Agentic AI im Chipdesign Nvidia investiert massiv in Synopsys

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Der GPU-Riese Nvidia beteiligt sich an Synopsys und verknüpft das Investment mit einer breit angelegten technischen Partnerschaft rund um KI-gestützte Entwicklung, GPU-beschleunigte Simulation und digitale Zwillinge.

Ausbau einer Partnerschaft: Nvidia-GPUs unterstützen die EDA von Synopsys bald wesentlich stärker.(Bild:  KI-generiert)
Ausbau einer Partnerschaft: Nvidia-GPUs unterstützen die EDA von Synopsys bald wesentlich stärker.
(Bild: KI-generiert)

Nvidia kauft Synopsys-Aktien im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar. Beide Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich KI-gestützter Engineering-Tools deutlich ausbauen. Synopsis wird die ihre EDA- und Simulationswerkzeuge stärker auf GPU-Beschleunigung ausrichten und koppelt sie an neue KI-Stacks.

Ausbau einer bestehenden Allianz

Die Unternehmen arbeiten bereits seit Jahren zusammen. Nun gehen sie einen Schritt weiter und verzahnen ihre Plattformen stärker. Laut Ankündigung soll die Kooperation Entwicklungsprozesse beschleunigen und Kosten senken. Sie zielt auf Teams, die mit wachsender Komplexität in Chipdesign, multiphysikalischer Simulation und Validierung ringen.

Synopsys plant, große Teile seines Werkzeugportfolios mit CUDA und den Nvidia-CUDA-X-Bibliotheken weiter zu beschleunigen und zu optimieren. Das betrifft unter anderem Chipdesign, physikalische Verifikation, elektromagnetische Analysen, optische Simulationen und molekulare Simulationen.

KI-Agenten übernehmen Teile des Engineerings

Beide Unternehmen sprechen von Agentic AI. Synopsys bringt sein AgentEngineer-Konzept ein, Nvidia steuert das NeMo Agent Toolkit, Nemotron-Modelle und NIM-Microservices bei. Die Systeme sollen Aufgaben automatisieren, Varianten erzeugen und Parameter eigenständig anpassen. Ziel ist ein Entwicklungsfluss, der nicht nur rechnet, sondern Entscheidungen vorbereitet und Teile der Arbeit übernimmt.

Ein Schwerpunkt liegt auf digitalen Zwillingen. Gemeinsam wollen die Unternehmen hochgenaue virtuelle Abbilder von Systemen schaffen, die sich für Halbleiter, Robotik, Luftfahrt, Automobiltechnik, Energie, Industrieanwendungen oder Gesundheitswesen eignen. Dafür sollen Omniverse, Cosmos und weitere Werkzeuge von Nvidia tiefer in bestehende Synopsys-Workflows rücken.

Neben den technischen Ansätzen kündigen die Unternehmen auch ein gemeinsames Go-to-Market an. Synopsys soll die Verbindung zu den Kundenmärkten nutzen, während Nvidia die Hardware- und KI-Plattformen beisteuert. Das Angebot soll sowohl in der Cloud als auch lokal verfügbar sein.

Beide betonen, dass die Kooperation nicht exklusiv ist. Nvidia und Synopsys wollen weiter mit anderen Partnern aus der Halbleiter- und EDA-Landschaft zusammenarbeiten. (mc)

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