Mit SKEDD ohne Umweg auf die Leiterplatte

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Wie sich der SKEDD-Steckverbinder REDFIT IDC in einem 2-Wire Debugger oder als 4-Pin-Debug-Stecker verwenden lässt, erklärt der Anwender Günther Klenner, Engineering Manager bei K&K Prime Engineering, in einer AppNote (ANE004), die über www.we-online.de/downloadcenter abgerufen werden kann.

Flexibel auf Kundenwünsche reagieren

Der IDC SKEDD-Steckverbinder bietet aber weitaus mehr. Als permanenter Teil einer Baugruppe kann er auch zur Signalübertragung eingesetzt werden. Anbieter aus dem MSR-Bereich können so die Geräte ohne großen Aufwand an Kundenwünsche anpassen.

Der Anbieter eines Messgerätes lässt sich seine Basisleiterplatte beispielsweise mit vier SKEDD-Anbindungsmöglichkeiten herstellen. Auch das Gehäuse ist für alle angebotenen Optionen gleich, da benötigte Eingänge zum Beispiel herausgerückt werden können.

In der Standardvariante besitzt das Gerät bereits einen Signaleingang und einen Signalausgang. Möchte der Kunde nun zwei weitere Eingänge haben, kann der Anbieter den SKEDD-Steckverbinder in die vorhandenen Kontakte in der Leiterplatte stecken und kabelseitig mit der Schneidklemmtechnik (IDC) eine Verbindung zu den Gehäuseanschlüssen herstellen.

Dabei kommen die Vorteile der Schneidklemmtechnik zum Tragen: Die direkte Kontaktierung an das Flachbandkabel erfolgt ohne Abisolieren, alle Adern werden gleichzeitig kontaktiert. Die rote Kabelmarkierung von Pin 1 macht den Prozess der Erstmontage besonders sicher. Neben einer dauerhaften Verbindungssicherheit gewährleistet IDC auch eine hohe Übertragungsqualität.

Der Geräteanbieter profitiert zudem von einer hohen Wartungsfreundlichkeit im Servicefall: Der Austausch erfolgt ebenso schnell wie die Montage, da nur der Steckverbinder, und nicht die ganze Leiterplatte ausgetauscht werden muss. Die SKEDD-Kontakte sind für mindestens zehn Zieh- und Steckzyklen spezifiziert.

Für Betriebstemperaturen von –25 bis 105°C ausgelegt

Aktuell bietet Würth Elektronik eiSos den REDFIT IDC in neun Varianten mit vier bis 20 Pins an. Sein halogenfreies Gehäuse aus LCP ist hitzebeständig, formstabil selbst bei anspruchsvollen Umgebungsbedingungen und weist eine hohe chemische Beständigkeit auf.

Das Kontaktmaterial, eine Kupferlegierung, ist auf der SKEDD-Seite vergoldet und schneidklemmseitig verzinnt. Die SKEDD-Kontakte des zweireihigen Steckverbinders sind im Rastermaß 2,54 mm versetzt angeordnet. Kabelseitig erfolgt die Anbindung an ein Flachbandkabel mit AWG 28 und einem Rastermaß von 1,27 mm.

Zusammen mit dem Flachbandkabel des Unternehmens ist der Steckverbinder für Betriebstemperaturen von –25 bis 105°C ausgelegt. Weitere technische Merkmale sind ein Nennstrom von 1,0 A pro Pin (Kabel), eine Betriebsspannung von 100 V, ein Isolationswiderstand >1000 MΩ, eine Spannungsfestigkeit von 500 Vac/min sowie ein Übergangswiderstand von maximal 10 mΩ.

* * Daniel Kübler ... arbeitet als Business Development Manager bei Würth Elektronik eiSos in Waldenburg.

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