Distrelec Schuricht Moderne Lichtwellenleiter nehmen auch engste Kurven
Die neueste Generation biegeunempfindlicher Glasfaserkabel erfüllt den ITU-T-Standard G657 und erreicht überragende Übertragungsraten – ideal für die „Fibre-to-the-Home“- und andere produktive Licht- wellenleiter-Verkabelungen.
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Lichtwellenleiter bestehen in der Regel aus mehreren hochtransparenten Glasfasern. Eine wenige Millimeter dicke Kunststoffummantelung schützt das Faserbündel. Jede einzelne Glasfaser besteht aus einem lichtführenden Kern, einem Mantel und der Schutzbeschichtung. Der Kern überträgt das Signal. Der Mantel reflektiert das Licht an der Grenzschicht und lenkt es durch den Kern.
Dispersion und Dämpfung entscheiden über die Leistung
Entscheidend für die Leistung eines Lichtwellenleiters sind Dispersion und Dämpfung. Die Dispersion, d. h. die Streuung der Signallaufzeiten in der Glasfaser, bestimmt wichtige Übertragungseigenschaften wie Bandbreite, Grenzfrequenz und maximale Bitrate. Die Dämpfung gibt die maximal mögliche Länge der Übertragungsstrecke vor.
Eine mechanische Beanspruchung des Lichtwellenleiters kann die Reflexion negativ beeinflussen: Quetschung durch Befestigungsklemmen, Zugbeanspruchungen beim Einziehen der Leitung durch ein Leerrohr oder insbesondere die Unterschreitung des Mindestradius beim Verlegen, verringern oder unterbinden gar die Totalreflexion. Lichtverlust, erhöhte Dämpfung und damit eine verringerte Leistung des Leiters sind die Folge. Die Dämpfungserhöhung kann dabei je nach Dämpfungsbudget (üblicherweise 20 dB), Übertragungsstrecke und Biegeradius zum völligen Übertragungsausfall führen.
Maximale Biegsamkeit mindert die Leistungsverluste
Moderne biegeoptimierte RBS-Glasfasern (Reduced Bend Sensitivity) entsprechen den Standards G657A und G657B der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und sind weniger empfindlich gegen Lichtverlust durch Biegung als herkömmliche Fasern.
Speziell ITU-T G657-Singlemodefasern erlauben Biegeradien bis zu sieben Millimetern. Im Gegensatz zu herkömmlichen G652D-Fasern, bei denen bereits ein 90°-Knick im Radius von 30 mm zu einer Dämpfungserhöhung von 5 bis 6 dB führen kann, treten bei G657A-Kabeln in einem solchen Fall kaum Dämpfungsverluste auf. Gerade bei der Ausstattung von FTTH (Fibre to the Home)-Anwendungen und LAN/WAN-Netzwerken sind diese Eigenschaften entscheidend.
Hier werden einerseits hohe Anforderungen an die Signalstärke und -qualität gestellt, andererseits sind die Platzverhältnisse in Straßenverteilern und in Wohnhäusern in der Regel sehr begrenzt. Der Verlauf und die Lage der neuen Lichtwellenleiter sind deshalb beim Einziehen in vorhandene Leerrohre nicht exakt kontrollierbar, enge Krümmungsradien sind nicht vermeidbar.
Auch die auf den allerletzten Metern von der Datensteckdose bis zum Schreibtisch (Fibre To The Desk) offen verlegten Kabel sind häufig mechanischen Biegebelastungen ausgesetzt. Daher bieten auch hier die neuen biegeunempfindlichen RBS-Glasfaserkabel eindeutige Pluspunkte gegenüber herkömmlichen Lichtwellenleitern.
„Speziell Singlemode-Fasern wurden für Applikationen entwickelt, bei denen der Verlegeraum begrenzt ist. Sie lassen sich in und um Ecken verlegen, ohne Dämpfungserhöhung mit Klammern fixieren und so auch in beengten Umgebungen ohne Leistungsverlust verlegen. Vorhandene Racks und Schaltkästen können besser ausgenutzt werden“, erklären die Experten von Distrelec Schuricht.
Der Anbieter von elektronischen Bauelementen, Industrieautomation, Messtechnik, Arbeitsplatzausstattung und industrieller IT führt die Hochleistungsfasern vom Typ G657A in seinem Programm: wahlweise vorkonfektioniert oder als individuell konfektioniertes Lichtwellenkabel – beispielsweise als Patchkabel für ein Lichtleiter-LAN oder als bis zu 1000 Meter langes Verlegekabel zur Verbindung räumlich getrennter Betriebs- und Anlagenteile auf weitläufigen Firmengeländen.
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