Hermes Award 2025 Für den Hermes Award nominiert: Igus, Schaeffler und Siemens

Von Susanne Braun 3 min Lesedauer

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Zur Hannover Messe verleiht eine Jury aus Fachexperten sowie Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft und Medien jährlich den Hermes Award, um herausragende Innovationen zu feiern. 2025 sind Igus, Schaeffler und Siemens nominiert.

Auch 2025 wird bei der Eröffnungsfeier der Hannover Messe der Hermes Award verliehen.(Bild:  Deutsche Messe)
Auch 2025 wird bei der Eröffnungsfeier der Hannover Messe der Hermes Award verliehen.
(Bild: Deutsche Messe)

Der Hermes Award ist einer der weltweit renommiertesten und damit auch begehrtesten Industriepreise und wird jährlich im Rahmen der Hannover Messe verliehen, die in diesem Jahr vom 31. März bis zum 4. April 2025 in die niedersächsische Landeshauptstadt ruft. Der Preis wird für Produkte und Lösungen vergeben, die sich durch einen besonders hohen Grad an technologischer Innovation auszeichnen und sich zudem bereits in der industriellen Praxis bewährt haben. Jährlich gibt es drei nominierte Unternehmen, deren Einreichungen wir Ihnen weiter unten kurz umreißen – und ebenso die Gründe, warum sich die Jury des Hermes Awards für die Nominierung entschieden hat.

Wie bereits erwähnt, findet die Messe selbst vom 31. März bis 4. April 2025 statt und steht unter dem Leitthema „Industrial Transformation“. In diesem Jahr ist Kanada das Partnerland der Veranstaltung. Der Hermes Award wird als Krönung zu Beginn der Industriemesse am Abend des 30. März 2025 überreicht; in diesem Jahr von Cem Özdemir, Bundesminister für Bildung und Forschung.

„Die drei ausgewählten Projekte demonstrieren anschaulich, wie neue Technologien zur Bewältigung praktischer Herausforderungen beitragen und wie Innovationen zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden“, erklärt Juryvorsitzender und Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka. Nominiert sind Igus, Schaeffler und Siemens – sortiert nach dem Alphabet.

Igus: Mobile Shore Power Outlet

Bei dem nominierten Produkt Mobile Shore Power Outlet (iMSPO) handelt es sich um eine Innovation in der Landstromversorgung von Häfen. Das System bietet eine mobile Lösung, indem es Steckdosen für Schiffe entlang eines Liegeplatzes bis zu einer Entfernung von 400 Metern exakt dort positionieren kann, wo sie benötigt werden. Dabei werden die Stromkabel in einer mit Rollen unterstützten Energiekette geführt, die speziell für lange Wege und schwere Lasten konzipiert ist. Dies schützt die Kabel vor Verschleiß und vermeidet Stolperfallen. Das System hat sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile: Emissionen schädlicher Stoffe werden in den Häfen gesenkt, da keine Dieselgeneratoren eingesetzt werden müssen. Gleichzeitig trägt das langlebige, wartungsfreundliche System dazu bei, die Betriebskosten zu senken und den wirtschaftlichen Nutzen für Hafenbetreiber zu maximieren.

Schaeffler: Wälzlager XZU

Nominiert wurde das neu entwickelte Wälzlager XZU. Es handelt sich dabei um ein zweireihiges Schrägnadellager, das über die gleichen Anschlussmaße wie die am Markt erhältlichen Kreuzrollenlager verfügt und damit eins zu eins problemlos austauschbar ist. Die Anordnung von sehr kleinen Zylinderrollen-artigen Wälzkörpern in einem zweireihigen Lager steigert die Kippsteifigkeit um 30 Prozent, gleichzeitig wird der Reibwiderstand um 20 Prozent reduziert und die Bahntreue um 40 Prozent erhöht. Dadurch ergeben sich direkte Effekte auf die Effizienz sowie die Produktivität und damit auch auf den Energieverbrauch pro Bauteil. Der Markt bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten für dieses neue Wälzlager. Von hohem Nutzen ist es zum Beispiel in der Robotik oder Montageautomation sowie bei Werkzeugmaschinen.

Siemens: Industrial Copilots

Bei der nominierten Lösung handelt es sich um KI-gestützte „Industrial Copilots“, die die Effizienz der Arbeitskräfte steigern, indem sie repetitive Aufgaben eliminieren und die Produktivität erhöhen. Mit dem Industrial Copilot für das Siemens-Engineering-Framework TIA Portal, das weltweit mehr als 120.000 Nutzer hat, werden beispielsweise Ingenieure aller Erfahrungsstufen in die Lage versetzt, präzisen, vertrauenswürdigen Code viel schneller zu schreiben. Siemens bietet eine industrietaugliche Suite von Industrial Copilots, die die industrielle Wertschöpfungskette ganzheitlich abdeckt – von Design und Planung bis zu Engineering, Betrieb und Service. Diese Lösung macht generative KI für viele Unternehmen zugänglich. Angeboten werden sowohl Cloud- als auch On-Premises-Versionen, die lokal auf dem Shopfloor arbeiten, um unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. (sb)

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