Distrelec Schuricht

Moderne Lichtwellenleiter nehmen auch engste Kurven

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Vorkonfektionierte Kabelstrecken aus biegeunempfindlichen Lichtwellenleitern bieten viele Vorteile

Zur Realisierung von isolierten LWL-basierten Datenübertragungsstrecken im industriellen Umfeld bietet Distrelec Schuricht eine Vielzahl von Konvertern zur Umwandlung einschlägiger Maschinenprotokolle wie RS 232, Profibus oder auch Ethernet auf Lichtwellenleiter an. So können verlustfreie Übertragungsstrecken bis zu mehreren Kilometern aufgebaut werden.

Dabei bieten gerade vorkonfektionierte Kabelstrecken aus biegeunempfindlichen Lichtwellenleitern viele Vorteile, wie Vince Watson vom britischen Glasfaser-Spezialisten Fibrefab weiß: „Sie lassen sich einfach mit den unterschiedlichsten Stecksystemen kombinieren, beschleunigen die Montage vor Ort und ermöglichen ein optimales Kabelmanagement. Kabelsalat auf den Zwischenböden gehört der Vergangenheit an und bei einem Umzug können vorhandene Kabeltrunks wiederwendet werden.“

RBS-Lichtwellenleiter werden als Multimode- und Singlemode-Kabel angeboten. Multimode-RBS-Fasern finden hauptsächlich in Datennetzwerken Anwendung. Sie sind vollständig rückwärtskompatibel mit herkömmlichen Multimode-Kabeln. Typischerweise werden hierbei MTP-Anschlüsse verwendet.

„Sie bieten eine extrem hohe Packungsdichte auf kleinstem Raum und gewährleisten hochpräzise, robuste Verbindungen“, erläutert Vince Watson. Singlemode-RBS-Fasern haben sich besonders bei FTTH-Anwendungen und Applikationen innerhalb von Wohngebäuden bewährt. „Das liegt unter anderem daran, dass sie sehr widerstandfähig sind gegen unsachgemäße Behandlung wie Knicken oder Verdrehen. Selbst dann ergibt sich kein Leistungsverlust“, so Watson.

Fibre to the Home - Vorteile auf der letzten Meile

Die moderne Kommunikations-Infrastruktur muss ein wahrer Tausendsassa sein: über ein und dieselbe Leitung werden Daten, Sprache (Voice-over-IP), und Video (IPTV, Video-on-Demand) abgewickelt. Doch um das zeitgleiche und vor allem störungsfreie Triple Play zu gewährleisten, bedarf es einer zuverlässigen, sehr schnellen Breitbandverbindung. In den Ballungsräumen ist die erforderliche Infrastruktur in der Regel bereits gut ausgebaut – jedenfalls bis zum Straßenverteiler. Bei ADSL-Kupferleitungen hängt es dann jedoch maßgeblich von der Entfernung zum nächsten Straßenverteiler ab, welche Bandbreite beim Hausanschluss ankommt.

„Die Verluste auf dieser „letzten Meile“ können so groß sein, dass der Kunde keine zufriedenstellende Bandbreite mehr erhält“, weiß Thomas Borde, IT-Produktmanager bei Distrelec Schuricht. Doch diese Situation könne bald Vergangenheit sein, denn „Fibre to the Home“ (FTTH) ist im Kommen. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die durchgängige Glasfaser-Verkabelung bis zum Hausanschluss.

Leistungsverluste, wie sie derzeit bei DSL-Kupferverkablungen auf „der letzten Meile“ auftreten, werden bei FTTH auf ein vernachlässigbares Minimum reduziert. Jedenfalls dann, wenn durch den Einsatz der biegeoptimierten LWL-Fasern der neuesten Generation den besonderen Umständen in der Hausverkabelung Rechnung getragen wird.

Weltweit sind in Südkorea FTTH-Systeme mit einer Bandbreite von 2 Gb/s bereits heute am häufigsten verbreitet und in Japan werden inzwischen mehr FTTH- als xDSL-Anschlüsse installiert. Die Nummer 1 in Europa ist Litauen: Mittlerweile wird dort jeder fünfte Hausanschluss in Glasfaser gelegt. In Schweden, Norwegen und den Niederlanden beträgt die FTTH-Verbreitung immerhin bereits über 10%.

In Deutschland dagegen spielt die Lichtwellenleiterverkabelung auf der letzten Meile bislang kaum eine Rolle. Hier ist das bestehende DSL-Kupferkabelnetz so umfassend ausgebaut, dass die FTTH-Abdeckung im Juni 2010 bei lediglich 0,4% der Haushalte lag. Einem schnellen, flächendeckenden Ausbau stehen hohe Investitionen entgegen. Daher wird die Erschließung von Quartieren mit Mehrparteienhäusern in Ballungszentren priorisiert.

Folgerichtig gibt es große FTTH-Netze nur in Großstädten. Die drei größten sind Netcologne in Köln, M-Net in München und Augsburg sowie Wilhelm.tel in Hamburg. Die Hamburger betreiben das zurzeit weltweit schnellste Netz mit großflächig verfügbaren 100 Mb/s. Obwohl die Investitionen hoch sind, erwartet die Branche für 2012 einen größeren Schub.

Dann will die Deutsche Telekom vier Millionen Haushalte in den 50 größten deutschen Städten mit FTTH versorgen. Das entspräche dann zwar einer Verzehnfachung der derzeitigen Abdeckung, bliebe jedoch mit einer Anschlussrate von 4% weit hinter skandinavischen oder japanischen Verhältnissen zurück.

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