KI-Platzhisch Nvidia Nvidia wird im Jahr 2025 schätzungsweise 70 Prozent des HBM-Markts für KI beanspruchen

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Der Höhenflug von KI ist ungebrochen, und Nvidia reagiert mit einer Produktumbenennung, um das Portfolio zu diversifizieren und sich an die lukrativeren KI-Modelle anzupassen. Laut TrendForce geht Nvidias Trend hin zu High-End-Produkten. Und es wird erwartet, dass Nvidia dafür viele HBM3E-Kapazitäten von den Zulieferern benötigt.

Nvidias Rechenzentren-Geschäft ist extrem lukrativ.(Bild:  Nvidia)
Nvidias Rechenzentren-Geschäft ist extrem lukrativ.
(Bild: Nvidia)

Blackwell ist die neueste Generation an KI-Chips des Herstellers Nvidia und den vergangenen Gerüchten zum Trotz, dass sich die ersten Lieferungen bis ins Jahr 2025 verzögern könnten, wird mit Blackwell-Nachrichten nicht gekleckert, sondern geklotzt. Laut den Analysten von TrendForce hat Nvidia jüngst das High-End-Blackwell-Portfolio umbenannt, um dieses einerseits flexibler und diverser zu gestalten, und um andererseits die anvisierte Zielgruppe von High-End-KI-OEMs anzusprechen.

Somit wird der

  • B200 Ultra zum B300,
  • GB200 Ultra zum GB300,
  • B200A Ultra zum B300A und der
  • GB200A Ultra zum GB300 A.

Die B300-Serie soll zweites oder drittes Quartal 2025 verfügbar werden, während der B200 und der GB200 langsam ausgeliefert werden sollten, mit einem Produktionspeak im Frühjahr 2025. „Nvidia verfeinert seine Blackwell-Chip-Segmentierung, um den Leistungsanforderungen von CSPs (Communication Service Provider) und den Kosten-Leistungs-Anforderungen von Server-OEMs besser gerecht zu werden und Flexibilität auf der Grundlage von Lieferkettenkapazitäten zu ermöglichen“, so TrendForce. Insbesondere der B300A soll sich an die OEMs richten, nachdem die Nachfrage nach der leistungsschwächeren B200A-Serie scheinbar nicht groß genug war.

„Die Trends bei den Auslieferungen zeigen, dass Nvidias High-End-GPU-Angebote voraussichtlich wachsen werden und der Anteil an den Gesamtauslieferungen im Jahr 2024 bei rund 50 Prozent liegen wird. Dies bedeutet einen Anstieg von über 20 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Es wird erwartet, dass die Blackwell-Plattform diesen Anteil im Jahr 2025 auf 65 Prozent steigern wird“, so die Analysten. Zudem investiert das Unternehmen in die Verbesserung von NVL-Rack-Lösungen und unterstützt Anbieter von Serversystemen bei der Leistungsoptimierung und Flüssigkeitskühlung für NVL72-Systeme. Unternehmen wie AWS und Meta würden dazu angehalten, von NVL36 auf NVL72 umzusteigen.

Nvidias Einfluss … und der Einfluss auf Nvidia

Die Verantwortlichen des Konzerns setzen alles daran, die aktuelle und kurzfristige Nachfrage zu bedienen, bevor dem Markt möglicherweise das Wasser abgegraben wird. Gerüchten zufolge soll die derzeitige Strategie für einen spürbaren Anstieg der CoWoS-Nachfrage sorgen – und es sei damit zu rechnen, dass alle Produkte der B300-Serie mit 36 GB HBM3E ausgestattet sein werden.

Zwölflayerige HBM3E sind bei allen drei großen Speicheranbietern, Samsung, SK hynix und Micron, mindestens entwickelt, wenn nicht gar in der Massenproduktion. Als SK hynix im Februar 2024 bereits verkündete, dass die HBM-Jahresproduktion schon ausverkauft sei, haben Insider wahrscheinlich Spekulationen darüber angestellt, wohin die Ware gehen wird. Es ist davon auszugehen, dass SK hynix einen großen Teil HBM an Nvidia liefern wird.

Die nächsten Jahre werden vor allem in der Hinsicht interessant, ob der Boom um KI auf diese Art und Weise fortgeführt wird. In den kommenden Jahren bereits könnte einer der vier (gerüchteten) großen Nvidia-Kunden wegfallen, nämlich OpenAI. Google arbeitet zudem an seinen Cloud Tensor Processing Units, Amazon steckt neben Nvidia-Chips auch eigene ARM-Prozessoren Graviton und Trainium in die Datacenter, selbst Meta arbeitet an eigenen Chips. (sb)

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