Vom 8. bis 12. April ist es wieder so weit: die Hannover Messe öffnet ihre Tore. 2013 werden 11 internationale Leitmessen zielgruppenspezifisch das Geschehen in verschiedenen Branchen abbilden. In unserem Thema der Woche wollen wir die bereits vorangekündigten Highlights, rund um die Elektronik, vorstellen.
Die Hannover Messe 2013 findet vom 8.-12. April statt.
(Bild: Deutsche Messe AG)
Ganz leise und sehr umweltfreundlich, genau richtig für den Stadtverkehr
Energieverbrauch senken, Emissionsausstoß verringern, Betriebs-geräusche minimieren – das ist das Ziel zahlreicher technischer Innovationen. Doch nicht überall gelingt das so überzeugend wie bei Ziehl-Abegg.
Ein klassischer Hybridantrieb ist deutlich effizienter als ein herkömmlicher Verbrennungsmotor. Mit dem getriebelosen ZAwheel von Ziehl-Abegg soll der Wirkungsgrad noch einmal deutlich ansteigen.
(Bild: ziehl-abegg.com)
Bildergalerie
Das Traditionsunternehmen aus Künzelsau in Baden-Württemberg präsentiert auf der HANNOVER MESSE 2013 einen getriebelosen Elektro-Radnabenantrieb für Nutzfahrzeuge, der gegenüber einem Dieselantrieb im Stadtverkehr die Hälfte an Energie- und Schadstoffen einspart – und beeindruckende 90 Prozent weniger Lärm erzeugt.
Der ZAwheel SM530 ist ein getriebeloser Synchron-Außenläufermotor mit integrierter Elektronik. Das Besondere ist der kompromisslose Verzicht auf jegliches Getriebe. Der Motor sitzt dort, wo das Drehmoment benötigt wird und am effizientesten ist – direkt im Rad – mit einem hohen Wirkungsgrad und ohne Verluste. Die enorme Einsparung wurde bereits im Einsatz nachgewiesen. (Ziehl-Abegg Automotive | Halle 1, Stand F07)
Solarzellen aus der Mikrowelle
Silizium ist der Stoff, aus dem Energie bringende Solarzellen sind. Damit sie optimal funktionieren, muss zunächst das Rohsilizium in so genanntes Solarsilizium umgewandelt werden. Dafür sind normalerweise sehr hohe Temperaturen und entsprechend viel Energie erforderlich. Anders funktioniert es allerdings bei dem Verfahren, das die klugen Köpfe von JPM Silicon auf der HANNOVER MESSE 2013 präsentieren: Sie stecken das Silizium einfach in die Mikrowelle.
Ganz so simpel ist die Neuentwicklung natürlich nicht. Vielmehr handelt es sich dabei um einen speziell für die Produktion von Solarsilizium entwickelten Mikrowellen-Hochtemperaturofen. Seine Vorteile: Im Mikrowellenofen kann die eingebrachte Energie direkt in der Probe in Wärme umgewandelt werden, sodass Prozesszeiten und Wärmeverluste reduziert werden.
Im Gegensatz zu traditionellen Herstellungsverfahren ermöglicht die hohe Reinheit des Siliziums aus dem Mikrowellenprozess außerdem eine deutliche Kostenreduzierung in der Solarsilizium-Produktion und somit der Photovoltaik. (JPM Silicon GmbH | Halle 2, Stand C58, Partner bei: Deutsche Bundesstiftung Umwelt)
Qualitätssicherung von morgen: Fehler mit nur einem Fingerzeig markieren
Es ist ein Prüfsystem, das in der Qualitätskontrolle von Produktionsbetrieben eine Menge Zeit sparen wird: Auf der HANNOVER MESSE 2013 präsentiert das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB ein berührungsloses Gestenerkennungs-Verfahren zur Qualitätssicherung von Karosseriebauteilen.
Bisher musste sich ein Mitarbeiter der Qualitätssicherung einen Fehler im Lack merken, zu einem PC-Terminal gehen, verschiedene Eingabemasken bedienen und die Position sowie Art des Fehlers eintragen. Ein Vorgehen, bei dem sich schnell Ungenauigkeiten einschleichen können und das viel Zeit kostet.
Im Lichttunnel werden die Oberflächen genauestens inspiziert und eventuelle Fehler durch eine einfache Zeigegeste im Dokumentationssystem der Qualitätsprüfung hinterlegt.
(Bild: Fraunhofer IOSB / Mit freundlicher Genehmigung der BMW Group)
Mit Hilfe der Gestensteuerung wird dies in Zukunft einfacher und schneller: Durch eine 3-D-Körpertracking-Kamera wird ein genaues Abbild des Mitarbeiters, des Arbeitsplatzes und des zu prüfenden Bauteils erstellt. Entdeckt der Mitarbeiter auf einem Karosserieteil einen Lackschaden, muss er nur darauf zeigen – und das System speichert, dokumentiert und leitet den Mangel an das Prüfsystem weiter. Ist das Bauteil in Ordnung, wischt der Mitarbeiter von links nach rechts darüber. Über einen Monitor, der eine 3-D-Rekonstruktion des Bauteils zeigt, erhält der Angestellte ein visuelles Feedback.
Woran denken Sie beim Stichwort E-Mobilität? Wahrscheinlich an E-Bikes oder niedliche kleine Elektro-Autos. Wie sehr das Thema auch im Großen von Bedeutung sein kann, zeigt KUKA auf der HANNOVER MESSE 2013 mit einer Konzeptstudie.
Konkret geht es dabei um die flexible Bearbeitung von XXL-Bauteilen. Zur Veranschaulichung lässt KUKA dafür einen autonom navigierenden Roboter ein zehn Meter langes Windrotorblatt bearbeiten. Das Konzeptfahrzeug für die E-Mobilität im XXL-Format wird dafür aus einem KUKA omnimove, einem KR QUANTEC Konsol-Roboter samt KR-C4- Steuerung sowie einer autonomen Navigations-Software zusammengesetzt. (KUKA AG | Halle 17, Stand G04)
Stand: 08.12.2025
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Preisgekrönte Roboter
2013 verleiht die HANNOVER MESSE in Kooperation mit dem Industrieanzeiger und der Robotation Academy bereits zum dritten Mal den ROBOTICS AWARD - den Preis für angewandte Roboterlösungen.
(Bild: Hannovermesse)
Am Dienstag, 9. April, wird es ab 15.30 Uhr ernst für die Teilnehmer des ROBOTICS AWARD. Prämiiert werden dann Projekte und Produkte, die einen innovativen Beitrag zu robotergestützten Lösungen in der industriellen Automatisierung und/oder bei mobilen Robotern bzw. autonomen Systemen leisten.
Im spannenden Finale ist unter anderem die EEP Maschinenbau GmbH mit der High-Speed-Teig-Schneidanlage, die Teiglinge direkt in der Produktion anschneidet. Ebenso berechtigte Hoffnungen auf die Auszeichnung dürfen sich die Züricher Hochschule und KUKA machen.
Ausgeschrieben wurde der Award von der HANNOVER MESSE in Kooperation mit dem Industrieanzeiger und der Robotation Academy. Die Verleihung des ROBOTICS AWARD 2013 erfolgt durch Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. (ROBOTICS AWARD 2013 | Halle 17, Stand B10, Forum Robotics, Automation & Vision)
Neues Super-Label der Identifikationssysteme
Das neue Super-Label könnte z. B. in der Intralogistik zum Einsatz kommen
(Bild: viastore systems; Fotomontage: IPH)
Forscher des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) haben ein Identifikationsverfahren entwickelt, das die Vorzüge von Matrixcodes, Etiketten und der Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen (RFID) in einem einzigen System vereint. Dieses so genannte Super-Label soll die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine erleichtern. Besucher der HANNOVER MESSE 2013 können die neue Technologie auf dem niedersächsischen Gemeinschaftsstand „Innovationen für Menschen“ ausprobieren.
Das Super-Label kann von Menschen gelesen werden wie ein Preisetikett, ist aber auch maschinenlesbar wie ein Bar- oder QR-Code. Zudem können gespeicherte Informationen wie bei einem RFID-Tag beliebig verändert werden. Da das Label sowohl maschinenlesbare Codes als auch Klarschrift umfasst, können Mitarbeiter zum Beispiel den Inhalt eines Behälters auch direkt ablesen – ganz ohne Lesegerät. Ändert sich der Inhalt des Behälters, lässt sich das Label – per Smartphone – nachträglich anpassen. (Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) | Halle 2, Stand A10)
In unserer Bildergalerie finden Sie noch viele weitere Neuheiten, die Sie auf der Hannovermesse 2013 erwarten. Klicken Sie rein.