch einen Hallenzubau mit 900 m² und eine Steigerung der Fertigungskapazitäten mit modernen SMD-Linien, die im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde. Aktuelle Projekte sind der Aufbau einer neuen, integrierten Fertigungslinie für die Endfertigung mit AOI, Trennen, Funktionstest und Verpacken auf flexibler Roboter-Basis. Darüber hinaus ist geplant, In-circuit- und Funktionstest in die SMD-Montagelinie zu integrieren. Weitere Projekte sind die anpassbare Integration von Bestückung von Sonderbauteilen (Odd Components) auf der SMD-Linie sowie der Ausbau der Kompetenz für Selektivlöten
Weitere Umsatzsteigerung für die nächsten Jahre geplant

Für die nächsten Jahren ist eine weitere Umsatzsteigerung auf 50 Mio. € angepeilt. Am Portfolio Komplettanbieter für die Elektronikfertigung werde sich nichts ändern. Allerdings sollen die Marktsegmente Automotive, Industrie- und Medizintechnik gleichmäßig gestärkt und ausgebaut werden. Geschäftsführer Michael Velmeden ist zuversichtlich: „Wir sehen für die EMS-Branche weiterhin ein solides überdurchschnittliches Wachstum. Gründe hierfür sind die steigenden Anforderungen auf Grund der Bauteilentwicklung Trend zur Miniaturisierung und wachsende Integration) und die gestiegenen Anforderungen, die sich aus den immer komplexer werdenden Fertigungs- und Prüfkonzepten ergeben. In Konsequenz werden „In-House-Fertigungen“ an Partner ausgelagert.“ Dies gelte insbesondere für die Bereiche Automotive, Industrie- und Medizintechnik, die noch Wachstumsmärkte in Europa sind.
Dieser Trend, so Velmeden weiter, werde dadurch verstärkt, dass immer mehr „Hightech-Unternehmen“ aus der Medizintechnik/Biotechnologie aber auch der Industrie eine hohe Entwicklungs- und Vermarktungskompetenz entwickelt haben, aber keine eigene Fertigung haben bzw. aufbauen wollen. „Für diese Märkte und Anforderungen sehen wir cms electronics als kompetenten und führenden EMS-Provider, der im DACH-Markt im oberen Umsatzbereich mit hervorragenden Kunden in den Segmenten Automotive, Industrie und Medizintechnik anerkannt innovative, spezifische, integrale und vorteilhafte Produktionssystemlösungen bietet“, betont der Geschäftsführer.
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