Gesockelte KI-GPUs? Nvidia könnte mit Blackwell B300 ein Socket-Design einführen

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Gerüchten aus Branchenberichten zufolge plant der Chip-Gigant Nvidia möglicherweise einen bedeutenden Strategiewechsel bei seinen Grafikprozessoren (GPUs) für künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing. Laut Quellen aus der Zulieferkette könnte das Unternehmen bei seiner kommenden Blackwell B300 zu einem gesockelten GPU-Socket-Design übergehen.

Nvidia-CEO Jensen Huang stellt die Blackwell-GPU GB200 vor.(Bild:  Nvidia)
Nvidia-CEO Jensen Huang stellt die Blackwell-GPU GB200 vor.
(Bild: Nvidia)

Diese Änderung soll ab der zweiten Hälfte des Jahres 2025 mit der B300 Serie eingeführt werden, die sich insbesondere für Inferenzszenarieneignen soll. Das Sockel-Gerücht geht aus einem Bericht von Trendforce hervor, der sich auf Economic Daily News und MoneyDJ beruft.

Die Sockelung ist Desktop-Nutzern bereits bestens bekannt, da CPUs seit jeher in PCs auf Mainboards gesockelt und somit austauschbar sind und nicht etwa gelötet wie in Notebooks oder Mini-Barebones. Das neue Design könnte für Nvidia die Ausbeute bei der GPU-Herstellung verbessern, jedoch auf Kosten von etwas Leistung. Außerdem würde der Sockel neue Herausforderungen in Sachen Kühlung und Stromverbrauch mit sich bringen.

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Ein weiterer Vorteil des Sockeldesigns ist die Vereinfachung des Kundendienstes und der Wartung von Serverplatinen. Hersteller könnten zudem flexibler in der Produktion sein, da keine SMT-Produktionslinien mehr erforderlich wären. Dies wäre das erste Mal, dass Nvidia ein Sockeldesign in seinen GPU-Produkten einführt, während Konkurrent AMD bereits 2023 mit der MI300A-Serie ein ähnliches Design verwendet hat.

Ein solcher Wechsel könnte die bisherigen Marktstrategien in der AI- und Rechenzentrumsbranche erheblich verändern und die Dynamik zwischen Nvidia und seinen asiatischen Zulieferern neu definieren. Ob Nvidia jedoch überhaupt auf Sockel-Designs setzt und welche Auswirkungen dies auf die Leistung und den Markt haben wird, bleibt abzuwarten. Denn offiziell bestätigt ist seitens Nvidia noch gar nichts.

Allen Spekulationen über die Ausbeuterate der Blackwell-Serie zum Trotz wird erwartet, dass die aktualisierte Version der B200-Serie bis Ende Oktober fertiggestellt wird, sodass die GB200-Serie im Dezember in die Massenproduktion gehen kann. Nvidia-CEO Jensen Huang betonte in einem Interview mit CNBC die hohe Nachfrage nach dem nächsten Blackwell AI-Chip. (mc)

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