Zehn Jahre COG Deutschland

Obsoleszenz im Wandel der Zeit

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Wer ist von Obsoleszenz betroffen?

Lange Verfügbarkeiten von Bauteilen werden insbesondere beim Militär, aber auch in der Flugzeugindustrie, der Bahntechnik, in der Medizin- und Automobiltechnik gefordert.

Im sich rasch wandelnden Comsumersektor war Obsoleszenz dagegen weniger relevant. Doch der Zeitraum, von der Serienproduktion bis zur Abkündigung (End-of-Life) von Komponenten wird immer kürzer. Für die Industrie und staatliche Bereiche, aber selbst für einige Consumerprodukte stellt sich zunehmend die Frage: Wo finde ich Ersatz für ein bestimmtes Bauteil.

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Obsoleszenz ist also ein Thema, das bei Herstellern von Produkten immer wichtiger wird. In der Industrie beispielsweise steigt daher auch die Nachfrage nach Hi-Rel-Produkten mit längerer Lebensdauer. Es gibt durchaus auch Hersteller von Komponenten wie Freescale, die so genannte Longtime-Programme für ihre Bauteile anbieten.

Denn Longtime-Produkte eröffnen den Komponentenherstellern auch Vorteile: Sie haben zwar geringere Umsätze, doch die Nachfrage reicht über einen großen Zeitraum. Das heißt, die Umsätze und die Margen bleiben stabil.

Wer führt Obsoleszenz herbei?

Obsoleszenz ist doch nur eine Frage des Einkaufs, ist immer wieder zu hören. Doch das trifft nicht zu. Kunden führen die Obsoleszenz von Produkten herbei, nicht die Komponentenhersteller. Denn diese werden auch weiterhin Produkte herstellen, sofern die Marktanforderungen für sie wirtschaftlich Sinn machen. Es sei denn, das Gesetz verbietet eine Herstellung.

Das Obsoleszenzrisiko tragen innerhalb der Lieferkette diejenigen, die den geringsten Einfluss haben, d.h. von denen, für die der `Druck zu kaufen´höher ist als der `Druck zu verkaufen´.

Lässt sich Obsoleszenz vermeiden?

Nein, nicht vorhandene oder abgekündigte Bauteile wird es immer geben. Obsoleszenz lässt sich also nicht vermeiden. Doch das Risiko von Obsoleszenz lässt sich minimieren.

Obsoleszenz-Management beginnt bereits in der Planungsphase, bei der Komponenenauswahl. Es sollten Bauteile gewählt werden, die möglichst am Anfang ihres Produktlebenszyklus stehen. Auch der Einsatz von Hi-Rel-Komponenten könnte sinnvoll sein, allerdings sind diese teurer als herkömmliche Bauteile.

Hilfreich ist es auch, Bauteile zu wählen, die nicht nur von einem Hersteller vertrieben werden.

Sinnvoll ist es auch, die Product Change Notifications (PCN) der Hersteller, also die Hinweise auf Bauteilabkündigungen zu verfolgen, um schnellstmöglich auf Abkündigungen reagieren zu können. Auch Langzeitlagerung oder ein Redesign können Alternativen sein.

Neben der COG informiert auch der ZVEI regelmäßig zum Thema Obsoleszenz.

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