Alternative Antriebe Neue EMV-Testeinrichtung für Kraftfahrzeuge mit Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenantrieben
Zum Nachweis der elektromagnetischen Verträglichkeit von Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenantrieben im Auto sind modernste Testeinrichtungen unerlässlich. Die Mooser EMC Technik in Ludwigsburg hat dafür ein neues EMV-Prüfzentrum in Betrieb genommen, das alle derzeitigen und in den nächsten Jahren zu erwartenden Anforderungen erfüllt.
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Aufgrund des enormen Zeit- und Kostendrucks in der Automobilindustrie ist es üblich, die EMV-Erprobung nicht erst im Auto durchzuführen, sondern möglichst früh auf Komponentenebene. Das gilt auch für die neue Hochvolttechnologie bei Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenantrieben, wo Versorgungsspannungen von mehreren hundert Volt, Ströme von einigen hundert Ampere und Elektromotoren mit Leistungen von 50 kW und mehr keine Seltenheit sind.
EMV-Tests von Wechselrichtern, Motoren, HV-Batterien und Gesamtsystemen

Mit einem Testbereich von bis zu 1000 V, 300 A und 100 kW der Hochvoltversorgung und des Bremsmotors bietet das neue Prüfzentrum von Mooser optimale Voraussetzungen für EMV-Tests von Wechselrichtern, Motoren, Hochvoltbatterien und Gesamtsystemen. Herkömmliche EMV-Messkabinen mit einer Auslegung nur auf 12- und 24-V-Bordnetze eignen sich nicht dafür. Da der Umgang mit so hohen Spannungen und Strömen – zumindest am Anfang – etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind die Einrichtungen entsprechend abgesichert und das Personal wurde extra geschult.
Batterienachbildung ermöglicht auch die Rückspeisung elektrischer Energie
Um die Wechselrichter, Motoren, Hochvoltbatterien und Gesamtsysteme unter realen Bedingungen prüfen zu können, sind neben der externen Stromversorgung — eine Batterienachbildung mit der Möglichkeit der Rückspeisung von elektrischer Energie — ein Motorprüfstand in der Kabine sowie ein externer Motor erforderlich.
Universell ausgelegte Aufspannvorrichtung für den Prüfling

Der externe Motor dient im Fahrbetrieb als Bremse und im Bremsbetrieb (Rekuperationsphase) als Antrieb für den Prüfling. Die Aufspannvorrichtung für den Prüfling ist bewusst universell ausgelegt. Zudem ist für die Prüflinge eine externe Flüssigkeitskühlanlage vorhanden. Für Tests, bei denen noch kein Elektromotor zur Verfügung steht, kann ein Wechselrichter mit einer Lastnachbildung geprüft werden.
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