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Nativer Im- und Export der Daten
Eine weitere Hürde im Entwicklungsprozess sind die unterschiedlichen eCAD- und mCAD- Systeme. Auch wenn eine Firma sich auf ein CAD-System standardisiert hat, gibt es möglicherweise historische Daten alter Designs aus anderen Systemen oder Daten von Zulieferern, die mit einem anderen CAD-System arbeiten. Hier enden spätestens die Möglichkeiten, die Daten in einem eCAD-System anzuzeigen.

Da NEXTRA die nativen Designdaten vieler CAD-Systeme direkt einliest und darstellt, sind alle Informationen des Originalsystems weiterhin zugänglich. Mit NEXTRA steht momentan ein weltweit einmaliges 3D eCAD System zur Verfügung, das über native Schnittstellen zu allen gängigen CAD-Programmen verfügt. Leiterplatten können gleichzeitig direkt aus den unterschiedlichsten eCAD-Systemen übernommen, optimiert und wieder in die originalen Layout-Systeme ausgegeben werden. Dabei gibt es keine Einschränkungen der Leiterplatten bezüglich des verwendeten Lagenaufbaus oder der eingesetzten Technologie. Ebenso ist es möglich, die unterschiedlichen Leiterplatten beliebig räumlich und dreidimensional innerhalb des gesamten Systems anzuordnen.
Die Layout-Daten der verschiedenen eCAD-Systeme werden über eine zentrale 3D-Modell-Bibliothek in NEXTRA mit 3D Modellen verknüpft. Diese Modelle können neben der 3D-Geometrie auch Materialinformationen enthalten, die beschreiben, ob Bereiche der Bauteile leitend sind oder isolieren. Solche Informationen sind für Luft- und Kriechstrecken-Analysen oder der Signalverfolgung über einzelne Pins bei eingesteckten Steckerpaaren erforderlich.
Vielfältige Möglichkeiten der Optimierung
Fehler bei der Platzierung oder des Routings, die zu späteren Kollisionen oder EMV-Problemen führen, erfordern ein Redesign. Wenn diese Fehler erst am Prototypen oder fertigem Produkt erkannt werden, sind nicht nur erhebliche Kosten an Material und Entwicklungszeit entstanden, sondern es hat sich vielleicht zusätzlich die Markteinführung des Produktes um Wochen verschoben.
Mit dem Einsatz von NEXTRA können entscheidende Kontrollen und Optimierungen bereits frühzeitig im Entwicklungsprozess durchgeführt werden. Die Entwicklung von elektromechanischen Geräten erfordert häufig Kompromisse um verschiedene Designregeln und technische Grenzen einzuhalten. Ein frühes Zusammenführen der unterschiedlichen Designstände zeigt Probleme zu dem Zeitpunkt auf, an dem Kompromisse noch einfach und günstig zu erlangen sind. Frühe Änderungsalternativen können meist ohne größeren Aufwand am virtuellen Prototypen simuliert und nach einer Entscheidung sowohl auf der mCAD- als auch auf der eCAD-Seite umgesetzt werden.

Mit Einbauuntersuchungen von Subbaugruppen (zum Beispiel von Steckern, Speichermodulen und Ähnlichem) können im Vorfeld Aussagen getroffen werden, ob die Platzierung hoher Bauteile dazu führt, dass Subbaugruppen nicht bzw. nur schwer bestückt werden können. Es ermöglicht eine direkte Kontrolle und Planung des Einbauraums für alle vorhandenen elektrischen Baugruppen im 3D-Kontext. So können unterschiedliche Funktionen auf Standardleiterplatten nach Anforderungen beliebig miteinander kombiniert werden.
Planare, flexible und starrflexible Leiterplatten können in der dreidimensionalen Ansicht mit dem Gehäuse dimensioniert werden. Hier gehört das Erstellen einer optimierten Board Outline dazu, wie das Planen der exakten Länge einer flexiblen Leiterplatte mit realistischen Biegeradien.
Bei Luftstrecken können mit einer Potential-Analyse die Abstände aller leitfähigen metallischen Oberflächen auf unterschiedlichen Baugruppen als DRC automatisch vermessen werden und je nach zulässigem Verschmutzungsgrad bei Unterschreitung als Fehler ausgegeben werden.
* Dirk Müller ist Geschäftsführer der FlowCAD EDA-Software Vertriebs GmbH, Feldkirchen.
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